Kündigung nach tödlichem Irrtum

Eine weisse Polizistin, die einen unbewaffneten Schwarzen in seiner eigenen Wohnung erschossen hat, ist von der Polizei entlassen worden. Sie kann gegen ihre Entlassung Einspruch erheben.

Der Vorfall ereignete sich Anfang September in Dallas nach Dienstende der Polizistin. In der Meinung, sie sei in ihrer eigenen Wohnung, und der Mann sei ein Einbrecher, erschoss sie ihn. Laut der Zeitung «Dallas Morning News» irrte sich die Polizistin in der Etage.

Das 26-jährige Opfer stammte aus dem karibischen Inselstaat St. Lucia. Die Anwälte seiner Familie nannten die Entlassung als «ersten Sieg». Die Familie fordere eine «echte Mordermittlung».

Grizzlies wieder geschützt

Die Grizzly-Bären in den nördlichen Rocky Mountains stehen für wieder unter Schutz. Ein US-Richter verhindert mit einem Urteil, dass in den Staaten Wyoming und Idaho zum ersten Mal seit fast drei Jahrzehnten Jagd auf die Bären gemacht werden darf.

Zweimal schon hatte der Richter zuvor den Beginn der Jagd hinausgezögert. Letztes Jahr hatte das US-Innenministerium den Schutz für mehr als 700 Grizzly-Bären im und um den Yellowstone Nationalpark aufgehoben.

Mit dem Argument, die Bären hätten sich in den letzten Jahren so stark vermehrt, dass sie nicht länger eine bedrohte Art seien, hatte das Ministerium seinen Entscheid begründet.

Gewalt in Nicaragua fordert 500 Opfer

Die politische Krise in Nicaragua hat bisher über 500 Menschen das Leben gekostet. Seit Beginn der gewalttätigen Auseinandersetzungen im April wurden laut der Menschenrechtsorganisation ANPDH mehr als 4000 weitere Menschen verletzt, über 1400 seien verschwunden, vom Grossteil fehle jede Spur.

Nicaragua befindet sich in der schwersten Krise seit Jahrzehnten. Ausgelöst wurde sie durch eine geplante Sozialreform der Regierung.

Obwohl diese zurückgezogen wurden, protestierten die Menschen weiter für den Rücktritt von Präsident Daniel Ortega. Die Lage geriet ausser Kontrolle, als regierungsnahe Gruppen und Polizisten die Demonstranten angriffen.

Klage in den USA: Job verursacht Trauma

Keystone

Eine ehemalige Mitarbeiterin von Facebook hat Klage gegen den Konzern eingereicht, weil das Online-Netzwerk seine Mitarbeitenden nicht genügend vor den Folgen verstörender Inhalte schütze.

Laut ihren Anwälten entfernte die Frau anstössige Bilder und Videos. Dabei sei sie traumatisiert worden, was eine posttraumatische Belastungsstörung ausgelöst habe. Mitarbeitende wie sie würden mit Videos und Bildern von Mord, Kindsmissbrauch, Tiersex, Folter und anderen Grausamkeiten konfrontiert.

Laut einer Stellungnahme von Facebook räumte das Unternehmen ein, dass diese Arbeit häufig schwierig sei. Man prüfe die Behauptungen.

USA und Südkorea unterzeichnen Abkommen

Die USA und Südkorea haben ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. US-Präsident Donald Trump und Südkoreas Präsident Moon Jae-iIn signierten das Papier am Rande der UNO-Generalversammlung in New York. Über Einzelheiten des Abkommens ist noch nichts bekannt. Zur Sprache kam bei dem Treffen auch die Beziehung zu Südkoreas Nachbar Nordkorea.

Chile mit Entwicklungsplan für Mapuche

Die chilenische Regierung hat einen milliardenschweren Entwicklungsplan für die Region der indigenen Mapuche-Bevölkerung angekündigt.

Im Laufe der nächsten Jahre sollen acht Milliarden Dollar in die südliche Region fliessen, so Staatschef Sebastian Pinera. Unter anderem sollen die indigenen Völker verfassungsmässig anerkannt werden und durch ein Quotengesetz im Parlament vertreten sein.

Der Vorsitzende des Rates der Mapuche-Bürgermeister hat sich gegenüber einem lokalen Radiosender skeptisch gezeigt, was den Erfolg der Quotenregelung angeht. Eine solche sei in anderen Ländern gescheitert.

Demonstranten belagern Senatoren

Potestaktion im Kapitol in Washington.
Keystone Potestaktion im Kapitol in Washington.

Hunderte Demonstranten sind in Washington vor die Senatorenbüros gezogen, um gegen die von Präsident Donald Trump angestrebte Ernennung von Brett Kavanaugh zum Obersten Richter zu kämpfen.

Missbrauchsvorwürfe haben Kavanaugh schwer unter Druck gesetzt. Inzwischen haben zwei Frauen Kavanaugh sexuelle Übergriffe in den 1980er-Jahren vorgeworfen. Als erste potenziell Betroffene hatte sich die Psychologie-Professorin Christine Blasey Ford zu Wort gemeldet. Sie und Kavanaugh sollen am Donnerstag im US-Senat getrennt angehört werden.

Trump hatte sich am Montag hinter Kavanaugh gestellt. Für dessen Ernennung ist seit letztem Jahr nur noch eine einfache Mehrheit im Senat notwendig.

Wirbelsturm «Florence» kostet Millarden

In den USA kostet der Wirbelsturm Florence die Versicherungen bis zu 5 Mrd. Dollar. Das hat die Risiko-Analysefirma RMS berechnet. Darin eingerechnet seien Schäden durch Sturm, Sturmfluten und Hochwasser. Florence zog vor rund zwei Wochen über den Südosten der USA. Der Sturm brachte enorme Wassermassen mit sich. Mehrere Menschen kamen ums Leben.