Weitere Massenproteste

Trotz einer Ankündigung der Regierung, ein umstrittenes Gesetz zur Auslieferung mutmasslicher Straftäter an China auf Eis zu legen, ist am Sonntag erneut ein grosser Protestzug mit Zehntausenden Menschen durch die Finanzmetropole gezogen.

Sie fordern neben der definitiven Einstellung der Beratungen über das Auslieferungsgesetz nun auch den Rücktritt von Regierungschefin Carrie Lam. Man wolle mit den Protestmärschen so lange weitermachen, bis die Forderungen erfüllt seien, hiess es vonseiten der Organisatoren.

Für Montag haben Aktivisten zu einem Generalstreik aufgerufen.

Sara Netanyahu verurteilt

Die Frau von Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu, Sara Netanyahu, wurde von einem Gericht verurteilt. Dies teilte die Staatsanwaltschaft in Jerusalem mit.

Die 60-Jährige muss eine Rückerstattung von umgerechnet 12'000 Franken und eine Busse von rund 3000 Franken bezahlen. Ihr wurde vorgeworfen, innerhalb von drei Jahren bei Gourmet-Restaurants Speisen im Wert von umgerechnet über 50'000 Franken auf Staatskosten bestellt zu haben.

Dies ist laut dem israelischen Gesetz verboten, wenn ein Koch im Hause angestellt ist, der vom Staat bezahlt wird. 

Tansania fürchtet Ebola-Epidemie

Nach Ebola-Toten in Uganda fürchtet auch das Nachbarland Tansania ein Übergreifen der Epidemie. Sie war vor zehn Monaten in der Demokratischen Republik Kongo ausgebrochen und griff zuletzt auf Uganda über.

«Ich möchte die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass in unserem Land die Gefahr einer Ebola-Epidemie besteht», teilte die tansanische Gesundheitsministerin Ummy Mwalimu am Sonntag auf Twitter mit.

Seit vergangenem August infizierten sich in der Demokratischen Republik Kongo mehr als 2000 Menschen mit dem Virus, mehr als 1400 Patienten starben. In Uganda wurden bislang drei Fälle registriert.

Zwischenfall am Flughafen Newark

Der internationale Flughafen Newark bei New York ist wegen eines Zwischenfalls mit einer Maschine der US-Gesellschaft United Airlines am Samstag kurzzeitig geschlossen worden.

Die Passagiere konnten aus der Maschine gebracht werden, es gab einige leicht Verletzte. Das Flugzeug mit 166 Menschen an Bord kam aus Denver im Bundesstaat Colorado und kam bei der Landung in Newark teilweise von der Landebahn ab, wie die Fluglinie und die US-Luftfahrtbehörde FAA mitteilten.

Die Maschine hatte demnach mehrere platte Reifen. Bei ankommenden und abgehenden Flügen in Newark kam es zu rund einstündigen Verspätungen.

Erdbeben der Stärke 7,2 in Neuseeland

Nach einem Beben im Pazifik im Nordosten Neuseelands haben die Behörden des Inselstaats zwischenzeitlich eine Tsunami-Warnung herausgegeben. Die Warnung wurde kurze Zeit später aufgehoben. Das Beben hatte gemäss US-Erdbebendienst eine Stärke von 7,2. An den Küsten Neuseelands sei allerdings mit ungewöhnlich starken Strömungen zu rechnen.

Besatzung eines Öltankers in Dubai

Zwei Tagen nach den Explosionen auf zwei Tankschiffen im Golf von Oman ist die 23-köpfige Besatzung des norwegischen Schiffes am Samstag in Dubai eingetroffen.

Gemäss einem Sprecher der zuständigen Reederei, sind die Besatzungsmitglieder gesund gelandet, sie seien in Iran gut behandelt worden.

Am Donnerstagmorgen war es im Golf von Oman zu Explosionen auf einem norwegischen und einem japanischen Tankschiff gekommen. Die USA, Grossbritannien und Saudi-Arabien werfen Iran vor, die beiden Schiffe angegriffen zu haben. Iran weist die Vorwürfe zurück.

Tote bei Auseinandersetzungen

In Benin ist die Polizei mit Gewalt gegen oppositionelle Demonstranten vorgegangen. In der Stadt Savé haben Polizisten mindestens zwei Menschen erschossen, wie der Stadtpräsident angab.

Die Demonstranten hatten Barrikaden errichtet und während Tagen eine Landstrasse blockiert. Das Innenministerium des westafrikanischen Landes sprach von rund 50 Polizisten, die bei den Zwischenfällen verletzt wurden.

Vor mehr als sechs Wochen haben in Benin Parlamentswahlen stattgefunden: Wegen eines neuen Wahlgesetzes waren aber bloss zwei Parteien zur Wahl zugelassen. Beide stehen dem Präsidenten nahe.

Zuzana Caputova im Amt

Zuzana Caputova ist Präsidentin der Slowakei.
Reuters Zuzana Caputova ist Präsidentin der Slowakei.

In der Slowakei hat die neue Präsidentin Zuzana Caputova ihr Amt offiziell angetreten. Sie wolle zu einer konstruktiven Zusammenarbeit beitragen, sagte die liberale Caputova bei der Festsitzung des Parlaments in der Hauptstadt Bratislava. Die Feierlichkeiten zum Amtsantritt dauerten den ganzen Tag.

Caputova war im März zur Nachfolgerin von Andrej Kiska gewählt worden. Die 45-Jährige ist das erste weibliche Staatsoberhaupt der Slowakei.

Die den ganzen Tag dauernden Feierlichkeiten von der Vereidigung über militärische und kirchliche Zeremonien bis zu Kranzniederlegungen wurden live im TV übertragen.