Waldbrände nahe Bordeaux in Frankreich

Es wüten erneut Waldbrände im Südwesten Frankreichs. Seit Mittwochnachmittag sind im Departement Gironde laut den Behörden im Hauptort Bordeaux rund 6000 Hektar Wald verbrannt. Bereits im Juli brannte es dort. Tausende haben ihre Häuser aus Sicherheitsgründen verlassen müssen. 16 Gebäude sind vom Feuer zerstört worden. Verletzte gebe es nicht.

Kohleembargo der EU tritt in Kraft

Die Länder der Europäischen Union haben weitere Sanktionen gegen Moskau wegen des Angriffskriegs in der Ukraine verhängt.

So dürfen EU-Länder keine Kohle mehr aus Russland importieren. Ab Donnerstag ist das sogenannte Kohleembargo in Kraft. Dieses Importverbot von russischer Kohle ist eine von mehreren Sanktionen der EU gegen den Kreml.

Im April schätzte die EU-Kommission, dass Russland pro Jahr rund 8 Milliarden Euro weniger verdienen wird wegen des Kohleembargos.

SRF-Auslandredaktor zur Krim-Explosion

Auf der Halbinsel Krim ist es zu einer Explosion gekommen. Über die Ursachen und darüber, ob die Ukraine hinter der Detonation steckt, wird bislang spekuliert.

SRF-Auslandredaktor Philipp Scholkmann sagt, dass nur gesichert sei, dass es die Explosionen auf der Luftwaffenbasis wirklich gab. «Es ist auch die Rede von einem Getöteten und mehreren Verletzten», so Scholkmann. Ob die ukrainische Armee dahinter steckt, darüber könne man nur spekulieren.

Wenn es sich tatsächlich um einen Angriff der ukrainischen Armee so weit hinter der Frontlinie handeln würde, wäre das auf jeden Fall eine neue Dimension, so Scholkmann weiter.

Keine Kohle mehr aus Russland

Die EU-Staaten dürfen von diesem Donnerstag an keine Kohle mehr aus Russland importieren.

Um Mitternacht endet die Übergangsperiode für das Kohle-Embargo gegen Russland, das die EU-Staaten als Teil des fünften Sanktionspakets im April beschlossen haben. Damit sich die Industrie auf das Einfuhrverbot einstellen konnte, haben sich die Länder damals auf eine Übergangsfrist von 120 Tagen geeinigt.

Ziel des Importstopps ist es, die russische Wirtschaft vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine weiter zu schwächen. Das Kohle-Embargo könnte ein Minus von rund acht Milliarden Euro pro Jahr für Russland bedeuten.

Migranten-Boot vor Tunesien gekentert

Vor der Küste Tunesiens ist ein Boot mit 30 Migrantinnen und Migranten an Bord gekentert.

Sechs Menschen seien dabei ums Leben gekommen, berichtet die tunesische Nachrichtenagentur TAP. Unter den Toten seien drei Frauen und drei Kinder. Das Boot kenterte auf dem Weg von Tunesien in Richtung Italien. 20 Menschen konnten von der Küstenwache gerettet werden. Weitere würden noch vermisst.

Immer wieder versuchen Migrantinnen und Migranten, von Tunesien übers Mittelmeer nach Italien zu gelangen.

Rettungsaktion für Beluga in der Seine

In Frankreich konnte ein verirrter Belugawal aus der Seine gehoben und auf ein Transportschiff verlegt werden. Der Beluga soll zu Untersuchungen für drei Tage in ein Salzwasserbecken überführt werden. Später soll er per Lastwagen bis ans Meer gefahren und dort ausgesetzt werden.

15 Tote Soldaten in Burkina Faso

Bei zwei Minenexplosionen in Burkina Faso sind 15 Soldaten getötet worden. Wie der Generalstab des westafrikanischen Landes erklärte, fuhr ein Fahrzeug auf eine Mine, die darauf detonierte. Bei der Rettung sei dann die zweite Mine explodiert.

Energiekonzern verlangt Entschädigung

Der französische Energiekonzern EDF verlangt vom Staat rund acht Milliarden Euro Entschädigung für Massnahmen gegen den Strompreisanstieg, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt.

Die französische Regierung hatte den Konzern zu Jahresbeginn verpflichtet, eine höhere Menge Atomstrom zu festgelegtem Preis an Konkurrenten zu verkaufen. Das sollte den Strompreis auch bei denjenigen Menschen deckeln, die Strom nicht direkt von EDF beziehen. Der Energieriese hatte noch im Januar angekündigt, der Schritt könne den Gewinn um bis zu 8,4 Milliarden Euro drücken.

Auch den Staatsrat habe man eingeschaltet, denn der Konzern befinde sich mehrheitlich in Staatshand.