Sunrise mit gesteigertem Gewinn

Sunrise meldet für das dritte Quartal 2019 einen Reingewinn von 48 Millionen Franken. Das sind rund 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz stieg um 1 Prozent auf 474 Millionen Franken. Weil der Übernahmevertrag mit der Schweizer Kabelnetzbetreiberin UPC gekündigt wurde, rechnet Sunrise mit Zusatzkosten von bis zu 75 Millionen Franken.

Am frühen Mittwochmorgen war bekannt geworden, dass Sunrise den Übernahmevertrag für die Schweizer Kabelnetzbetreiberin UPC offiziell gekündigt hat. Das teilte der UPC-Mutterkonzern Liberty Global mit.

Sunrise begräbt UPC-Deal

Der Telekomkonzern Sunrise hat den Kaufvertrag der Schweizer Kabelnetzbetreiberin UPC offiziell gekündigt. Das teilte der UPC-Besitzerin Liberty Global mit. Sunrise müsse dafür eine Konventionalstrafe von 50 Millionen Franken bezahlen.

Im Oktober hatte sich eine Mehrheit der Sunrise-Aktionäre gegen die Übernahme von UPC gestellt. Der Sunrise-Grossaktionär Freenet kritisierte unter anderem, der Kaufpreis von 6,3 Milliarden Franken sei zu hoch.

UPC nahm die Kündigung von Sunrise zur Kenntnis. Man werde den Wachstumsplan weiterhin umsetzen, heisst es in einer Mitteilung.

Milliardenübernahme bei Saint Gobain

Der französische Baustoffhersteller Saint Gobain will den US-amerikanischen Konzern Continental Building Products für 1,4 Milliarden Dollar kaufen, wie Saint Gobain mitteilt. Continental Building Products ist auf Gipsplatten spezialisiert.

Die Übernahme soll bis spätestens Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein, heisst es weiter. Die Kartellbehörden müssen der Übernahme aber erst noch zustimmen.

In der Schweiz ist Saint Gobain unter anderem bekannt, weil sich die Franzosen einen jahrelangen Übernahmestreit mit dem Zuger Baustoffunternehmen Sika geliefert hatten.

Tesla plant Fabrik in Berlin

Tesla-Chef Elon Musk in Berlin.
Reuters Tesla-Chef Elon Musk in Berlin.

Der US-Elektroautohersteller Tesla plant den Bau einer Fabrik in der Nähe von Berlin. Dies kündigte der Chef von Tesla, Elon Musk, bei einer Preisverleihung in der deutschen Hauptstadt an.

Die neue Fabrik soll in der Nähe des Flughafens Berlin Brandenburg entstehen. Geplant sind ein Ingenieurs- und Designzentrum. In der Fabrik sollen unter anderem Akkus für die Elektroautos produziert werden, so Musk. Die Fabrik gehe voraussichtlich Ende 2021 in Betrieb.

Die erste Fabrik, die nur Akkus produziert, baute Tesla im US-Bundesstaat Nevada. Letzten Monat hat Tesla den Produktionsstart in seiner neuen Fabrik in China bekannt gegeben.

Weniger Passagiere im Oktober

Das Passagieraufkommen am Flughafen Zürich ist im Oktober im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,2 Prozent zurückgegangen. 

Wie die Flughafen Zürich AG mitteilt, ist dies auf einen Rückgang lokaler Passagiere zurückzuführen, während gleichzeitig die Zahl der Umsteige-Passagiere anstieg. Die Zahl der Flüge nahm im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,1 Prozent ab. Und auch 11,2 Prozent weniger Fracht wurde abgewickelt.

Über die gesamten ersten zehn Monate des Jahres nahm die Zahl der Passagiere allerdings um 1,3 Prozent zu.

«Singles' Day» mit Milliardenumsätzen

Der chinesische Online-Händler Alibaba hat am umsatzstärksten Tag im Online-Handel 38,4 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Am «Singles' Day» seien Nahrungsergänzungsmittel, Make-up und Windeln die beliebtesten Importprodukte gewesen, teilte Alibaba mit.

Insgesamt wurde am Montag mit 299 Marken jeweils umgerechnet mehr als rund 14 Mio. Dollar Umsatz erzielt. Dazu gehörten etwa Smartphones, Luxusartikel und Haushaltsgeräte sowie Sportartikel.

Laut Analysten führte Chinas abgeschwächtes Wirtschaftswachstum dazu, dass viele Chinesen Käufe aufschoben, um von den Rabatten zu profitieren. Der «Singles' Day» ist vergleichbar mit Aktionen wie dem «Black Friday».

Führungswechsel bei Lonza

Marc Funk, der seit März Chef des Chemie- und Pharmakonzerns Lonza ist, tritt zurück. Er wird vorübergehend durch den Präsidenten des Verwaltungsrats, Albert Baehny, ersetzt. Der Rücktritt von Funk erfolge «aus persönlichen Gründen», teilte das Unternehmen mit. Die Suche nach einem Nachfolger sei eingeleitet.

Flughafen erwartet Ertragseinbussen

Die Flughafen Zürich AG rechnet für 2020 mit Ertragseinbussen von rund 60 Millionen Franken.
Keystone-SDA/Archiv Die Flughafen Zürich AG rechnet für 2020 mit Ertragseinbussen von rund 60 Millionen Franken.

Der Flughafen Zürich muss im kommenden Jahr mit Ertragseinbussen rechnen. Die Gebühren für den Flugbetrieb müssten um 15 Prozent reduziert werden, schreibt die Flughafenbetreiberin in einer Mitteilung.

Das habe das Bundesamt für Zivilluftfahrt Bazl entschieden. Laut Bazl weist der Flughafen Zürich eine zu hohe Rendite aus.

Die Flughafen Zürich AG sieht dies jedoch anders und will gegen die Verfügung Beschwerde einreichen. Die möglichen Ertragseinbussen für das kommende Jahr beziffert das Unternehmen auf rund 60 Millionen Franken.