Mehr Arbeitslose in den USA

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus verschlechtert sich die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt weiter. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hat sich letzte Woche von 3,3 auf über 6,6 Millionen verdoppelt, wie Daten des US-Arbeitsministeriums zeigen.

Zum Vergleich: Bis vor wenigen Wochen waren im Schnitt weniger als 100'000 Anträge pro Woche eingegangen. Wegen der Corona-Krise sind viele Geschäfte in den USA geschlossen, Restaurants und Hotels bleiben leer.

Entlassungen sind in den USA in der Regel wesentlich schneller möglich als etwa in der Schweiz.

Videoüberwachung im Aargau

Auf «virtuelle Patrouillen» setzt die Polizei im Kanton Aargau. Um zu kontrollieren, ob die Menschen das Versammlungsverbot befolgen, kann die Polizei in Echtzeit auf Bilder von Videokameras im öffentlichen Raum zugreifen. Sie kann auch neue Überwachungskameras installieren.

Der Regierungsrat hat eine entsprechende Verordnung in Kraft gesetzt. Ab sofort gilt sie für maximal sechs Monate.

Laut der Aargauer Polizei ist mit dem zur Verfügung stehenden Personal eine angemessene Kontrolle nicht möglich. Es handle sich jedoch nicht um eine verdeckte Überwachung. Laut dem Bundesamt für Justiz gelten weiterhin die normalen Datenschutzrichtlinien.

Spitalpatienten werden getestet

Wer ab sofort im Kanton Zürich stationär ins Spital kommt, soll auf eine Erkrankung mit dem Coronavirus getestet werden, und zwar unabhängig davon, ob er oder sie Symptome zeigt.

Das empfiehlt die Gesundheitsdirektion, um Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende besser zu schützen. Bisher hatte die Gesundheitsdirektion empfohlen, nur Personen mit Anzeichen einer Erkrankung zu testen.

Neben einem besseren Schutz, den auch das Gesundheitspersonal gefordert habe, erlaube es die Massnahme auch, Erkenntnisse über die Verbreitung des Virus zu gewinnen, schreibt die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich.

Hunde in Städten haben mehr Angst

Hunde, die in Städten leben, sind tendenziell ängstlicher als ihre Artgenossen auf dem Land. Das schliessen finnische Forscher aus den Daten von Haltern zu etwa 6000 Hunden.

Die Forscher um Hannes Lohi von der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Helsinki nennen in der Zeitschrift «Scientific Reports» mögliche Zusammenhänge: Neben einer städtischen Umgebung hängt auch mangelnder Kontakt zu Artgenossen im Alter von sieben bis 16 Wochen mit ausgeprägter Ängstlichkeit zusammen.

Zudem sind Hunde von kleiner Statur wie etwa Chihuahuas furchtsamer als grosse Artgenossen. Ferner waren auch kastrierte Tiere tendenziell ängstlicher.

Barbara Rütting 92-jährig gestorben

Die deutsche Schauspielerin, Autorin und Politikerin Barbara Rütting ist tot. Sie starb bereits am Samstag im Alter von 92 Jahren in Marktheidenfeld, wie am Donnerstag bekannt wurde.

Rütting spielte in 45 Kino- und Fernsehfilmen mit. In Brandenburg geboren und aufgewachsen, schaffte sie 1951 mit ihrem Debüt in dem Streifen «Postlagernd Turteltaube» den Durchbruch. 1984 hörte sie mit der Schauspielerei auf.

Im Anschluss liess sie sich zur Gesundheitsberaterin ausbilden. Mit Gesundheitsratgebern und Kochbüchern für Vollwertküche erlebte sie eine zweite erfolgreiche Karriere: Rütting gilt als Wegbereiterin der vegetarischen Ernährung in Deutschland.

«Unique Moments» erst im September

Das Musikfestival «Unique Moments», das vom 3. bis 6. Juni im Zürcher Landesmuseum hätte stattfinden sollen, wird aufgrund der Corona-Krise auf den 23. bis 26. September verschoben. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit, wie die Veranstalter mitteilten.

Der Berner Musiker Stephan Eicher wird im Rahmen der diesjährigen «Unique Moments» sein 40-jähriges Bühnenjubiläum mit Gästen feiern. Einen Vorgeschmack auf die «Chilbi-Revue» gab er im Februar am Vorabend der Swiss Music Awards.

Im Weiteren stehen die Bieler Band Pegasus mit einem Unplugged-Konzert und der deutsche Technoproduzent Paul Kalkbrenner auf dem Programm.

Taskforce zu Lockerung der Massnahmen

Zu den Aufgaben der Taskforce, die der Bund zur Bewältigung der Coronavirus-Pandemie gebildet hat, gehört auch das Bewerten möglicher Strategien zur Lockerung der Massnahmen. Es sei ein «zentraler Auftrag» des Bundesamtes für Gesundheit an die Taskforce, mögliche Austrittsszenarien des Bundes zu kommentieren, sagte Matthias Egger am Donnerstag in Bern.

Er ist Präsident des Nationalen Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds und leitet die Taskforce.

Für mögliche Ausstiegsszenarien seien Modelle und mathematische Hilfestellungen erstellt worden, die dem Krisenstab des Bundes bei der Entscheidfindung dienen sollten.

Justin Bieber verschiebt US-Tournee

Justin Bieber EPA/ETIENNE LAURENT
KEY Justin Bieber EPA/ETIENNE LAURENT

Popstar Justin Bieber (26) hat wegen der Coronavirus-Pandemie seine geplante Konzertreihe in Nordamerika auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die Gesundheit und die Sicherheit seiner Fans und seiner Crew seien das Wichtigste, schrieb der kanadische Sänger auf seinen Social-Media-Kanälen. «Die Welt ist ein unheimlicher Ort, aber wir werden das zusammen hinkriegen», fügte Bieber hinzu. Er könne es kaum erwarten, seine Fans «hoffentlich bald» wiederzusehen.

Seine fünfmonatige «Changes»-Tour mit 45 Auftritten in den USA und Kanada sollte Mitte Mai in Seattle beginnen. Neue Termine nannte Bieber zunächst nicht.