Roboter auf Einkaufsliste des Bundes

Roboter, nicht menschen sollen Strahlung vor Ort messen.
Reuters Roboter, nicht menschen sollen Strahlung vor Ort messen.

Ob Terrorismus oder Unfälle in Atomkraftwerken: Die Bedrohung durch Radioaktivität ist heute gegenwärtiger als auch schon. Die Schweiz ist allerdings nicht gut genug gegen nukleare Katastrophen gerüstet, findet der Bund.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz kauft deshalb bis nächstes Jahr drei technisch anspruchsvolle Roboter, die radioaktive Gefahrenherde beseitigen können. Kostenpunkt laut Marktbeobachtern: bis zu einer Million Franken.

Dazu will das Amt Drohnen anschaffen, die Radioaktivität messen können, sollte in der Schweiz plötzlich eine grosse Fläche verseucht sein. Die Kosten für diese Geräte sind noch unklar.

Trump schlägt sofortige Ausweisung vor

Trump macht seiner harten Linie alle Ehre.
Keystone Trump macht seiner harten Linie alle Ehre.

Illegale Einwanderer sollen nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump künftig sofort und ohne Verfahren ausgewiesen werden. «Wir können es nicht zulassen, dass all diese Leute in unser Land einmarschieren», twitterte er.

«Wenn jemand reinkommt, müssen wir sie sofort, ohne Richter oder Gerichtsverfahren, dahin zurückbringen, wo sie hergekommen sind», schrieb er weiter. Der US-Präsident schlug damit vor, dass die Vereinigten Staaten künftig den Rechtsweg, der von der US-Verfassung jedem Menschen garantiert wird, bei Migranten umgehen sollen.

Trump hat Einwanderer wiederholt mit Kriminalität in Verbindung gebracht.

Gössi verteidigt Cassis bei EU-Dossier

FDP-Präsidentin Petra Gössi spricht an der Delegiertenversammlung der FDP vom Samstag in Airolo.
Keystone FDP-Präsidentin Petra Gössi spricht an der Delegiertenversammlung der FDP vom Samstag in Airolo.

FDP-Präsidentin Petra Gössi nimmt Aussenminister Ignazio Cassis in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Montag in Schutz. Er habe bei den Verhandlungen mit der EU keine rote Linie überschritten, wird sie zitiert.

SP-Präsident Christian Levrat hatte Cassis am Samstag angegriffen, weil dieser laut darüber nachgedacht hatte, ob sich die flankierenden Massnahmen zum Schutz von Schweizer Löhnen nicht anpassen liessen. Gössi verteidigt ihren Parteikollegen: Es müsse möglich sein, über Prozesse und neue technologische Mittel nachdenken zu dürfen.

«Gerade als Tessiner käme es ihm nie in den Sinn, die flankierenden Massnahmen aufs Spiel zu setzen», so Gössi weiter.

Rechtsradikale festgenommen

Antiterrorermittler haben in Frankreich zehn Personen aus radikalen rechtsextremistischen Kreisen festgenommen. Sie hätten einen Anschlag geplant, teilte Innenminister Gerard Collomb mit.

Die Verdächtigen hätten Verbindungen mit der Ultrarechten, hiess es weiter. Weitere Details gab Collomb nicht bekannt. Die Zeitung «Le Parisien» berichtete, die Gruppe habe Attentate auf islamische Einrichtungen geplant. Bei den Festnahmen hätten die Ermittler mehrere Waffen gefunden.

Die Antiterrorstaatsanwaltschaft habe in dem Fall schon vor über zwei Monaten mit Vorermittlungen begonnen.

Dutzende Tote bei Angriffen in Nigeria

Bei Auseinandersetzungen zwischen Nomaden und Bauern in Nigeria sind nach Angaben der Polizei 86 Menschen getötet worden. Für den Angriff seien mutmasslich nomadische Viehzüchter verantwortlich, teilte die Polizei mit.

Es habe im Bundesstaat Plateau Todesopfer gegeben, bestätigte auch die nigerianische Regierung, ohne eine Zahl zu nennen. Man wolle alles unternehmen, um die Angreifer zu finden, sagte Präsident Muhamadu Buhari.

Immer wieder kommt es im westafrikanischen Land zu Kämpfen zwischen Nomaden und Bauern, weil Land und Ressourcen knapp sind.

Abschied von Sir Simon Rattle in Berlin

An seinem letzten Konzert mit den Berliner Philharmonikern: Sir Simon Rattle.
Keystone An seinem letzten Konzert mit den Berliner Philharmonikern: Sir Simon Rattle.

Letzter Auftritt als Chef der Berliner Philharmoniker und ein Versprechen: Mit dem diesjährigen Waldbühnen-Konzert hat sich Sir Simon Rattle am Sonntagabend noch einmal von seinem Orchester und dem Berliner Publikum verabschiedet.

Nach 16 Jahren ist er damit als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker abgetreten. In der ausverkauften Waldbühne versprach der 63-Jährige aber auch: «See you very soon» (Wir sehen uns bald wieder). Vergangene Woche hatte er bereits in der Philharmonie, dem Stammhaus des Orchesters am Berliner Tiergarten, ein Abschiedskonzert gegeben.

Kirill Petrenko, aktuell bei der Bayerischen Staatsoper, wird Rattles Position übernehmen, aber erst 2019/2020.

Algerien entlässt Madjer

Rabah Madjer
Imago Rabah Madjer

Nach nur 8 Monaten im Amt ist Algeriens Nationaltrainer Rabah Madjer entlassen worden. Der 58-jährige WM-Held von 1982 hat eine Bilanz von 4 Siegen in 8 Testspielen vorzuweisen. Dass Algerien die WM verpasste, lag nicht an ihm: Er trat sein Amt erst danach an.

WM 2018: Kolumbien zeigt Reaktion

Radamel Falcao
Reuters Radamel Falcao

Im anderen Spiel der Gruppe H kam    Kolumbien gegen Polen zu einem auch in dieser Höhe verdienten 3:0-Sieg.

Damit haben die Südamerikaner trotz ihrer Startpleite gegen Japan die Achtelfinal-Quali in den eigenen Händen. Die noch punktelosen Polen müssen nach der Vorrunde die Heimreise antreten.

Das mit Spannung erwartete "Bayern-Duell" zwischen Robert Lewandowski und James Rodriguez ging klar an den Kolumbianer: Rodriguez bereitete das 1:0 durch Mina und das 3:0 durch Cuadrado vor. Dazwischen hatte Falcao technisch fein mit dem Aussenrist getroffen.