Portugal und Schweden reagieren auch

Auch Portugal hat einen Teil-Lockdown angekündigt. Dieser solle ab kommendem Mittwoch gelten, teilte Ministerpräsident Antonio Costa mit. Die Massnahmen beträfen etwa 70 Prozent der Bevölkerung. Schulen und lebensnotwendige Läden bleiben offen.

Und selbst im coronamässig bisher recht freizügigen Schweden werden die Zügel etwas angezogen. In der Hauptstadt Stockholm müssen die städtischen Museen schliessen. Zudem wird es verboten, in Schwimmbädern in Gruppen zu trainieren.

In Italiens Hauptstadt Rom haben derweil erneut hunderte Menschen gegen die Corona-Massnahmen demonstriert. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und der Polizei.

Hohe Wahlbeteiligung erwartet

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wählt die Bevölkerung in den USA einen neuen Präsidenten. Zudem wird ein grosser Teil der Sitze im Kongress neu vergeben.

Schon jetzt ist klar, dass die Wahlbeteiligung hoch sein wird. 90 Millionen Bürgerinnen und Bürger haben schon ihre Stimme abgegeben, wie die Universität von Florida schreibt. Dies meist per Briefwahl. Damit haben rund zwei Drittel aller, die 2016 wählten, dies schon jetzt erneut getan.

Die hohe Zahl von Briefwählern könnte in einigen Bundesstaaten zu Verzögerungen bei der Auszählung führen, da auch Briefstimmen erst am Wahltag selbst gezählt werden dürfen.

Teil-Lockdown in England angekündigt

Grossbritanniens Premierminister Boris Johnson verkündete neue Corona-Massnahmen.
Keystone-SDA Grossbritanniens Premierminister Boris Johnson verkündete neue Corona-Massnahmen.

Nach vielen Ländern Europas hat nun auch England einen Teil-Lockdown angekündigt. Restaurants, Cafes, Pubs und die meisten Geschäfte müssen schliessen. Offen bleiben dürfen nur Läden, welche Lebensnotwendiges verkaufen.

Auch Schulen und Universitäten sind weiterhin offen. Das kündigte Premierminister Boris Johnson in einer Fernsehansprache an. Er erklärte, die Überlastung des Gesundheitssystems wäre ein medizinisches und moralisches Desaster.

Johnson forderte die Bevölkerung deshalb dazu auf, ihr Zuhause nur noch in dringenden Fällen zu verlassen. Die Massnahmen gelten ab nächstem Donnerstag und bis zum 2. Dezember.

Corona-Protest in Zürich aufgelöst

Nebst der Kundgebung in Bern musste auch in Zürich die Polizei eine Veranstaltung von Gegnerinnen und Gegnern der Corona-Massnahmen auflösen. Mit wenigen Ausnahmen hielten sich die rund 100 Personen nicht an die Maskenplicht. Die Polizei nahm neun Personen fest. Anders als in Bern war die Demonstration in Zürich bewilligt.

Georg-Büchner-Preis für Elke Erb

Die Schriftstellerin Elke Erb nahm den Preis am Samstag entgegen.
Keystone-SDA Die Schriftstellerin Elke Erb nahm den Preis am Samstag entgegen.

Der Schriftstellerin Elke Erb ist am Samstag in Darmstadt für ihr literarisches Lebenswerk der Georg-Büchner-Preis verliehen worden. Der Preis gilt als eine der wichtigsten literarischen Auszeichnungen Deutschlands.

Bekannt wurde die 82-jährige Erb unter anderem als Verfasserin von Lyrik, Kurzprosa und Romanübersetzungen. Sie bedankte sich in einer aufgezeichneten Rede, nahm den Preis aber persönlich entgegen.

Der Büchner-Preis ist mit 50'000 Euro dotiert und wird seit 1951 an Schriftstellerinnen und Schriftsteller vergeben, die in deutscher Sprache schreiben. Die diesjährige Verleihung fand ohne Publikum statt.

FDP-Delegierte für das CO2-Gesetz

Die Delegierten der FDP haben sich am Samstag virtuell getroffen und dabei Stellung zu drei Abstimmungsvorlagen bezogen.

Die Liberalen sprachen sich dabei klar für das CO2-Gesetz und die elektronische Identitätskarte, die «E-ID», aus. Die Konzernverantwortungsinitiative lehnten sie hingegen deutlich ab.

Die FDP-Delegierten stärkten vor allem mit der Absage an das Referendum gegen das CO2-Gesetz ihrer Parteipräsidentin den Rücken. Vor gut einem Jahr hatte Petra Gössi das Steuer herumgerissen und ihre Partei grüner ausgerichtet.

Ö: Zweiter Lockdown ab Dienstag

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat am Samstag vor den Medien neue Massnahmen angekündigt. Sein Land werde in einen zweiten Lockdown gehen.

Nicht mehr möglich sind alle Kultur-, Sport- und Freizeitveranstaltungen. Hotels, ausser für Berufsreisende, und Restaurants müssen schliessen. Betroffene Unternehmen werden finanziell entschädigt. Zudem gilt von 20 bis 6 Uhr eine Ausgangsbeschränkung.

Offen bleiben Kindergärten, Pflichtschulen, Industrie und Handel sowie Dienstleistungsbetriebe wie Coiffeurs. Die neuen Regeln gelten vom kommenden Dienstag bis Ende November. Sie müssen am Sonntag noch vom Hauptauschuss des Parlaments bestätigt werden.

Weltweite Trauer um Sean Connery

Der Tod der James-Bond-Legende Sean Connery hat weltweit grosse Trauer ausgelöst. Im Netz überschlugen sich am Samstag die Beileidsbekundungen.

Der australische Schauspieler Hugh Jackman schrieb auf Twitter: «Ich bin damit aufgewachsen, Sean Connery zu verehren.» Die Bond-Produzenten Michael Wilson und Barbara Broccoli sagten, Connery werde auf ewig «der originale James Bond» bleiben. Und der aktuelle Bond-Darsteller Daniel Craig zeigte sich überzeugt, Connery habe den modernen Blockbuster miterfunden.

Connery ist auf den Bahamas im Kreis von Familienangehörigen gestorben. Er hatte sich laut seinem Sohn Jason schon seit einer Weile nicht gut gefühlt.