Spitäler reagieren auf neue Tarife

 Spitäler versuchen mehr Leistungen abzurechen.
Keystone Spitäler versuchen mehr Leistungen abzurechen.

Mehrere Schweizer Spitäler wollen mehr Leistungen abrechnen als bisher. Das zeigen Recherchen von Radio SRF.

Die Spitäler reagieren damit auf die neuen Tarife für ambulante Spitalbehandlungen. Diese gelten seit Anfang Jahr. Seither können die Ärzte für einzelne Leistungen weniger abrechnen als früher. Ziel der neuen Tarife ist, die Gesundheitskosten zu senken.

Trotz tieferer Tarife versuchen die Spitäler aber gleich viel zu verdienen. Grosszügiger abrechnen, ist eine Möglichkeit, die niedrigeren Tarife abzufedern. Eine andere ist, dass Patienten mehrmals aufgeboten werden, obwohl dies medizinisch nicht nötig wäre.

In Zürich vermisster Bub ist in Spanien

Ein seit Sonntag in Zürich vermisster dreijähriger Bub befindet sich in Spanien. Sein Vater habe sich bei den spanischen Behörden gemeldet, dem Kind gehe es gemäss örtlichen Angaben gut, teilt die Kantonspolizei Zürich mit.

Der Vater hatte das Kind am Sonntag in Zürich besucht und dann der Obhut der Mutter entzogen. Bis zum Mittwoch war unklar, wo sich der Mann und das Kind aufhielten. Die beiden konnten «trotz intensiven Ermittlungen» nicht gefunden werden, wie die Kantonspolizei weiter schreibt.

Die spanischen und schweizerischen Behörden klären nun die Hintergründe ab.

Dach auf SBB-Gleis geweht: Strecke zu

Eine Windboe schleuderte das Dach direkt auf das Gleis.
Key Eine Windboe schleuderte das Dach direkt auf das Gleis.

In Oensingen/SO hat ein vom Sturm weggewehtes Hausdach Strommasten und die Stromleitung der SBB beschädigt. Die Bahnlinie Solothurn-Olten ist darum unterbrochen.

Die Züge zwischen Solothurn und Olten werden über die Neubaustrecke umgeleitet und halten nicht in Oensingen. Laut SBB fahren am Mittwoch bis Betriebsschluss keine Züge auf der betroffenen Strecke. Man hoffe, am Donnerstag mindestens ein Gleis wieder in Betrieb nehmen zu können, heisst es beim Unternehmen auf Anfrage von SRF.

Die Arbeiten seien aufwändig. Der umgeknickte Strommast müsse ersetzt und die Fahrleitungen wieder instand gestellt werden, so die SBB weiter.

Preiserhöhung wird verschoben

Ursprünglich war eine Erhöhung der Benzinpreise für 2019 oder 2020 vorgesehen.
Key Ursprünglich war eine Erhöhung der Benzinpreise für 2019 oder 2020 vorgesehen.

Der Bundesrat will die Benzinpreise vorerst nicht erhöhen.

Laut Bundesrätin Doris Leuthard würden zusätzliche Mittel für den Autobahn-Ausbau frühestens im Jahr 2024 benötigt. Ursprünglich war eine Erhöhung der Benzinpreise für 2019 oder 2020 vorgesehen.

Ab 2020 ist zudem eine neue Abgabe auf Elektrofahrzeuge vorgesehen. Die Abgabe soll zunächst rund 90 Millionen Franken in die Bundeskasse spülen. Wie und wann die neue Abgabe erhoben werden soll, ist umstritten. Eine Pauschale wäre für den Bund am einfachsten zu erheben. Aus Sicht von Umweltschützern verstösst dies aber gegen das Verursacherprinzip.

Bundesrat will Inhaberaktien abschaffen

Der Bundesrat nimmt einen neuen Anlauf zur Abschaffung sogenannter Inhaberaktien. Diese sollen in Namenaktien umgewandelt werden, schlägt er vor und hat dazu die Vernehmlassung eröffnet.

Im Unterschied zu Namenaktien ist einem Unternehmen bei Inhaberaktien nicht bekannt, wer seine Aktionäre sind. Mit der Änderung will der Bundesrat eine Empfehlung der OECD umsetzen. Er hatte bereits 2005 versucht, die Inhaberaktien abzuschaffen, war damals jedoch in der Vernehmlassung gescheitert.

Die Zahl der Inhaberaktien geht bereits zurück: 88 Prozent der Aktiengesellschaften in der Schweiz hielten ihr Kapital in Namenaktien, schreibt der Bundesrat.

SDA-Mitarbeiter drohen mit Streik

Bei der SDA sollen 40 von 150 Stellen gestrichen werden.
Key Bei der SDA sollen 40 von 150 Stellen gestrichen werden.

Die Mitarbeiter der Schweizerischen Depechenagentur SDA wehren sich gegen den geplanten Stellenabbau und drohen mit einem Streik.

Der Stellenabbau sei überstürzt, heisst es aus der Redaktionskommission. Man habe deshalb beschlossen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Die Geschäftsleitung der SDA reagiert überrascht. Man könne mit den Kündigungen aus Kostengründen nicht zuwarten, sagte Geschäftsführer Markus Schwab. 

Die SDA hat letzte Woche angekündigt, dass rund 40 der 150 Vollzeitstellen gestrichen werden sollen. Das Unternehmen rechnet für das laufende Jahr mit einem Millionenverlust.

Bundesrat will Ausbau

Der Bundesrat will bis 2030 das Nationalstrassennetz ausbauen. Insbesondere in den Agglomerationen sollen die Autobahnen für mehr Autos ausgelegt werden. Dafür will der Bundesrat insgesamt fast 13,5 Milliarden Franken ausgeben.

In einem ersten Schritt sollen ab 2019 der sogenannte Bypass Luzern und die Erweiterung des Abschnitts Rootsee-Buchrain realisiert werden, ebenso die Beseitigung des Engpasses Crissier bei Lausanne und die Umfahrung Le Locle.

Der Bundesrat beantragt dem Parlament weiter gut 1,1 Milliarden Franken, um die Verkehrssituationen in den Agglomerationen zu verbessern. Unterstützt werden sollen 32 Agglomerationen.

Stromunterbrüche in Bündner Regionen

Heftige Winde und Schnee haben am Mittwochmorgen in Teilen des Kantons Graubünden zu Stromunterbrüchen geführt. Im Prättigau und im Bündner Oberland waren 2500 Haushalte betroffen, wie der Stromkonzern Repower mitteilte.

Das Sturmtief «Evi» sorgte in der Nacht auf Mittwoch und am Morgen in weiten Teilen der Schweiz für Schäden und Verkehrsbehinderungen. Wegen umgestürzter Bäume waren Strassen und auch Bahnlinien unterbrochen, so die Bahnstrecke zwischen Buchs im Kanton St. Gallen und Feldkirch in Österreich.

In zahlreichen Skigebieten bleiben die Bahnen wegen des Winds geschlossen.