Sky zieht sich aus Radsport zurück

Geraint Thomas im Dress von Sky.
Keystone Geraint Thomas im Dress von Sky.

Der britische Medienkonzern Sky wird nach dem Ende der Saison 2019 aus dem Radsport aussteigen und nicht weiter das gleichnamige Team sponsern. Den Entscheid verkündete das Unternehmen am Mittwoch auf seiner Homepage. Das Team soll ab der Saison 2020 unter einem anderen Namen starten. Das Team Sky, das in den vergangenen Jahren mehrfach den Sieger der Tour de France stellte, war im Februar 2009 gegründet worden.

-Die Vuelta beginnt 2020 in Utrecht/NED. Die Stadt wird damit als erste überhaupt Schauplatz bei allen 3 grossen Landesrundfahrten (Tour de France, Giro d'Italia und Vuelta).

Cardoso 4 Jahre gesperrt

Andre Cardoso ist fast 17 Monate nach seinem positiven Dopingtest vor der Tour de France 2017 vom Radsportweltverband UCI für vier Jahre gesperrt worden. Die UCI teilte am Donnerstag mit, der Portugiese sei schuldig, die Anti-Doping-Regeln verletzt zu haben. Cardoso war der Gebrauch des Blutdopingmittels Epo nachgewiesen worden.

Andre Cardoso.
Imago Andre Cardoso.

Schurter und Neff ausgezeichnet

Nino Schurter und Jolanda Neff.
Keystone Nino Schurter und Jolanda Neff.

Die beiden Mountainbike-Stars Nino Schurter und Jolanda Neff sind von einer Fachjury und Radsportfans jeweils zum 5. Mal als Schweizer Radsportler des Jahres gewählt worden.

Schurter, der zum 3. Mal in Folge ausgezeichnet wurde, hielt dem Druck an der Heim-WM auf der Lenzerheide stand und holte seinen 7. WM-Titel im Cross-Country. Zuvor hatte der Bündner zudem den 6. Gesamtweltcupsieg gefeiert.

Neff, die die Wahl zum 5. Mal in Serie gewann, fuhr an der WM im Einzelrennen zwar "nur" auf Rang 4, siegte aber an der EM und im Gesamtweltcup.

30 Bergewertungen auf 3460 km

Christian Prudhomme
key Christian Prudhomme

Fünf Bergankünfte, darunter drei über 2000 m ü.M., sowie 30 Bergwertungen: Die Tour de France 2019 präsentiert sich anspruchsvoll.

Gestartet wird die 106. Austragung der Frankreich-Rundfahrt am 6. Juli in Brüssel. Um am 28. Juli das Ziel auf den Champs-Elysees zu erreichen, müssen 3460 km bewältigt werden.

Dazwischen bilden die Vogesen, das Massif Central, die Pyrenäen (Bergankunft auf dem Tourmalet) und die Alpen (Ankünfte in Tignes und Val Thorens) die grössten Hindernisse. Einzelzeitfahren gibt es nur eines (27 km in Pau).

Bruyneel lebenslang gesperrt

Johan Bruyneel
IMago Johan Bruyneel

Lance Armstrongs Ex-Teamchef Johan Bruyneel darf nie mehr in den Radsport zurückkehren. Der Internationale Sportgerichtshof TAS hat den 54-jährigen Belgier lebenslang gesperrt.

Der frühere Leiter des US-Postal-Teams wurde für seine Rolle in der Doping- affäre um Armstrong zur Verantwortung gezogen. Er war bei allen 7 inzwischen annullierten Tour-de-France-Siegen Armstrongs an der Seite des Texaners.

Bruyneel war in 1. Instanz zu einer zehnjährigen Sperre verurteilt worden. Dagegen zog die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA erfolgreich vor den TAS.

MOUNTAINBIKE: Neff wechselt das Team

Jolanda Neff
Keystone Jolanda Neff

Mountainbikerin Jolanda Neff wechselt auf die kommende Saison das Team. Nach zwei Jahren in der polnischen Equipe Kross nahm die 25-jährige Ostschweizerin ein Angebot des amerikanischen Teams Trek an.

Die Dominatorin der vergangenen Jahre im Mountainbike (WM-Gold 2017, EM-Gold 2018, Weltcup-Gesamtsiegerin) konzentriert sich im nächsten Jahr nicht nur auf ihre Paradedisziplin. 

Neff wird in ihrer neuen Mannschaft auch ein fester Bestandteil des Strassen- und Radquer-Teams sein.

Neues Team für Tony Martin

Der vierfache Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin wird in der kommenden Saison für das Team LottoNL-Jumbo fahren. Der 33-jährige Deutsche mit Wohnsitz im thurgauischen Mannenbach unterschrieb einen Zweijahresvertrag, wie der niederländische Radrennstall mitteilte. Martin gehörte zuletzt dem Team Katjuscha-Alpecin an.

Niederländische Siege in Bern

Mathieu van der Poel
key Mathieu van der Poel

Mathieu van der Poel und Marianne Vos haben den ersten Radquer-Weltcup in der Schweiz seit 8 Jahren gewonnen.

Van der Poel siegte in Bern nach langer Solofahrt vor Weltmeister Wout van Aert/BEL. Noch am Samstag hatte der  23-jährige Enkel des legendären Raymond Poulidor ein Rennen der Superprestige-Serie in Boom/BEL gewonnen.

Bei den Frauen setzte sich die siebenfache Radquer-Weltmeisterin Vos vor Landsfrau Annemarie Worst durch. Nicole Koller wurde als beste Schweizerin 22., genau wie Marcel Wildhaber im Männer-Rennen.