Lauda mit Brief an Niki-Mitarbeiter

Der österreichische Unternehmer Niki Lauda.
Keystone/Archiv Der österreichische Unternehmer Niki Lauda.

Der österreichische Unternehmer und frühere Rennfahrer Niki Lauda hat sein Angebot bekräftigt, die insolvente Fluggesellschaft Niki wieder zu übernehmen. Das melden verschiedene österreichische Medien.

Lauda sagt allen Niki-Mitarbeitern in einem offenen Brief ein Jobangebot zu. Er wolle nicht nur den Flugbetrieb, sondern auch die Verwaltung und die Technik übernehmen. Seine Firma Laudamotion habe Flugzeuge und die Betriebsgenehmigung dafür. Er könne die Start- und Landerechte sofort übernehmen.

Lauda hatte zuvor bekanntgegeben, weiter an einer Übernahme interessiert zu sein. Die Insolvenzverwalter hatten seine bisherigen Angebote abgelehnt.

Rekordjahr für die zivile Luftfahrt

Die Zahl der Flugpassagiere ist auf 4,1 Milliarden gestiegen.
Keystone Die Zahl der Flugpassagiere ist auf 4,1 Milliarden gestiegen.

Die Fluggesellschaften haben im vergangenen Jahr weltweit 4,1 Milliarden Passagieren transportiert. Dies entspreche einem Anstieg von 7,1 Prozent gegenüber 2016, schreibt die Internationale Organisation für zivile Luftfahrt Icao. Das sei ein neuer Rekord, heisst es weiter.

Ein Grund für den erneuten Anstieg der Passagierzahlen war laut Angaben der Icao der weiter wachsende Markt der Billigfluggesellschaften. Diese beförderten 1,2 Milliarden Passagiere und waren damit für knapp 30 Prozent des zivilen Luftverkehrs verantwortlich.

Mit einem Anteil von 37 Prozent an den weltweiten Passagierkilometern ist Europa weiterhin der wichtigste Markt für die zivile Luftfahrtbranche.

Apple schafft Milliarden in USA zurück

Der Computer-Konzern Apple will nach eigenen Angaben Milliardenbeträge in die USA verlegen, die bisher im Ausland liegen. Die gesamte Höhe dieser Mittel wird mit 252 Milliarden angegeben.

Der Konzern reagiert damit auf die jüngste Steuerreform in den USA. Diese senkt die Gewinnsteuern von 35 auf 21 Prozent. Im Ausland liegende Gelder können zu noch tieferen Steuersätzen in die USA überführt werden. Man rechne wegen dieser Kapitalüberführung mit Steuerzahlungen von rund 38 Milliarden Dollar, teilt Apple mit.

Der Konzern kündigt weiter an, er wolle in den USA über 30 Milliarden Dollar investieren und so rund 20'000 neue Stellen schaffen.

SDA-Mitarbeiter drohen mit Streik

Bei der SDA sollen 40 von 150 Stellen gestrichen werden.
Key Bei der SDA sollen 40 von 150 Stellen gestrichen werden.

Die Mitarbeiter der Schweizerischen Depechenagentur SDA wehren sich gegen den geplanten Stellenabbau und drohen mit einem Streik.

Der Stellenabbau sei überstürzt, heisst es aus der Redaktionskommission. Man habe deshalb beschlossen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Die Geschäftsleitung der SDA reagiert überrascht. Man könne mit den Kündigungen aus Kostengründen nicht zuwarten, sagte Geschäftsführer Markus Schwab. 

Die SDA hat letzte Woche angekündigt, dass rund 40 der 150 Vollzeitstellen gestrichen werden sollen. Das Unternehmen rechnet für das laufende Jahr mit einem Millionenverlust.

Swisscom findet Ursache für Störung

Die Swisscom hat die Ursache für die Störung gefunden, die in den letzten Tagen ihre Geschäftskunden zeitweise von der Festnetz-Telefonie abschnitt.

Die Analyse der vergangenen Tage habe ergeben, dass die Störung auf Fehler in der Lieferantensoftware zurückgehe. Die Swisscom sei sich bewusst, dass diese Störung für die Kunden sehr ärgerlich gewesen sei und entschuldige sich dafür, schreibt sie in einem Communiqué.

Swisscom will ihren vertraglichen Verpflichtungen nachkommen und Kulanz zeigen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Migros-Gruppe steigert 2017 Umsatz

Die Migros-Gruppe hat ihren Umsatz im Jahr 2017 nach eigenen Angaben um 1% auf 28 Mrd. Franken gesteigert. Im Detailhandel erzielte Migros einen Umsatz von 23,5 Mrd. Franken und bleibt damit Marktführerin vor Coop. Im Online-Handel erzielte Migros einen Umsatz von 1,95 Mrd. Franken. Das entspricht einem Plus von 5,1% gegenüber dem Vorjahr.

WEF-Bericht sieht Welt im Krisenmodus

Klaus Schwab am 16. Januar in Genf.
Keystone Klaus Schwab am 16. Januar in Genf.

Die Welt hat derzeit mit Umweltproblemen, Artensterben, Cyberattacken, politischen Krisen oder wirtschaftlicher Ungleichheit an vielen Fronten gleichzeitig zu kämpfen. Dieses düstere Bild zeigt der neue Risikobericht «Global Risks Report» des Weltwirtschaftsforums WEF.

Diese Brüche, welche Institutionen, Gesellschaften und die Umwelt schwächten, gelte es nun zu heilen, so WEF-Gründer Klaus Schwab in einer Mitteilung.

Dass zugleich die Wirtschaft wachse, biete eine Chance, die nicht verpasst werde dürfe. Schwab rief Staats- und Regierungschefs auf, gemeinsam gegen die Probleme vorzugehen.

Flughafen Genf 2017: Mehr Passagiere

Mehr Passagiere am Flughafen Genf.
Keystone Mehr Passagiere am Flughafen Genf.

Der Flughafen Genf hat letztes Jahr 17,35 Millionen Passagiere verzeichnet, 5 Prozent mehr als 2016.

Die Zahl der Flugbewegungen stieg in Genf um 0,5 Prozent auf gut 190'700. Laut der Flughafenbetreiberin erhöhten die Fluggesellschaften ihre Kapazitäten im letzten Jahr mit grösseren Flugzeugen. Das Frachtgeschäft legte um 19 Prozent auf 89'012 Tonnen zu.

Am weitaus meisten Passagiere flogen mit Easyjet von oder nach Genf. Der Marktanteil der Billig-Airline betrug 44,9 Prozent. Auf Platz 2 folgte die Swiss mit 12,1 Prozent. Hinter ihr lagen British Airways und Air France. Seine Finanzresultate legt der Flug- hafen Genf am 20. März vor.