Indien erhöht Zölle auf 28 US-Güter

Indien erhöht ab Sonntag die Zölle auf 28 Produkte aus den USA. Das teilte die Regierung in einer offiziellen Mitteilung mit. Indien reagiert damit auf einen Entscheid von US-Präsident Donald Trump, der dem Land am 5. Juni weitere Handelsprivilegien entzog.

Im Juni 2018 hatte Trump schon indische Stahl- und Aluminium-Importe mit Zöllen belegt. Von den indischen Zöllen betroffen sind vor allem landwirtschaftliche Produkte. Indien ist einer der wichtigsten Abnehmer von Mandeln und Äpfeln aus den USA.

Die Zölle werden Thema bei der für die letzte Juniwoche geplante Indienreise von US-Aussenminister Mike Pompeo sein.

Raiffeisen-Vergütungsbericht abgelehnt

Die Delegierten der Raiffeisen-Gruppe haben den Vergütungsbericht des Verwaltungsrats VR nicht gutgeheissen. Eine Mehrheit sprach sich an der Delegiertenversammlung in Crans-Montana/VS dagegen aus. Es handelte sich dabei um eine konsultative Abstimmung, wie Raiffeisen Schweiz mitteilt. Dies bedeutet, der Entscheid der Delegierten ist rechtlich nicht bindend.

Der VR hatte für 2018 Entschädigungen von 2,71 Mio. Franken bezogen, das waren 5,1% mehr als 2017. Seit 2019 gilt ein neues Vergütungsreglement, u.a. wurden Sitzungsgelder für Mitglieder des Verwaltungsrats abgeschafft.

Als Folge der Affäre Vinzenz erneuerte sich 2018 ein Grossteil des VR.

TN/USA: Schlappe für Autogewerkschaft

Im VW-Werk im US-Bundesstaat Tennessee lassen sich die Beschäftigten weiter nicht von einer Gewerkschaft vertreten. Das beschlossen sie bei einer Abstimmung mit einer knappen Mehrheit 833 zu 776, wie der Autohersteller und die Gewerkschaft UAW mitteilten.

Für UAW, die seit Jahren versucht, in den ausländischen Autofabriken im Süden der USA Einfluss zu gewinnen, ist dies eine herbe Schlappe. Es handelt sich zunächst jedoch um ein vorläufiges Ergebnis, das noch endgültig von der zuständigen Aufsichtsbehörde bestätigt werden muss.

Bereits im Februar 2014 hatte es eine Abstimmung gegeben, auch damals unterlag die Autogewerkschaft knapp.

Noch kein Entscheid zu Alitalia

Die Frage, wer die insolvente italienische Fluggesellschaft Alitalia übernimmt, bleibt weiter offen. Die italienische Regierung hat den Entscheid in der Frage erneut verschoben.

Eigentlich will sich Italiens staatliche Eisenbahngesellschaft an der Airline beteiligen, doch für eine alleinige Übernahme fehlt das Geld. Deshalb würden nun Partner für die Übernahme gesucht, so das italienische Wirtschaftsministerium. Dafür erhält die Eisenbahngesellschaft einen Monat Zeit.

Alitalia hatte bereits im Mai 2017 Insolvenz angemeldet. Seither kann sie den Flugbetrieb nur dank Krediten des Staates im Umfang von bislang rund 900 Millionen Euro aufrechterhalten.

Raiffeisen diskutiert Reformvorschläge

Die künftigen Strukturen der Raiffeisen-Gruppe war das Thema eines Treffens von Vertretern von 246 Banken in Crans-Montana/VS. Es seien wichtige Weichenstellungen im Hinblick auf die Delegiertenversammlung vom kommenden November erfolgt, teilt Raiffeisen mit.

Dann sollen neue Statuten beschlossen werden. Unter anderem wolle man die Statuten nun so ändern, dass jede der 246 Eigner-Banken an der Delegiertenversammlung eine Stimme hat. Heute ist dies nicht der Fall.

Die geplanten Statutenänderungen sind eine Folge der Ära Vincenz. Die Finanzmarktaufsicht Finma hatte kritisiert, bei Raiffeisen seien die Kontrollstrukturen ungenügend.

Stellenabbau bei Rockwell definitiv

Nun ist es definitiv: Rockwell Automation baut in Aarau wie 2017 angekündigt 250 Arbeitsstellen ab. Der Abbau läuft gemäss Gewerkschaft bis 2021. Danach werde die Produktion in Aarau eingestellt. Die Mitarbeitenden des Industriekonzerns seien am Freitag über den definitiven Stellenbau informiert worden, teilte die Gewerkschaft Syna mit.

Spanien aus Defizitverfahren entlassen

Nach rund zehn Jahren hat der Europäische Rat das Defizitverfahren gegen Spanien eingestellt. Spanien halte die vorgegebene Neuverschuldung von maximal 3 Prozent der Wirtschaftsleistung wieder ein, so der Rat.

Spanien war das letzte EU-Mitglied, gegen das ein Verfahren wegen eines übermässigen Defizits lief. Auf dem Höhepunkt der Euro-Krise in den Jahren 2010 und 2011 liefen Defizit-Verfahren gegen 24 Mitgliedstaaten.

Zurzeit bereitet die EU-Kommission ein Defizit-Verfahren gegen Italien vor. Ziel dieser Verfahren ist es, die EU-Mitglieder zu einem soliden Umgang mit den Finanzen zu bringen.

China erlaubt Schweizer Schweinefleisch

Fünf Schweizer Fleischverarbeiter dürfen neu Schweinefleisch nach China exportieren. Sie haben die dafür nötige Zulassung der chinesischen Behörden erhalten. Das teilte der chinesische Vize-Zollminister mit, der auf Arbeitsbesuch bei Bundesrat Guy Parmelin in Bern war.

Für die Zulassung der Schweizer Fleischbetriebe habe der Bund mit den chinesischen Behörden zusammengearbeitet, teilte der Bundesrat mit.

In China grassiert derzeit die Schweinepest. Bis Jahresende dürften nach Schätzungen rund 20 Prozent der Schweine in China verendet sein. Das Land ist darum auf Importe angewiesen.