Poulidor mit 83 Jahren gestorben

Raymond Poulidor
imago Raymond Poulidor

Die französische Rad-Ikone Raymond  Poulidor ist im Alter von 83 Jahren  gestorben. Er war seit Anfang Oktober wegen einer Herzschwäche im Spital.

Als "ewiger Zweiter" wurde Poulidor zu einem der beliebtesten Fahrer Frankreichs. Achtmal stand er bei der Tour de France auf dem Podest, das letzte Mal als 40-Jähriger. Gewinnen konnte er die Tour in seiner Heimat nie.

Trotz der Rückschläge bei der wichtigsten Rundfahrt kann Poulidor ein schönes Palmares vorweisen. Er gewann unter anderem die Vuelta, Mailand-San Remo, die Flèche Wallone und Paris-Nizza.

Froome musste erneut unters Messer

Chris Froome.
imago images Chris Froome.

Der vierfache Tour-de-France-Sieger Chris Froome ist in seiner Wahlheimat Frankreich ein weiteres Mal operiert worden. Beim Eingriff wurden dem Briten eine Platte aus der Hüfte sowie Schrauben aus einem Ellbogen entfernt.

Die Operation sei erfolgreich verlaufen, vermeldete der 34-Jährige via   soziale Medien. Die Metallteile waren ihm eingesetzt worden, nachdem er im Juni im Training gestürzt war und sich mehrere Knochenbrüche zugezogen hatte.

Froome trainiert bereits wieder leicht, ist aber noch eingeschränkt. Das Datum seines Renn-Comebacks steht noch nicht.

Küng und Neff ausgezeichnet

Jolanda Neff
Keystone Jolanda Neff

Jolanda Neff ist an der Swiss Cycling Night zum 6. Mal in Serie als Schweizer Radsportlerin des Jahres ausgezeichnet worden. Die St. Galler Mountainbikerin gewann EM-Gold sowie WM-Silber und wurde im Gesamtweltcup Zweite.

Bei den Männern wurde Stefan Küng zum 2. Mal nach 2015 zum Radsportler des Jahres gewählt. Der 25-jährige Thurgauer wurde in Yorkshire WM-Dritter im Strassenrennen.

Der Nachwuchs-Award ging an Stefan Bissegger. Der 21-jährige Thurgauer gewann bei der U23 im EM-Zeitfahren von Bronze und im WM-Strassenrennen Silber.

Albasinis Abschiedstour

Michael Albasini
Keystone Michael Albasini

Michael Albasini tritt nach der Tour de Suisse 2020 zurück. Dies gab sein Team Mitchelton-Scott bekannt. Der 38-Jährige wird zum 16. Mal an der Schweizer Landesrundfahrt teilnehmen.

"Es ist grossartig, seine Karriere an einem Rennen zu beenden, das einem so viel bedeutet", liess sich Albasini zitieren. Er habe nun diese "Ziellinie" vor Augen, ohne sich jedoch ein bestimmtes Resultat vorzunehmen.

Albasini ist seit dessen Gründung vor acht Jahren beim australischen Profi-Team und feierte 18 Siege. 2012 triumphierte er an der Katalonien-Rundfahrt.

Kalifornien-Rundfahrt entfällt

Wird man 2020 nicht sehen
Keystone Wird man 2020 nicht sehen

Die Kalifornien-Rundfahrt ist im kommenden Jahr nicht im World-Tour-Kalender der UCI. Die Organisatoren begründeten den Entscheid mit "veränderten wirtschaftlichen Voraussetzungen". Das Mehretappen-Rennen, das jeweils im Mai stattgefunden hat, gehörte seit 2017 zur World Tour, ausgetragen wurde es seit 2006.

Comeback von Froome vertagt

Das Comeback von Christopher Froome verzögert sich. Der 34-jährige Brite sagte seinen Rennstart beim Saitama-Criterium in Japan an diesem Sonntag kurzfristig ab. "Ich bin noch nicht auf dem Level, um wieder ins Peloton zurückzukehren", sagte Froome vor dem Start des Rennens.

Am Freitag hatte der Ineos-Profi noch Teile der Olympia-Strecke abgefahren und damit den wichtigsten Zweck seiner Japan-Reise erfüllt.

Froome war im Juni bei der Dauphine schwer gestürzt und hat seither keine Rennen mehr bestritten.

Sagan 2020 erstmals am Giro

Peter Sagan.
Imago Images Peter Sagan.

Der dreifache Strassenweltmeister Peter Sagan wird 2020 erstmals den Giro d'Italia bestreiten. Das teilte sein Team Bora-hansgrohe am Rande der Strecken-Vorstellung der 103. Italien-Rundfahrt mit. Der Giro 2020 beginnt am 9. Mai in Budapest und endet nach 3579,8 km am 31. Mai in Mailand.

"Italien hat seit jeher einen besonderen Platz in meinem Herzen. Hier habe ich meinen ersten WM-Titel 2008 geholt, und danach war ich viele Jahre bei italienischen Teams unter Vertrag", sagte der 29-jährige Slowake. Nach dem Giro will Sagan auch an der Tour de France teilnehmen.

RADQUER: Worst siegt in Bern

Annemarie Worst.
SRF Annemarie Worst.

Annemarie Worst hat den Radquer-Weltcup in Bern gewonnen. Die Niederländerin setzte sich 33 Sekunden vor ihrer Landsfrau Ceylin Del Carmen Alvarado durch. Dritte wurde die Britin Anna Kay. Die Schweizerinnen konnten nicht mit der Spitze mithalten. Als beste einheimische Fahrerin erreichte Noemi Rüegg als 40. das Ziel.

Bei den Männern feierte Belgien einen Vierfach-Sieg. Eli Iserbyt siegte vor Toon Aerts und Michael Vanthourenhout. Von den ersten 18 Fahrern fuhren 14 unter belgischer Flagge. Bester Schweizer wurde Timon Rüegg auf Platz 21. Die übrigen Schweizer verpassten die Top 25.