Anderson verpasst US Open

Kevin Anderson
Imago Images Kevin Anderson

Der zweifache Grand-Slam-Finalist   Kevin Anderson (ATP 17) tritt nicht zu den am Montag beginnenden US Open an. Der 33-jährige Südafrikaner laboriert an einer Verletzung im rechten Knie. Anderson hat in Flushing Meadows 2017 und in Wimbledon 2018 das Endspiel erreicht, unterlag aber Rafael Nadal bzw. Novak Djokovic.

Alpiger und Käser out

Nick Alpiger
srf Nick Alpiger

Mit Nick Alpiger und Remo Käser haben zwei prominente Athleten für den zweiten Tag des Eidgenössischen in Zug verletzungsbedingt Forfait erklärt.

Bei Alpiger, dem grössten Hoffnungsträger der Nordwestschweizer, brach im 2. Gang die Hüftverletzung wieder auf, die er sich auf dem Weissenstein zugezogen hatte. Er verliess das Fest an Krücken.

Auch Käser leidet an den Folgen einer alten Verletzung. Der Berner hatte im Juni einen Bandscheibenvorfall erlitten, seine Teilnahme am Eidgenössischen stand lange Zeit auf der Kippe.

Hongkonger Aktivist: Westen soll helfen

Der Westen sollte die Demokratiebewegung in Hongkong nach Meinung des Aktivisten Ray Wong stärker unterstützen.

Es gehe darum, China deutlich den Willen zum Schutz universeller Werte und Menschenrechte zu zeigen, sagte der als politischer Flüchtling im deutschen Göttingen lebende 25-Jährige. «Meiner Meinung nach hat China keine Sorge, Leute in Hongkong, Taiwan und Tibet oder Uiguren zu unterdrücken, weil es keine Konsequenzen dafür (zu spüren) bekommt», erklärte Wong.

Der 25-Jährige und der 27-jährige Alan Li sind die ersten Aktivisten aus Hongkong, von denen bekannt ist, dass sie in Europa politischen Schutz erhielten.

Dutzende Festnahmen

Die Polizei in Hongkong hat nach Angaben vom Sonntag nach Zusammenstössen mit Demonstranten 29 Menschen festgenommen.

Darunter sei auch der Organisator des Protestmarschs vom Samstag, berichtete der Sender RTHK. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die regierungskritischen Proteste aufzulösen. Aktivisten warfen Molotow-Cocktails und Steine, andere zerstörten Strassenlaternen, die mit Überwachungskameras ausgestattet waren. Strassenbarrieren wurden mit Bambusstäben errichtet.

Auch für Sonntag werden weitere Demonstrationen erwartet.In Hongkong demonstrieren seit Wochen Hunderttausende Menschen.

«Riesige Raketenwerfer»

Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hat nach einem Bericht der Staatsmedien den Test eines «riesigen Mehrfach-Raketenwerfers» überwacht.

Kim habe das «neu entwickelte» System als eine «grossartige Waffe» gelobt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Den Angaben vom Sonntag zufolge erklärte der nordkoreanische Machthaber, das Land müsse die Entwicklung von Waffen weiter vorantreiben, um die «ständig steigenden militärischen Bedrohungen durch feindliche Kräfte resolut zu durchkreuzen».

Am Samstag testete das Land nach Angaben Südkoreas offenbar erneut Kurzstrecken. Das Land hatte zuletzt mehrfach ballistische Raketen abgefeuert.

Handelsstreit China-USA: FED warnt

Nach der weiteren Zuspitzung des Handelsstreits zwischen den US und China warnt die US-Notenbank (Fed) vor Gefahren für die US-Wirtschaft.

Je mehr dieser Handelskrieg eskaliere, desto mehr müsse das für ein Szenario eines schwachen Wachstums berücksichtigt werden, sagte die Präsidentin des fed-Ablegers aus Celveland, Loretta Mester, am Samstag. Wenn es viele Unsicherheiten gebe, würden viele Unternehmer und Verbraucher erwägen, sich besser zurückzuhalten: «Ich glaube, hier gibt es ein grosses Abwärtsrisiko.»

Ob der Handelsstreit und andere politischen Entwicklungen die US-Wirtschaft unter das erwartete Wachstum von zwei Prozent drücken, sei noch unklar.

G7-Gipfel: Erste Festnahmen nach Demos

Harte Proteste rund um den G7-Gipfel.
keystone Harte Proteste rund um den G7-Gipfel.

Am Rande des G7-Gipfels im südwestfranzösischen Biarritz sind mindestens 68 Menschen festgenommen worden.

38 von ihnen seien in Polizeigewahrsam, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am späten Samstagabend unter Berufung auf die Präfektur. Gewahrsam dient unter anderem dazu, Verdächtige zu befragen und ihre Äusserungen zu überprüfen. Er kann von 24 auf bis zu 48 Stunden verlängert werden. 

In Bayonne, der Nachbarstadt von Biarritz, waren am Abend bei einer ungenehmigten Demonstration Steine geflogen, die Sicherheitskräfte setzten Wasserwerfer und Tränengas ein. Die französische Regierung hat über 13'000 Sicherheitskräfte mobilisiert.

Riesige Urwald-Brände in Bolivien

Verzweifelter Kampf gegen riesige Urwaldfeuer in Bolivien.
keystone Verzweifelter Kampf gegen riesige Urwaldfeuer in Bolivien.

Seit Tagen wütende Brände haben in Bolivien schon fast eine Million Hektar Urwald vernichtet.

Die Brände erstreckten sich über eine Gesamtfläche von 950'000 Hektar, erklärte die Landes-Forstverwaltung. 32 Prozent des Chiquitano-Waldes seien zerstört, 1871 Familien in dutzenden Ureinwohner-Siedlungen seien betroffen. Die Feuerwehr kämpft seit Tagen gegen die durch illegale Brandrodung ausgelösten Feuer. Dabei ist auch ein US-Löschflugzeug im Einsatz. Am Boden kämpfen Feuerwehr, Armee, Polizei und Freiwillige gegen die Flammen.

Boliviens Präsident Evo Morales rief die übrigen Staaten der Amazonas-Region zu einer Krisensitzung auf.