Novartis streicht über 2000 Jobs in CH

Auch im Werk Schweizerhalle werden Stellen gestrichen.
Key Auch im Werk Schweizerhalle werden Stellen gestrichen.

Bis 2022 will Novartis in der Schweiz rund 2150 Stellen abbauen.

Im Rahmen einer globalen Anpassung des Produktionsnetzes streicht der Pharmakonzern rund 1450 Arbeitsplätze in Basel, Schweizerhalle, Stein und Locarno. Darüber hinaus sollen 700 Stellen im Dienstleistungsbereich in Servicezentren im Ausland verlagert werden, wie Novartis mitteilte.

Wie bereits angekündigt sollen in Stein zudem 450 neue Stellen entstehen. Von den rund 13'000 Schweizer Stellen fallen unter dem Strich also 1700 weg. Das sind 13% aller Arbeitsplätze.

EU will mit Iran im Geschäft bleiben

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Die Europäische Union will die Iran-Sanktionen der USA umgehen. Wie die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini in New York ankündigte, will sie eine neue Finanzinstitution gründen.

Damit soll der Handel mit Iran trotz der US-Sanktionen aufrecht erhalten werden. Vor der Ankündigung hatte sich Mogherini mit anderen Unterzeichnern des Atomabkommens getroffen.

US-Präsident Trump hatte das Abkommen einseitig aufgekündigt und Unternehmen aus Drittstaaten mit Sanktionen gedroht, sollten sie weiter mit dem Iran Geschäfte machen.

Fusion auf dem US-Internet-Radio-Markt

In den USA soll ein neues Schwergewicht im Musikradio-Markt entstehen. Der auf Satellitenübertragungen spezialisierte Konzern SiriusMX will das Internet-Radio Pandora kaufen.

SiriusMX würde den Kaufpreis von rund 3,5 Milliarden US-Dollar in eigenen Aktien bezahlen, teilt das Unternehmen mit. Beide Unternehmen zusammen kämen auf über 100 Millionen Nutzer. Mit der Fusion soll dem Druck durch Konkurrenten wie Spotify oder Apple Music begegnet werden.

Die Geschäftsleitungen beider Unternehmen hätten der Fusion grundsätzlich zugestimmt, teilt SiriusMX mit. Allerdings stehe es Pandora frei, Angebote anderer Interessenten einzuholen.

Draghis Worte lassen Euro-Kurs steigen

Mario Draghi rechnet mit steigender Inflation.
Keystone Mario Draghi rechnet mit steigender Inflation.

Der Euro hat am Montag nach optimistischen Aussagen des EZB-Präsidenten über die Inflationsentwicklung zugelegt.

Er erwarte in den nächsten Monaten einen weiteren Anstieg der Kerninflation aufgrund einer robusten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, sagte Mario Draghi. Zum Franken wertete sich der Euro auf und knackte die Marke von 1,13 Franken. Am Abend kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1319 Franken, nach 1,1271 Franken am Morgen.

In der Vergangenheit war die Inflation im Euro-Raum trotz rekordtiefer Zinsen und einer beispiellosen Geldflut durch die EZB lange Zeit ungewöhnlich niedrig gewesen. Die EZB erwartet frühestens in einem Jahr eine nächste Zinserhöhung.

Petition gegen Abbaupläne bei Swisscom

4000 Swisscom-Angestellte wehren sich mit einer Petition gegen den geplanten Stellenabbau. Das Begehren wurde heute Parlament und Bundesrat übergeben.

Aus Sicht der Gewerkschaft Syndicom ist Politik mitverantwortlich für die Abbaumassnahmen. Die Gewinnerwartungen des Bundes seien zu hoch. Das führe dazu, dass Kürzungen zunehmend finanzpolitisch begründet würden.

Die Swisscom hingegen führt als Grund für den laufenden Stellenabbau an, sie habe Einbussen bei der Festnetztelefonie und bei Handys. Zudem machten ihr Internetdienste aus dem Ausland zunehmend Konkurrenz. Die Swisscom gehört zu 51 Prozent dem Bund.

Publibikes in Zürich wieder im Einsatz

Die Leihvelos von Publibike sind in den Städten Zürich und Bern nun wieder im Einsatz, nachdem sie wegen Problemen mit den Schlössern zeitweise aus dem Verkehr gezogen wurden.

Wie die Verleiherin mitteilt, können die Velos ab Montag in Zürich wieder ausgeliehen werden und seit letzter Woche in Bern. Bis Mitte Oktober sollen alle 2400 Velos in den acht Verleihnetzen wieder zur Verfügung stehen. Laut Publibike wurden die Velos nachgerüstet.

Im August war bekannt geworden, dass die Schlösser mit einem einfachen Trick aufgebrochen werden konnten.

Leistungsbilanzüberschuss steigt

Die Schweizer Volkswirtschaft nimmt weiterhin mehr ein, als sie ausgibt. Dies zeigen die Zahlen der Nationalbank für das zweite Quartal 2018. Der sogenannte Leistungsbilanzüberschuss beträgt rund 22 Milliarden Franken. So viel hat die Volkswirtschaft als Ganzes mehr eingenommen als ausgegeben. Im Vergleich zum Vorquartal ist das Plus um zwei Milliarden gewachsen.

Der Grund für die Zunahme ist laut Nationalbank, dass der Handel mit Waren und Dienstleistungen einen grösseren Überschuss erzielt hat.

In der Leistungsbilanz werden alle Einnahmen und Ausgaben einer Volkswirtschaft erfasst.

Ölstaaten sind gegen Preissenkung

Die erdölproduzierenden Staaten wollen keine Massnahmen ergreifen, um den Ölpreis zu senken – obwohl US-Präsident Donald Trump sie dazu aufgefordert hat.

Das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage sei insgesamt gesund, heisst es in einer gemeinsamen Erklärung der grössten Öl-Staaten der Welt. Trump wirft Ländern wie Saudi-Arabien vor, mit ihrer Angebotspolitik die Erdölpreise nach oben zu treiben.

Gegner werfen Trump vor, der Kursanstieg der vergangenen Monate gehe darauf zurück, dass Ausfälle iranischer Öl-Lieferungen drohten - wegen der neuen US-Sanktionen gegen das Land.