Nationalrat will Milchkontingentierung

Der Nationalrat will die Milchkontingentierung wieder einführen. Er hat drei ähnliche Standesinitiativen der Kantone Jura, Freiburg und Genf angenommen. Über die Steuerung der Milchmenge sollen die Milchpreise erhöht werden.

Nach Meinung der Kommissionsmehrheit führt die Steuerung der Milchmenge hingegen nicht zum erwünschten Ziel. Auch die Unterstützer der Initiativen räumten dies ein. Aber es gehe darum, ein Zeichen zu setzen.

Das Thema der Milchkontingentierung geht nun zurück an den Ständerat, der sich in der ersten Beratung klar dagegen ausgesprochen hat.  

Novartis streicht über 2000 Jobs in CH

Auch im Werk Schweizerhalle werden Stellen gestrichen.
Key Auch im Werk Schweizerhalle werden Stellen gestrichen.

Bis 2022 will Novartis in der Schweiz rund 2150 Stellen abbauen.

Im Rahmen einer globalen Anpassung des Produktionsnetzes streicht der Pharmakonzern rund 1450 Arbeitsplätze in Basel, Schweizerhalle, Stein und Locarno. Darüber hinaus sollen 700 Stellen im Dienstleistungsbereich in Servicezentren im Ausland verlagert werden, wie Novartis mitteilte.

Wie bereits angekündigt sollen in Stein zudem 450 neue Stellen entstehen. Von den rund 13'000 Schweizer Stellen fallen unter dem Strich also 1700 weg. Das sind 13% aller Arbeitsplätze.

Berset vor der UNO-Vollversammlung

Bundespräsident Berset spricht um 17 Uhr Ortszeit.
Key Bundespräsident Berset spricht um 17 Uhr Ortszeit.

An der UNO-Vollversammlung in New York wird Bundespräsident Alain Berset heute Dienstag eine Rede halten.

Berset wird am Abend (17 Uhr Ortszeit) das Wort ergreifen. Zu den Prioritäten der Schweiz gehören im neuen UNO-Jahr die Wahrung des Friedens und der Sicherheit sowie die Menschenrechte und die Migration.

Am Montagabend nahm Berset am Abendessen der Staats- und Regierungschefs teil. Dabei habe er sich kurz mit US-Präsident Donald Trump unterhalten, teilte die Schweizer Delegation mit. Neben Berset sind auch die Bundesräte Ignazio Cassis und Doris Leuthard in New York.

EU will mit Iran im Geschäft bleiben

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Die Europäische Union will die Iran-Sanktionen der USA umgehen. Wie die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini in New York ankündigte, will sie eine neue Finanzinstitution gründen.

Damit soll der Handel mit Iran trotz der US-Sanktionen aufrecht erhalten werden. Vor der Ankündigung hatte sich Mogherini mit anderen Unterzeichnern des Atomabkommens getroffen.

US-Präsident Trump hatte das Abkommen einseitig aufgekündigt und Unternehmen aus Drittstaaten mit Sanktionen gedroht, sollten sie weiter mit dem Iran Geschäfte machen.

Kündigung nach tödlichem Irrtum

Eine weisse Polizistin, die einen unbewaffneten Schwarzen in seiner eigenen Wohnung erschossen hat, ist von der Polizei entlassen worden. Sie kann gegen ihre Entlassung Einspruch erheben.

Der Vorfall ereignete sich Anfang September in Dallas nach Dienstende der Polizistin. In der Meinung, sie sei in ihrer eigenen Wohnung, und der Mann sei ein Einbrecher, erschoss sie ihn. Laut der Zeitung «Dallas Morning News» irrte sich die Polizistin in der Etage.

Das 26-jährige Opfer stammte aus dem karibischen Inselstaat St. Lucia. Die Anwälte seiner Familie nannten die Entlassung als «ersten Sieg». Die Familie fordere eine «echte Mordermittlung».

Grizzlies wieder geschützt

Die Grizzly-Bären in den nördlichen Rocky Mountains stehen für wieder unter Schutz. Ein US-Richter verhindert mit einem Urteil, dass in den Staaten Wyoming und Idaho zum ersten Mal seit fast drei Jahrzehnten Jagd auf die Bären gemacht werden darf.

Zweimal schon hatte der Richter zuvor den Beginn der Jagd hinausgezögert. Letztes Jahr hatte das US-Innenministerium den Schutz für mehr als 700 Grizzly-Bären im und um den Yellowstone Nationalpark aufgehoben.

Mit dem Argument, die Bären hätten sich in den letzten Jahren so stark vermehrt, dass sie nicht länger eine bedrohte Art seien, hatte das Ministerium seinen Entscheid begründet.

Baby Neve am UNO-Friedensgipfel

Keystone

Ein Säugling hat zum Auftakt der UNO-Treffen in New York der politischen Prominenz aus aller Welt zeitweise die Schau gestohlen. Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern brachte ihre dreimonatige Tochter Neve mit. Ihre Anwesenheit lockerte das diplomatische Protokoll auf.

Begleitet wurde die Regierungschefin von ihrem Ehemann Clarke Gayford. Er kümmerte sich um die Tochter, als seine Frau an der Reihe war, während des Gipfels eine Rede zu halten.

Gayford veröffentlichte auch im Kurzbotschaftendienst Twitter ein Foto des UNO-Zutrittspasses von Neve, auf dem steht: «Neuseeland First Baby».

Gewalt in Nicaragua fordert 500 Opfer

Die politische Krise in Nicaragua hat bisher über 500 Menschen das Leben gekostet. Seit Beginn der gewalttätigen Auseinandersetzungen im April wurden laut der Menschenrechtsorganisation ANPDH mehr als 4000 weitere Menschen verletzt, über 1400 seien verschwunden, vom Grossteil fehle jede Spur.

Nicaragua befindet sich in der schwersten Krise seit Jahrzehnten. Ausgelöst wurde sie durch eine geplante Sozialreform der Regierung.

Obwohl diese zurückgezogen wurden, protestierten die Menschen weiter für den Rücktritt von Präsident Daniel Ortega. Die Lage geriet ausser Kontrolle, als regierungsnahe Gruppen und Polizisten die Demonstranten angriffen.