"Ich bin einfach eingebrochen"

Stefan Küng
srf Stefan Küng

Für Stefan Küng stellt Rang 9 eine Enttäuschung dar - auch wenn der Rückstand auf Sieger Dennis nur 9 Sekunden betrug. Der flache Parcours mit nur drei Kurven wäre auf den 25-Jährigen zugeschnitten gewesen.

Bei der Zwischenzeit nach 4,9 km lag er noch knapp 5 Sekunden vor Dennis. Auf dem Rückweg nach Langnau konnte er seine Pace nicht halten.

"Ich habe gespürt, dass es mir im zweiten Streckenteil nicht mehr lief. Ich bin einfach eingebrochen", sagte der Thurgauer, der letztes Jahr das Team- und Einzelzeitfahren gewonnen hatte.

Fuglsang übernimmt Spitze

Jakob Fuglsang
Imago Jakob Fuglsang

Jakob Fuglsang hat vor der letzten Etappe die Gesamtführung des Criterium du Dauphine übernommen.

Bei strömendem Regen beendete der dänische Astana-Fahrer das 7. Teilstück mit Ziel in Pipay-les-sept-Laux hinter Tagessieger Wout Poels (NED/Ineos) auf Rang 2. Er liegt nun 8 Sekunden vor dem entthronten Leader Adam Yates (GBR/Mitchelton-Scott).

Fuglsang hatte den Dauphine schon 2017 in einer dramatischen Schlussetappe gewonnen. Heuer führt die letzte Etappe vom Sonntag über 7 Bergpreise ins schweizerische Champery.

Dennis erster TdS-Leader

Rohan Dennis
key Rohan Dennis

Rohan Dennis hat den Prolog zur Tour de Suisse in Langnau gewonnen. Der Australier aus dem Bahrain-Merida-Team gewann das Rennen über 9,5 km gegen die Uhr 15 Hundertstel vor dem Polen Maciej Bodnar (Bora-Hansgrohe).

Schon 2017 in Cham hatte Dennis den Prolog gewonnen, damals vor seinem BMC-Teamkollegen Stefan Küng. Der Thurgauer, seit diesem Jahr für Groupama-FDJ tätig, musste sich mit Rang 9 begnügen. Dennoch war er damit bester Schweizer.

Tom Bohli wurde 12. Pech hatte Marc Hirschi. Der U23-Weltmeister musste das Rennen bei Regen absolvieren.

Albasini bleibt Nationaltrainer

Marcello Albasini
keystone Marcello Albasini

Marcello Albasini, der Vater von Radprofi Michael Albasini, springt vorerst bis Ende Jahr interimistisch als Schweizer Nationaltrainer ein. Swiss Cycling befindet sich derzeit auf der Suche nach einem Nachfolger für Danilo Hondo, der nach seinem Doping-Geständnis entlassen wurde. Albasini betreut das Nationalteam nicht nur an der am Samstag beginnenden Tour de Suisse, sondern auch an der Strassen-WM in Yorkshire (22. bis 29. September).

Fragezeichen um Thomas' Form

Geraint Thomas.
Imago Geraint Thomas.

Als Kronfavorit bei der Schweizer Landesrundfahrt wird Geraint Thomas gehandelt. Der Waliser bereitet sich als  einer der wenigen Rundfahrten-Spezialisten hierzulande auf die Tour de France (ab 6. Juli) vor. Fraglich ist, ob der 33-Jährige schon die Form hat, um das anspruchsvolle 9-Etappen-Rennen zu gewinnen. Tendenzen dazu gibt es keine; sein letztes Rennen bestritt Thomas im Mai mit der Tour de Romandie.

Der meistgenannte einheimische Anwärter auf eine Spitzenklassierung in der   Gesamtwertung ist Mathias Frank. Bei seinem 3. Start möchte er zum 3. Mal das gelbe Leadertrikot erobern.

Königsetappe mit 3 Pässen

Posieren vor der Klosterkirche Einsiedeln.
Keystone Posieren vor der Klosterkirche Einsiedeln.

Die 83. Tour de Suisse wird am Samstag mit einem Zeitfahren in Langnau lanciert (ab 15 Uhr, SRF zwei). Insgesamt haben die 147 eingeschriebenen Fahrer bis ins Ziel in Ulrichen 1172,7 km und fast 19'000 Höhenmeter zurückzulegen.

Die Entscheidung im Kampf um den Sieg im Gesamtklassement wird erst in der zweiten Wochenhälfte fallen. Dann stehen die Bergankünfte nach Flumserberg und auf den Gotthardpass sowie die   Königsetappe über Furka-, Susten- und Grimselpass auf dem Programm.

Vorjahressieger Richie Porte fehlt, er startet aktuell beim Dauphine.

Kristoff ist neu Rekord-Sieger

Der Norweger Alexander Kristoff hat beim Grand Prix des Kantons Aargau  seinen Sieg aus dem Vorjahr wiederholt. Mit dem insgesamt 3. Erfolg nach 2015 und 2018 machte sich der 31-Jährige zum Rekordsieger beim wichtigsten Eintagesrennen in der Schweiz.

Als bester Schweizer klassierte sich bei den Gippinger Radsporttagen Fabian Lienhard im 7. Rang.

Michael Albasini, der wie Kristoff als zweifacher Sieger (2011 und 2013) ge- startet war, reichte es zum 10. Platz. Sämtliche Ausreissversuche zuvor waren wie fast immer gescheitert.

Alexander Kristoff.
Keystone Alexander Kristoff.

Cobo verliert wohl Vuelta-Sieg

Wout van Aert
imago images Wout van Aert

Dem inzwischen zurückgetretenen Juan José Cobo Acebo könnte der Vuelta-Sieg von 2011 aberkannt werden. Der Radsport-Weltverband UCI teilt mit, dass der Spanier wegen eines Verstosses   gegen die Anti-Doping-Bestimmungen im Zeitraum von 2009 bis 2011 für 3 Jahre gesperrt wird. Als Sieger würde der  aktuell schwer verletzte Chris Froome/GBR nachrücken. 

-Wout van Aert, 3-facher Radquer-Weltmeister, macht auf jedem Terrain gute Figur. Einen Tag nach seinem Sieg im Einzel-Zeitfahren gewann der Belgier in Voiron beim Critérium du Dauphiné im Spurt auch die 5. Etappe.