Rekordgewinn trotz geopolitischer Lage

Die Berner Kantonalbank BEKB hat im ersten Halbjahr 2022 einen Rekordgewinn in Höhe von 66 Millionen Franken erzielt.

Im Vergleich zu den ersten sechs Monaten im letzten Jahr ist das ein Plus von 3,7 Prozent. Zuversichtlich blickt die Bank auch auf die zweite Jahreshälfte. Gemäss Einschätzung der BEKB dürfte vor dem Hintergrund der unsicheren geopolitischen Lage die negativen Markteinflüsse bestehen bleiben. Auch die Inflation dürfte in der Schweiz in den nächsten zwölf Monaten hoch bleiben.

Bis Ende Jahr erwartet die BEKB noch weitere Zinssteigerungen.

Milliardenverluste wegen Krypto-Crash

Die grösste US-Kryptobörse Coinbase ist angesichts des Kursrutsches bei Digitalwährungen wie Bitcoin und Ether tief in die roten Zahlen geraten. Im zweiten Quartal entstand ein Verlust von 1,1 Milliarden Dollar.

Das teilte Coinbase am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Vor einem Jahr hatte die Handelsplattform noch einen Gewinn von 1,6 Milliarden Dollar gemacht.

Die heftigen Schwankungen der Bilanz zeigen auch, wie stark das auf Handelsgebühren basierende Geschäftsmodell vom Auf und Ab der Kryptomärkte abhängt.

Hohe Nachfrage nach Velos hält an

Die hohe Nachfrage nach Velos hat auch im ersten Halbjahr 2022 angehalten. Es wurden erneut mehr E-Bikes und klassische Velos in die Schweiz importiert als in der Vorjahresperiode.

Der E-Bike-Import stieg im ersten Halbjahr um rund 6 % während die Zahl der importierten normalen Velos um rund 9 % anstieg, wie die Schweizerische Fachstelle Velo und E-Bike SFVE mitteilte.

Die grossen Lieferschwierigkeiten der letzten Monate hätten sich weitgehend entspannt, so die Fachstelle. Die Läger der Geschäfte würden sich wieder füllen. Wartezeiten gebe es aber noch bei Spezialanfertigungen und bei besonders gefragten Modellen, wie zum Beispiel bei den Gravelbikes.

Rolle der Post umstritten

Die Schweizerische Post arbeitet mit immer mehr Firmen zusammen, die elektronische Patientendossiers entwickeln. Nun will sie den grössten Anbieter Axsana übernehmen.

FDP-Ständerat Andrea Caroni ist damit nicht einverstanden. Gewöhnliche IT-Dienstleistungen sollten von privaten Anbietern zur Verfügung gestellt werden, da sie in diesem Bereich bessere Leistungen erbrächten als der Staat, wie Caroni gegenüber SRF sagt.

SP-Nationalrat Jon Pult unterstützt die Absichten der Post hingegen. Es sei gut, wenn die Post die Kontrolle über solche sensiblen Daten habe, denn sie sei ein öffentlicher Betrieb mit hoher Glaubwürdigkeit und Kompetenz.

Stadler Rail: 19 Flirt-Züge für DB

Der Zugbauer Stadler Rail hat von der Nahverkehrstochter der Deutschen Bahn den Auftrag für 19 Züge des Typs Flirt erhalten.

Zum Wert der Bestellung machte Stadler keine Angaben, doch er dürfte gemäss einem Bericht des St. Galler Tagblatts über 100 Millionen Euro betragen.

Die ersten Züge sollen ab Ende 2024 im MoselLux-Netz, also auf der Moselstrecke Koblenz-Trier-Perl zum Einsatz kommen. Nach Abschluss der Elektrifizierung sollen die Fahrzeuge auch die Moselweinbahn zwischen Traben-Trarbach und Bullay bedienen.

Post steigt bei Patientendossiers ein

Die Post will die Mehrheit von Axsana übernehmen, einer Betriebsgesellschaft, die zurzeit in 14 Kantonen elektronische Patientendossiers anbietet.

Die Post plant, sich bis Ende September zu 75 Prozent an Axsana zu beteiligen. Das Unternehmen unterstützt bereits fünf andere Anbieter von elektronischen Patientendossiers und will auch in Zukunft eine tragende Rolle in diesem Bereich spielen.

Die Swisscom steige beim elektronischen Patientendossier aus und unterstütze den Übergang zur nun vorliegenden Lösung, wird Konzernleitungsmitglied Urs Lehner in der Post-Mitteilung zitiert.

Dufry nähert sich Vorkrisenniveau

Mit 2,92 Milliarden Franken hat der Reisedetailhändler Dufry im ersten Semester 2022 mehr als doppelt so viel umgesetzt wie im Vorjahreszeitraum.

Organisch lag das Plus bis Ende März bei 147 Prozent, wie Dufry mit Sitz in Basel mitteilte. Damit seien schon gut 75 Prozent des Vorkrisenniveaus vom ersten Halbjahr 2019 wieder erreicht worden. Die geopolitischen Unsicherheiten blieben aber weiterhin gross.

Besonders gut liefen die Geschäfte laut Dufry in Europa und dem amerikanischen Kontinent. Mit Ausnahme der Region Asien hätten sich die Reiseaktivitäten und der Konsum in den Duty-Free-Läden deutlich vom Corona-Einbruch erholt.

Galenica-Konzern ist kräftig gewachsen

Der Apotheken- und Gesundheitskonzern Galenica ist im ersten Semester des laufenden Jahres kräftig gewachsen. Der Umsatz stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5,5 Prozent auf 1,96 Milliarden Franken.

Die Aufhebung der Corona-Massnahmen hätten das Geschäft positiv beeinflusst, schreibt der Konzern. Gründe seien eine saisonale Grippewelle und die Tatsache, dass zahlreiche Menschen sich mit der Corona-Omikron-Variante infiziert hätten und deshalb Erkältungsmedikamente kauften.

Zum Galenica-Konzern gehören unter anderem die Amavita-Apotheken. Das Unternehmen ist auch an den Coop-Vitality-Geschäften beteiligt.