Staat stoppt Hilfe für Airline

Die Niederlande halten Staatshilfen für den niederländischen Teil der Fluggesellschaft Air France KLM zurück.

Grund für die Massnahme sei, dass die Pilotengewerkschaft von KLM den Verzicht auf Lohnerhöhungen bis 2025 abgelehnt habe, teilte die Regierung am Samstagabend mit. KLM müsse ohne die Hilfennicht sofort Konkurs anmelden. Den Haag machte Hilfen für die angeschlagene Airline auch davon abhängig, dass Löhne fünf Jahre lang eingefroren werden. Laut Gewerkschaft wurde bereits ein Verzicht auf Lohnerhöhungen bis März 2022 vereinbart.

Air France-KLM hat im 3. Quartal einen Einbruch von 67 Prozent der Erlöse auf rund 2,5 Mrd. Euro gemeldet.

Rückschlag für USA im Fall Tiktok

Bei ihrem Vorgehen gegen die Video-App Tiktok hat die US-Regierung einen weiteren Rückschlag vor Gericht erlitten.

Eine Richterin im Bundesstaat Pennsylvania setzte am Freitag eine Anordnung des Handelsministeriums aus, die das komplette Aus für Tiktok in den USA zum 12. November bedeuten würde. Sie erliess eine einstweilige Verfügung auf Antrag von drei Autoren von Tiktok-Videos, die ihren Lebensunterhalt auf der Plattform verdienen.

Tiktok gehört dem chinesischen Konzern Bytedance. US-Präsident Donald Trump bezeichnet die App als Sicherheitsrisiko, weil chinesische Behörden über sie an Daten von US-Bürgern kommen könnten.

Hoffnung für Kreuzfahrtbranche

Nachdem im März Kreuzfahrten von US-Häfen aus wegen der Pandemie verboten wurden, soll es nun wieder losgehen.

Die Gesundheitsbehörde CDC gab am Freitag bekannt, ihre strikte «No Sail Order» zu lockern und stellte ein Regelwerk für eine schrittweise Rückkehr zum Betrieb vor. Auf ein rasches Comeback der Branche deutet dennoch wenig hin.

Angesichts neuer Corona-Eskalationen in Teilen der USA ist das Timing der CDC-Massnahme eher etwas überraschend. Laut US-Medienberichten hätte Direktor Robert Redfield das Verbot eigentlich sogar gern verlängert. Der Industrie soll es aber gelungen sein, eine von Vizepräsident Pence geleitete Task Force der US-Regierung zu überzeugen.  

Nestlé übernimmt US-Firma Freshly ganz

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé übernimmt die US-Firma Freshly nun ganz, nachdem 2017 bereits ein Minderheitsanteil gekauft worden war.

Die Transaktion bewertet Freshly mit 950 Mio. Dollar, erklärt Nestlé. Die auf gesunde und frische Mahlzeiten spezialisierte Freshly beliefert Kunden landesweit und bietet frisch zubereitete Mahlzeiten an, die zu Hause aufgewärmt werden. Derzeit seien es über 1 Mio. Mahlzeiten pro Woche. 

Ein Nestlé-Sprecher bezeichnete die Übernahme angesichts des derzeitigen Trends zu gesunder Ernährung in Kombination mit den Corona-bedingten Einschränkungen in der Gastronomie als "besonders interessant".

Wirtschaft bricht wegen Corona ein

Wegen der hohen Kosten für den gerade gestarteten zweiten Lockdown im Kampf gegen Corona rechnet Frankreich mit weiter steigenden Staatsschulden.

Die Verbindlichkeiten dürften 2020 bei 119,8 Prozent der Wirtschaftsleistung liegen, sagte Finanzminister Bruno Le Maire der Zeitung «Le Parisien». Bislang war er von 117,5 Prozent ausgegangen. Um Firmen für entstehende Umsatzeinbussen zumindest teilweise zu entschädigen, will Paris zusätzlich 20 Mrd. Euro ausgeben.

Die neuen Massnahmen zur Corona-Eindämmung dürften das Land zum Jahresende bremsen. Im Gesamtjahr 2020 werde das Bruttoinlandprodukt wohl um elf Prozent einbrechen, sagte der Minister.

Wechsel an der Spitze von Coop

Der Verwaltungsrat des Schweizer Détailhandelsunternehmens Coop hat Philipp Wyss als Chef nominiert, wie das Unternehmen mitteilt. Er soll seine neue Position im Mai 2021 übernehmen.

Wyss war bisher stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung und verantwortlich für das Marketing und die Beschaffung. Er ist bereits seit 1997 bei Coop tätig. Seine Nachfolgerin soll Andrea Kramer werden.

Weiter soll der bisherige Coop-Chef Joos Sutter im kommenden Frühling Hansueli Loosli als Verwaltungsratspräsident ablösen. Als Vizepräsidentin ist die frühere Bundesrätin Doris Leuthard vorgesehen.

Flixbus stellt Betrieb zeitweise ein

Der Fernreise-Anbieter Flixbus stellt seinen Betrieb in der Schweiz, Deutschland und in Österreich vorübergehend ein. Grund seien die neuen Corona-Kontaktbeschränkungen, teilte das deutsche Unternehmen mit.

Man fahre den Betrieb im November komplett runter, in der Hoffnung, an Weihnachten wieder Kunden fahren zu können.

Schon im Frühling hatte Flixbus angesichts der Corona-Auflagen vorübergehend keine Fahrten mehr angeboten. Im Sommer konnte Flixbus laut eigenen Angaben dann wieder etwa die Hälfte seines Netzes bedienen. Man folge sehr stark der Nachfrage, so das Unternehmen weiter.

Weko stimmt zu: UPC darf Sunrise kaufen

In der Schweizer Telekombranche kommt es zum erwarteten Zusammenschluss: Die Wettbewerbskommission Weko erlaubt ohne Bedingungen, dass die UPC-Besitzerin Liberty Global Sunrise kauft.

Nach Abschluss des Kaufs werden Sunrise und die Kabelnetzbetreiberin UPC zusammengelegt. Gemeinsam wollen sie zu einem stärkeren Herausforderer für die Swisscom werden.

Ein Ziel der Fusion ist es auch, die jeweiligen Schwachstellen zu beseitigen. So erhält Sunrise mit dem Zusammenschluss ein eigenes Festnetz, während UPC nun ein Handynetz bekommt.