Firmen verlieren Vertrauen junger Leute

Viele Schweizerinnen und Schweizer zwischen 19 und 35 Jahren haben ein schlechtes Bild von der Wirtschaft.

Das schreibt die «Sonntags-Zeitung» und stützt sich auf eine neue Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte bei rund 200 Millennials in der Schweiz. Von ihnen denken nur 34 Prozent, dass sich die Unternehmen ethisch verhalten. Das ist ein deutlicher Rückgang zum Vorjahr, da waren es noch 56 Prozent.

Und: Die Schweizer sind deutlich kritischer als die über 12'000 weltweit befragten Millennials. Nur 29 Prozent der Schweizer glauben, dass Manager die Gesellschaft verbessern wollen. Weltweit sehen das immerhin 46 Prozent so.

Russland will Ölproduktion erhöhen

Nach der Organisation der erdölexportierenden Staaten Opec will nun auch Russland die Ölproduktion erhöhen, damit die Preise stabil bleiben.Darauf haben sich Vertreter Russlands und der Opec geeinigt.

Russland könne in der zweiten Jahreshälfte bis zu 200'000 Fass mehr Rohöl pro Tag fördern, sagte Energieminister Alexander Nowak.

Am Freitag hatten die Opec-Staaten in Wien eine höhere Ölförderung angekündigt. Wie sie auf die Staaten verteilt wird, ist allerdings nicht klar. Die Opec reagiert damit auf die Situation in Venezuela, Libyen und Angola, wo weniger Öl gefördert wird.

Opec beschliesst höhere Ölproduktion

Die Staaten der Organisation Erdöl fördernder Länder Opec haben sich auf eine Erhöhung der Fördermenge geeinigt. Pro Tag sollten rund eine Million Barrel mehr gefördert werden, das sagte der saudische Ölminister nach einem Treffen der Opec in Wien. Der Beschluss sei einstimmig gefallen. Laut Diplomaten lehnte Iran eine höhere Fördermenge zunächst ab.

BKW kauft Elektroinstallationsfirmen

BKW kauft drei Elektroinstallationsfirmen.
Keystone BKW kauft drei Elektroinstallationsfirmen.

Das Energieunternehmen BKW erweitert seinen Bereich «Elektroinstallationen» und kauft drei regionale Firmen auf: die Elektro Winter in Jona, die Werner Electro in Brig sowie die Basler Gruppe Nägelin, Handschin und Valet.

Insgesamt beschäftigen die Firmen gut 120 Mitarbeiter. Laut der BKW gibt es in Schweizer Häusern noch ein grosses Potential, um die Energie-Effizienz zu steigern. Rund die Hälfte der Energie werde in Gebäuden verbraucht, schreibt die BKW weiter. Und mehr als die Hälfte der Häuser in der Schweiz sei vor 1981 erbaut worden.

Die drei aufgekauften Firmen würden das nötige Netzwerk ergänzen. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

Airbus droht mit Verlagerung

Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus warnt die britische Regierung vor einem harten Brexit.

Falls das Land im März 2019 ohne Deal aus der EU aussteige und damit im kommenden Jahr Binnenmarkt und Zollunion sofort und ohne Übergangsphase verlasse, würde dies laut Airbus zu einer «schweren Störung und Unterbrechung» der Produktion führen.

Airbus sei dann gezwungen, seine Investitionen in Grossbritannien zu überdenken und die Produktion in andere Länder zu verlagern. Airbus hat in Grossbritannien nach eigenen Angaben 14'000 Mitarbeiter an 25 Standorten.

Erfolg im US-Bankentest für UBS und CS

Die grössten Geldhäuser in den USA sind nach Einschätzung der Notenbank Federal Reserve Fed krisenfest aufgestellt.

Alle 35 Grossbanken bestanden den ersten Teil des jährlichen Stresstests der Finanzaufseher, wie die Fed in der Nacht erklärte. Auch die US-Töchter der Credit Suisse und der UBS nahmen an der Prüfung der Kapitalausstattung anhand simulierter Krisenszenarien teil und bestanden die Tests deutlich.

Die Fed will mit dem Test sicherstellen, dass die Kreditvergabe an Unternehmen und Haushalte bei einem Finanzmarkt-Crash nicht abrupt ins Stocken gerät.

Handelsstreit USA-China eskaliert

Im Handelsstreit zwischen den USA und China hat eine staatliche Zeitung der Volksrepublik die Handelsbarrieren der US-Regierung scharf kritisiert.

Der US-Protektionismus sei ein "Symptom paranoider Wahnvorstellungen", hiess es am Freitag in der Zeitung "China Daily". In dem Beitrag wurde eine Studie der Rhodium Group zitiert, wonach chinesische Investitionen in die USA in den ersten fünf Monaten des Jahres um 92 Prozent gesunken seien. Dies spiegle den Schaden wider, "den der Handels-Kreuzzug von Trump und seinen Handels-Falken den chinesisch-amerikanischen Handelsbeziehungen zufügt."

Der US-Präsident hat China jüngst mit weiteren Zöllen gedroht.

EU-Gegenzölle auf US-Produkte in Kraft

Im Handelsstreit mit den USA ist in der Nacht die geschlossene Antwort der EU gekommen.

Seit Mitternacht gelten Gegenzölle auf US-Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter. Damit reagiert Brüssel auf die von US-Präsident Trump verhängten Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte aus Europa. Die EU-Zölle sollen im ersten Schritt auf jährliche US-Importe im Gegenwert von 2,8 Mrd. Euro erhoben werden.

Für Europas Verbraucher könnten die Zölle zu Preiserhöhungen führen. Neben US-Lebensmitteln, Kleidung und Motorrädern werden auch Stahlerzeugnisse, Schiffe und Boote betroffen sein. Der geplante Zoll betrage 25 Prozent.