Zahl der Toten steigt

Das neuartige Corona-Virus hat sich in China weiter ausgebreitet. Bisher seien 544 Menschen erfasst worden, die an der Lungenkrankheit litten, berichten chinesische Medien. 17 Personen seien bisher gestorben.

Die Lungenkrankheit ist zudem vereinzelt in Hongkong, Taiwan, Südkorea und den USA aufgetreten.

Heute Abend beraten Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO, welche Gefahr von der Krankheit ausgeht und wie eine weitere Verbreitung gestoppt werden kann. Die WHO will noch heute entscheiden, ob sie den internationalen Gesundheitszustand ausruft. 

Sturmtief Gloria erreicht Frankreich

In Südfrankreich warnen die Behörden wegen des Sturmtiefs Gloria vor Überschwemmungen. Der Fluss Agly bei Per-pignan habe einen kritischen Wasserstand erreicht.

In vielen Gemeinden der Grenzregion zu Spanien wurden Evakuierungen angeordnet und Strassen gesperrt. Der französische Wetterdienst rief für die Region an den Pyrenäen die höchste Warnstufe aus. Bereits seit Montagabend regnet und schneit es dort heftig.

Am Sonntag und Montag waren in Spanien vier Personen im Zusammenhang mit dem Sturmtief ums Leben gekommen.

Indiens Justiz zu Einbürgerungsgesetz

Seit Wochen wird gegen das Gesetz demonstriert.
Key/Archiv Seit Wochen wird gegen das Gesetz demonstriert.

Indiens Regierung muss Stellung nehmen zu dem neuen Einbürgerungsgesetz. Das fordert das Oberste Gericht.

Die Regierung habe einen Monat Zeit, auf Beschwerden zu reagieren, teilte das Gericht in Neu Delhi mit. Das Gesetz erleichtert illegal eingereisten Personen aus drei mehrheitlich muslimischen Nachbarstaaten die Einbürgerung, sofern sie keine Muslime sind.

Seit Wochen demonstrieren Tausende in Indien dagegen. Es sind die grössten Proteste seit dem Amtsantritt von Regierungschef Narendra Modi vor über 5 Jahren. Die Politik unter Modi erinnere ihn an die Entwicklung in Nazi-Deutschland, sagte Pakistans Regierungschef Imran Khan am Rande des WEF in Davos.

Waffenruhe in Libyen gebrochen

Der Flughafen in der libyschen Hauptstadt Tripolis ist mit Raketen angegriffen worden. Der Flugverkehr wurde unterbrochen.

Sechs Raketen seien auf dem Flughafen im Zentrum der Stadt eingeschlagen, teilte ein Militärsprecher mit. Er sprach von einem Verstoss gegen die geltende Waffenruhe. Opfer oder Schäden habe es nicht gegeben. Die Regierung macht Truppen von General Haftar für den Angriff verantwortlich.

Haftar ist der Gegenspieler der international anerkannten libyschen Regierung. Haftars Truppen äusserten sich bisher nicht zum Angriff.

Fleisch mit Verdacht auf Schweinepest

Wegen der Afrikanischen Schweinepest haben die italienischen Zollbehörden zehn Tonnen Schweinefleisch aus China beschlagnahmt. Es könnte mit der Afrikanischen Schweinepest verseucht sein, teilt die Finanzpolizei der norditalienischen Stadt Padua mit.

Das tiefgefrorene, illegal importierte Fleisch war zwischen Kartons mit Gemüse versteckt. Es sei für den Verzehr in örtlichen Chinarestaurants bestimmt gewesen. Dort gebe es einen Bedarf an billigem Fleisch, so die Behörden.

Der Erreger der Afrikanischen Schweinepest ist für Tiere tödlich, für Menschen aber ungefährlich. In China grassiert die Tierkrankheit seit längerem.

Parteivorsitz von Di Maio wackelt

Di Maio will offenbar den Vorsitz der Fünf-Sterne-Bewegung abgeben.
Keystone-SDA Di Maio will offenbar den Vorsitz der Fünf-Sterne-Bewegung abgeben.

Der Chef von Italiens Regierungspartei Fünf Sterne, Luigi Di Maio, will den Parteivorsitz abgeben. Das hat er laut italienischen Medien den Ministern seiner Gruppierung mitgeteilt.

Seinen Regierungsposten als Aussenminister wolle Di Maio hingegen behalten, heisst es weiter. Der 33-Jährige ist in seiner Partei umstritten. Mehr als 30 Parlamentarierinnen und Parlamentarier haben die Fünf-Sterne-Bewegung verlassen, zwei davon erst am Dienstag.

Am Sonntag wird in den Regionen Emilia-Romagna und Kalabrien gewählt. Der Fünf-Sterne-Bewegung droht ein schlechtes Ergebnis. Die Krise setzt die Regierungskoalition in Rom weiter unter Druck.

Flughäfen reagieren

Der Londoner Flughafen Heathrow hat Massnahmen wegen der Lungenkrankheit getroffen.
Keystone-SDA/Archiv Der Londoner Flughafen Heathrow hat Massnahmen wegen der Lungenkrankheit getroffen.

Als Reaktion auf die Ausbreitung der neuartigen Lungenkrankheit ergreift auch der Londoner Flughafen Heathrow Massnahmen. Wie Medien berichten, sollen Flüge aus der am meisten betroffenen Region in China künftig in separaten Bereichen abgefertigt werden.

Experten vermuten, dass das neuartige Corona-Virus von einem Markt in der chinesischen Stadt Wuhan stammt. In Rom sollen Verdachtsfälle an Bord landender Flugzeuge aus Wuhan künftig überprüft werden, wie das italienische  Gesundheitsministerium mitteilt.

Die Flughäfen in Zürich und Genf wollen vorerst abwarten, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA schreibt. Man warte auf mögliche Vorgaben des Bundes.

Erste Staatspräsidentin

Die neue griechische Staatspräsidentin Ekaterini Sakellaropoulou.
Keystone-SDA/Archiv Die neue griechische Staatspräsidentin Ekaterini Sakellaropoulou.

Mit Ekaterini Sakellaropoulou erhält Griechenland zum ersten Mal überhaupt eine Staatspräsidentin. Das Parlament in Athen hat die 63-jährige Juristin im ersten Wahlgang mit 261 von 300 Stimmen bestätigt. Für die Wahl waren 200 Stimmen notwendig. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Sakellaropoulou folgt auf den Konservativen Prokopis Pavlopoulos, dessen fünfjährige Amtszeit im März regulär endet. Sie war bisher Richterin und Präsidentin des obersten griechischen Verwaltungsgerichtshofes.

Das griechische Staatsoberhaupt hat rein repräsentative Aufgaben.