Kein baldiges Ende für SMS

Die Nutzerzahlen für SMS seien stabil, sagt Salt-Chef Pascal Grieder.
Keystone/Gaetan Bally (Symbolbild) Die Nutzerzahlen für SMS seien stabil, sagt Salt-Chef Pascal Grieder.

SMS-Nachrichten soll es auch weiterhin geben.

Diese Aussage macht der Chef des Telekomunternehmens Salt, Pascal Grieder, in einem Interview mit dem «Blick». Grund sei die sogenannte Zwei-Faktoren-Authentifizierung. Nutzerinnen und Nutzer erhalten dabei eine SMS mit einem Code, um sich dann beispielsweise beim Online-Banking oder beim Krankenkassenkonto einzuloggen.

Anders als bei den MMS seien die Nutzerzahlen bei SMS relativ stabil. Mit MMS konnten beispielsweise auch Bilder verschickt werden. Salt wie auch die Swisscom haben die MMS-Dienste auf Anfang 2023 ganz eingestellt.

Adani-Gruppe weist Vorwürfe zurück

Es gibt immer mehr Fragezeichen hinter den Geschäftspraktiken des Adani-Chefs.
Keystone/Ajit Solanki Es gibt immer mehr Fragezeichen hinter den Geschäftspraktiken des Adani-Chefs.

Die unter Druck geratene indische Firmengruppe Adani Enterprises hat Vorwürfe des US-Leerverkäufers Hindenburg Research erneut zurückgewiesen.

Die börsennotierte Gruppe, die weitere Aktien am Kapitalmarkt platzieren will, warf Hindenburg am Sonntag in einer neuerlichen Stellungnahme versuchte Marktmanipulation vor.

Der US-Leerverkäufer Hindenburg Research hatte in einem Bericht am Dienstag Zweifel an Zahlen zur Verschuldung und zu den Vermögenswerten des Konglomerats geäussert und erklärt, auffallende Kurse bei Firmen der Adani Group zu wetten. Die Adani Group hatte den Hindenburg-Bericht als unbegründet zurückgewiesen.

Dritter Streiktag bei Deutsche Post

Die Post kritisierte die Arbeitskampfmassnahmen am Freitag als «überzogen».
Keystone/Jan Woitas (Symbolbild) Die Post kritisierte die Arbeitskampfmassnahmen am Freitag als «überzogen».

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post hat die Gewerkschaft Verdi den dritten Tag in Folge zu Streiks aufgerufen.

Auch am Samstag solle bundesweit in ausgewählten Betrieben in den Paket- und Briefzentren sowie in der Paket-, Brief- und Verbundzustellung ganztägig gestreikt werden, erklärte Verdi am Morgen. Damit solle der Druck auf den Arbeitgeber erhöht werden.

Bereits am Donnerstag und Freitag hatte es Streiks bei der Deutschen Post gegeben. Daran beteiligten sich laut Verdi bundesweit insgesamt rund 24'000 Beschäftigte. In der vergangenen Woche waren an drei Tagen insgesamt rund 30'000 Post-Mitarbeitende in den Streik getreten.

Ford-Belegschaft wehrt sich gegen Abbau

Die Zurwehrsetzung gegen den Stellenabbau könnte zu Produktionsausfällen führen.
Keystone/Henning Kaiser Die Zurwehrsetzung gegen den Stellenabbau könnte zu Produktionsausfällen führen.

Der Gesamtbetriebsrat bei Ford will sich gegen Pläne des Autobauers für einen Stellenabbau in Deutschland und Europa zur Wehr setzen.

«Wir setzen nach und nach Nadelstiche», kündigte Benjamin Gruschka, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Ford Werke, am Samstag in Köln aus. Dies könne auch zu Produktionsausfällen bei Ford führen. Konkrete Gesprächsangebote des Managements gebe es indes noch nicht.

Der Autobauer plant nach Angaben der Arbeitnehmer, an seinen Standorten in Deutschland und Europa Stellen zu streichen. In der Produktentwicklung könnten im schlechtesten Fall von 6250 Stellen nur 2200 Stellen übrig bleiben.

Gas-Projekt zwischen Italien und Libyen

Laut Eni ist es das erste grosse Projekt in Libyen seit Anfang der 2000er Jahre.
Keystone/EPA Laut Eni ist es das erste grosse Projekt in Libyen seit Anfang der 2000er Jahre.

Italien und Libyen wollen in den nächsten Jahren neue Gasfelder im Mittelmeer erschliessen und damit zur Energiesicherheit Europas und auch des nordafrikanischen Landes beitragen.

Beim Besuch einer Delegation aus Rom, angeführt von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, wurde am Samstag ein gemeinsamer Vertrag im Umfang von umgerechnet rund 7,36 Milliarden Euro unterzeichnet. Italiens grösster Gasimporteur Eni und der staatliche libysche Ölkonzern NOC wollen demnach bis 2026 zwei Gasfelder erschliessen, aus denen bis zu 21 Millionen Kubikmeter Erdgas täglich geholt werden sollen.

Meloni nannte die Unterzeichnung «einen sehr wichtigen, historischen Schritt».

Fnac schliesst zehn Verkaufsstellen

Die französische Elektronikkette Fnac schliesst zehn Filialen in Manor-Warenhäusern in der Deutschschweiz. Das   Unternehmen wolle sich wieder auf die Westschweiz konzentrieren. Dort sei es seit 20 Jahren tätig, sagte der     operative Leiter gegenüber der     Nachrichtenagentur AWP. Insgesamt seien rund 60 Mitarbeitende betroffen.

Kreditausfälle bei American Express

Seit der Coronapandemie zahlen mehr Menschen mit der Kreditkarte.
Keystone/Dan Steinberg (Symbolbild) Seit der Coronapandemie zahlen mehr Menschen mit der Kreditkarte.

Das Kreditkarten-Unternehmen American Express rechnet aufgrund der       Wirtschaftsflaute künftig mit mehr  Kreditausfällen.

Eine Milliarde US-Dollar stellt das  Unternehmen für solche Fälle zurück, wie es in der Bilanz zum abgelaufenen Geschäftsjahr bekannt gab. Anders als die Konkurrenten Visa und Mastercard wickelt American Express nicht nur  Kartenzahlungen ab, sondern vergibt selbst auch Kredite.

Ansonsten gibt sich das Unternehmen für die Zukunft optimistisch. Seit Corona würden die Menschen häufiger mit    Kreditkarten zahlen. Auch die Rivalen Visa und Mastercard steigerten Gewinn und Erlöse deutlich.

Weniger Verkehr auf Nord-Ostsee-Kanal

Zwischen Weihnachten und Neujahr musste der Nord-Ostsee-Kanal sogar ganz gesperrt werden.
Keystone/Christian Charisius (Archiv) Zwischen Weihnachten und Neujahr musste der Nord-Ostsee-Kanal sogar ganz gesperrt werden.

Der Krieg in der Ukraine, schwankende Energiepreise und eine Vollsperrung  haben 2022 zu weniger Verkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal geführt.

Im vergangenen Jahr haben 26'882   Schiffe die künstliche Wasserstrasse genutzt, 411 weniger als 2021, wie die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung am Freitag berichtete. Schiffe beförderten 82,254 Millionen Tonnen Güter. Das   waren 3,5 Prozent weniger als 2021.

Trotz des Rückgangs bei der Anzahl der Schiffe fiel deren Ladevolumen      insgesamt mit einer Bruttoraumzahl von gut 133 Millionen etwas höher als 2021. Der Trend zu immer grösseren Schiffen hielt damit an. Durch die EU-Sanktionen gab es weniger Verkehr nach Russland.