Schweizer Doppelsieg im Europacup

Die zweite Garde der Schweizer Speedfahrer hat im Europacup mit einem Doppelerfolg geglänzt. Franjo von Allmen siegte in der Abfahrt im französischen Orcières vor Marco Kohler.

Für den 21-jährigen Von Allmen war es der erste Sieg und erste Podestplatz im Europacup. Der vier Jahre ältere Kohler, dem als Junior ähnlich viel Talent attestiert wurde wie seinem gleichaltrigen Kollegen Marco Odermatt, ehe er durch Verletzungen zurückgeworfen wurde, übernahm die Führung in der Disziplinenwertung. Führender in der Gesamtwertung ist Josua Mettler, Dreizehnter am Sonntag in Orcières.

Odermatt erneut unschlagbar

Marco Odermatt
Keystone/Alessandro Trovati Marco Odermatt

Marco Odermatt hat auch den 2. Super-G in Cortina für sich entschieden. Einen Tag nach seinem Comeback-Triumph auf der Tofana doppelte der Nidwaldner mit seinem 8. Saisonsieg nach.

Odermatt setzte sich klar vor Dominik Paris (ITA/+0"76) und Daniel Hemetsberger (AUT/+1"03) durch. Sein Erzrivale Aleksander Kilde/NOR schied in derselben tückischen Kurve wie Stefan Rogentin, Loic Meillard, Niels Hintermann und etliche andere Fahrer aus.

Justin Murisier (7.) empfahl sich für eine WM-Selektion. Die weiteren Schweizer verpassten die Top 15.

Dürr verhindert Shiffrin-Rekord

Mikaela Shiffrin
Keystone Mikaela Shiffrin

Lena Dürr hat im 2. Slalom in Spindlermühle ihren ersten Sieg in dieser Disziplin gefeiert. Die Deutsche setzte sich vor Mikaela Shiffrin (USA/+0"06) und Zrinka Ljutic (CRO/+0"49) durch.

Mit dem 86. Weltcupsieg hätte Shiffrin die Rekordmarke der schwedischen Skilegende Ingemar Stenmark egalisiert.

Beste Schweizerin war Michelle Gisin mit Rang 9. Auch Camille Rast (23.), Melanie Meillard (24.), Elena Stoffel (25.) und Aline Danioth (28.) sammelten Weltcuppunkte. Wendy Holdener, tags zuvor noch Dritte, verpasste den 2. Lauf nach einem schweren Fehler.

Odermatt-Triumph beim Comeback

Marco Odermatt
Keystone/Alessandro Trovati Marco Odermatt

Marco Odermatt ist auf unglaubliche Art und Weise von seiner Verletzung zurückgekehrt: Der Nidwaldner gewann den Super-G in Cortina d'Ampezzo. Für den 25-Jährigen, der sich in der 1. Abfahrt in Kitzbühel am Knie verletzt hatte, ist es der 18. Weltcupsieg.

Odermatt distanzierte seinen ewigen Rivalen Aleksander Kilde/NOR um 0"35. Der Italiener Mattia Casse (+0"49) wurde Dritter.

Justin Murisier wurde starker 11., Gilles Roulin belegte den 16. Rang. Loic Meillard schied mit guter Zwischenzeit aus.

Holdener fährt aufs Podest

Mikaela Shiffrin
Keystone/Marco Trovati Mikaela Shiffrin

Wendy Holdener ist beim ersten von zwei Slaloms in Spindlermühle/CZE als Dritte aufs Podest gefahren. Sie musste sich einzig Seriensiegerin Mikaela Shiffrin und Lena Dürr geschlagen geben.

Holdener überholte mit einem guten 2. Lauf noch Petra Vlhova/SVK. Kein Kraut gewachsen war einmal mehr gegen Shiffrin. Die US-Amerikanerin distanzierte Dürr um 0"60, Holdener um 1"31 und feierte den 85. Weltcupsieg.

Ihr bests Karriereresultat gelang Nicole Good mit Rang 12. Auch Elena Stoffel (16.),

Meillards Riesen-Premiere

Nach dem ersten Sieg in einer klassischen Disziplin gab Loic Meillard zu: "Die Erleichterung ist gross." Besonders freue ihn, das Podest mit Team-kollege Gino Caviezel zu teilen. Nach dem Triumph auf der eisigen Planai in Schladming blickte er schon wieder nach vorne: "Jetzt fehlt noch der erste Triumph im Slalom. Und vielleicht auch bald im Super-G."

Caviezel erzählte: "Ich weiss nicht genau weshalb, aber der Speed ist wieder zurück." Im ersten Lauf habe er einen Stein erwischt, weshalb er in der Entscheidung die Ski wechseln musste. Auch das konnte ihn nicht bremsen.

Schweizer Doppelsieg auf Planai

Loic Meillard
Keystone/EPA/CHRISTIAN BRUNA Loic Meillard

Die Schweizer Riesenslalom-Fahrer haben in Schladming trotz

Cuche mit 3. Medaille

Robin Cuche hat an der Ski-WM im Parasport im spanischen Espot seine 3. Medaille gewonnen. Nach Silber im Super-G und in der Kombination wurde der Neuenburger auch in der Abfahrt Zweiter. Seinen ersten WM-Titel verpasste der 24-Jährige nur um 8 Hundertstel. Geschlagen geben musste sich der Neffe von Didier Cuche einzig dem Österreicher Markus Salcher. Der Walliser Théo Gmür belegte den 5. Platz.