Armee will Transmenschen rekrutieren

In der Schweizer Armee kümmert sich eine neue Dienststelle seit Kurzem um die Integration von Transmenschen.

Zahlenmässig sind diese Fälle zwar tief, aber die Armee will damit das Vertrauen der Gesellschaft in die Institution Militär festigen. Armeesprecher Stefan Hofer bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-Sda einen entsprechenden Bericht der «Sonntagszeitung». Seit Anfang April sei eine Person angestellt, die sich neben dem Umgang mit sprachlichen Minderheiten und Religionen auch um das Thema Transsexualität kümmere.

Militärärzte sind aktuell mit durchschnittlich 18 Transsexualitätsdiagnosen pro Jahr konfrontiert.

CH-Armee soll klimafreundlicher werden

Laut VBS-Chefin Amherd soll die Schweizer Armee klimafreundlicher werden.
Keystone Laut VBS-Chefin Amherd soll die Schweizer Armee klimafreundlicher werden.

Verteidigungsministerin Viola Amherd will den CO2-Ausstoss ihres Departements bis 2025 um 30 Prozent reduzieren und Kasernen und Gebäude künftig systematisch mit Solarzellen bestücken.

«Das Verteidigungsdepartement soll ein Vorbilddepartement werden bei der Energieeffizienz, beim Natur- und Umweltschutz», erklärte Amherd in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Neben der systematischen Ausstattung der Gebäude mit Solarzellen sei ihr Ziel, dass für die Zivilfahrzeuge der Armee die sparsamste Energieeffizienz-Kategorie Standard wird.

Seit 2001 habe das VBS den CO2-Ausstoss um 20 Prozent reduziert. Bis 2025 sollen es weitere 30 Prozent weniger sein.

Borschberg präsentiert Stromflugzeug

In der Schweiz steht ein neues Stromflugzeug vor der Einführung. Das elektrisch angetriebene Flugzeug des Schweizer Luftfahrtpioniers André Borschberg soll bald in Produktion gehen, wie die «Sonntagszeitung» berichtet.

Am kommenden Freitag will der Solar-Impulse-Pilot das Trainingsflugzeug H55 mit Elektroantrieb am Flughafen Sitten enthüllen. Dabei handelt es sich um eine zweiplätzige Maschine, die bei Flugschulen und zum Training von Piloten zum Einsatz kommen soll.

Das Schweizer System baut dem Bericht zufolge auf den Erfahrungen mit dem Solarflugzeug «Solar Impulse» auf. 

Gewalt an jedem vierten Fussballspiel

An jedem vierten Fussballspiel kam es in der letzten Saison zu Zwischenfällen.
Keystone An jedem vierten Fussballspiel kam es in der letzten Saison zu Zwischenfällen.

In der abgelaufenen Fussballsaison ist es in der höchsten Schweizer Liga bei jedem vierten Match zu Gewalt gekommen.

Dies geht laut einem Bericht der «NZZ am Sonntag» aus einem Reporting hervor, für das die Polizei erstmals alle Zwischenfälle während der 404 Spiele der beiden höchsten Ligen und des Cups erfasst hat. Am Rand von 68 Spielen kam es demnach in irgendeiner Form zu Gewalt. Vor allem in den Zügen zur An- und Abreise der Fans ereigneten sich Zwischenfälle.

«Viele Züge sind rechtsfreie Zonen», wird Markus Jungo, Leiter der polizeilichen Koordinationsstelle Sport, im Bericht zitiert. «Da ist die Situation katastrophal.» 

Grüne wollen mehr Frauen im Parlament

Für die Gleichstellung sollen die politischen Parteien bei den Nationalratswahlen künftig immer gleich viele Frauen und Männer als Kandidaten aufstellen.

Dies fordern die Grünen in einer parlamentarischen Initiative, wie die «Sonntagszeitung» berichtet. Im Bundeshaus sind heute rund 28 Prozent der Parlamentarier weiblich. Ein ähnliches Rezept wie die Grünen propagiert die GLP. Sie will mehr Frauen ins Bundeshaus bringen, indem sie finanzielle Anreize schafft.

Parteien respektive deren Bundeshausfraktionen sollen nur Geld erhalten, wenn sie mit ausgewogenen Listen zu den Parlamentswahlen antreten.

«Place du 18 juin» eingeweiht

Die «place du 18 juin» in Moutier soll an die Abstimmung erinnern.
Keystone Die «place du 18 juin» in Moutier soll an die Abstimmung erinnern.

In Moutier im Berner Jura haben am Samstag zahlreiche Menschen die «Place du 18 juin» eingeweiht. Der Platz soll an den Abstimmungstag im Jahr 2017 erinnern, als sich Moutier knapp für einen Kantonswechsel von Bern zu Jura entschieden hatte.

Nach wie vor gehört Moutier allerdings zum Kanton Bern: Die Regierungsstatthalterin erklärte das Abstimmungsergebnis im Nachhinein für ungültig. Es gab Vorwürfe, dass auch Nicht-Wahlberechtigte zur Abstimmung zugelassen worden sein sollen.

Gegen diesen Entscheid sind wiederum Beschwerden beim bernischen Verwaltungsgericht hängig.

Heftige Unwetter in der Schweiz

In der West- und Zentralschweiz sind am Samstagabend heftige Gewitter niedergegangen, mit starken Niederschlägen und begleitet von heftigen Windböen. 

Eine Frau kam bei einem Bootsunfall in Genf ums Leben. Am Eidg. Turnfest in Aarau wurde am Abend ein Show-Anlass aus Sicherheitsgründen abgesagt. Es würden starke Windstösse von bis zu 100 Kilometern pro Stunde erwartet, teilten die Veranstalter mit. In Interlaken/BE unterbrachen die Veranstalter des Greenfield-Festivals kurz vor 19 Uhr das Programm für rund eine Stunde.

Die Feuerwehren in den Kantonen Genf und Waadt hätten umgestürzte Bäume von Strassen entfernen müssen, meldet das Westschweizer Radio und Fernsehen.

SAC unterstützt Gletscher-Initiative

Der Schweizerische Alpenclub SAC stellt sich hinter die Gletscher-Initiative. An der Delegiertenversammlung in Lugano/TI hätten sich von 150 Abgeordneten nur sechs gegen das Volksbegehren ausgesprochen, neun hätten sich enthalten, teilt der SAC mit. Der Bergsport sei stark vom Klimawandel betroffen, auftauender Permafrost mache das Gelände manchenorts instabil.

Im Vorfeld hatten sich in einigen Sektionen Stimmen dagegen gemeldet. Sie befürchten unter anderem Einschränkungen für das Heli-Skiing.

Die Initiative verlangt, dass die Schweiz den CO2-Ausstoss senkt und ab 2050 fossile Treib- und Brennstoffe verbietet.