Roboter auf Einkaufsliste des Bundes

Roboter, nicht menschen sollen Strahlung vor Ort messen.
Reuters Roboter, nicht menschen sollen Strahlung vor Ort messen.

Ob Terrorismus oder Unfälle in Atomkraftwerken: Die Bedrohung durch Radioaktivität ist heute gegenwärtiger als auch schon. Die Schweiz ist allerdings nicht gut genug gegen nukleare Katastrophen gerüstet, findet der Bund.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz kauft deshalb bis nächstes Jahr drei technisch anspruchsvolle Roboter, die radioaktive Gefahrenherde beseitigen können. Kostenpunkt laut Marktbeobachtern: bis zu einer Million Franken.

Dazu will das Amt Drohnen anschaffen, die Radioaktivität messen können, sollte in der Schweiz plötzlich eine grosse Fläche verseucht sein. Die Kosten für diese Geräte sind noch unklar.

Gössi verteidigt Cassis bei EU-Dossier

FDP-Präsidentin Petra Gössi spricht an der Delegiertenversammlung der FDP vom Samstag in Airolo.
Keystone FDP-Präsidentin Petra Gössi spricht an der Delegiertenversammlung der FDP vom Samstag in Airolo.

FDP-Präsidentin Petra Gössi nimmt Aussenminister Ignazio Cassis in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Montag in Schutz. Er habe bei den Verhandlungen mit der EU keine rote Linie überschritten, wird sie zitiert.

SP-Präsident Christian Levrat hatte Cassis am Samstag angegriffen, weil dieser laut darüber nachgedacht hatte, ob sich die flankierenden Massnahmen zum Schutz von Schweizer Löhnen nicht anpassen liessen. Gössi verteidigt ihren Parteikollegen: Es müsse möglich sein, über Prozesse und neue technologische Mittel nachdenken zu dürfen.

«Gerade als Tessiner käme es ihm nie in den Sinn, die flankierenden Massnahmen aufs Spiel zu setzen», so Gössi weiter.

Gleitschirmunfall im Berner Oberland

In Pohlern/BE hat sich am Samstag ein schwerer Gleitschirmunfall ereignet. Der 24-jährige Pilot verstarb noch an der Unfallstelle an den schweren Verletzungen, wie die Kantonspolizei Bern und die Regionale Staatsanwaltschaft Oberland am Sonntag mitteilten.

Nach Erkenntnissen der Polizei war der Mann aus dem Kanton Bern zunächst von der Mötschelealp losgeflogen. Aus noch unbekannten Gründen geriet er in der Luft in Schwierigkeiten und stürzte im Bereich Ober Bachtelen zu Boden.

Der Verunfallte wurde von zwei Ersthelfern noch vor Eintreffen eines Ambulanzteams und eines Helikopters der Air-Glaciers betreut, verstarb aber dennoch noch auf der Unfallstelle.

500 Gemeinden weniger innert 10 Jahren

Weitere 33 Schweizer Gemeinden sind im letzten Jahr verschwunden. Innert zehn Jahren ging die Zahl durch Fusionen gar um 500 zurück, wie die «Sonntags-Zeitung» gestützt auf das Bundesamt für Statistik BfS berichtet.

Dass der Trend anhält, zeigen die aktuell 145 Gemeinden mit Fusionsabsichten. Vor allem in den Bergregionen habe das Tempo der Abwanderung wieder zugenommen, erklärt der Gemeindeverband. Dieser ist besorgt, dass es sich beim Gemeindesterben um eine irreversible Entwicklung handeln könnte.

Schrumpfende Gemeinden versuchen auch anderweitig, ihr Überleben zu sichern. Dies zeigt etwa Albinen im Wallis, das mit Geldspritzen Bürger anlocken will.

Parmelin und Cassis verteidigen Gesten

«Wer die aufgeladene Stimmung miterlebt hat, schätzt die Leistung der Schweizer Nati umso mehr und kann verstehen, wenn die Emotionen mit einem Spieler durchgehen», sagte Sportminister Guy Parmelin der «NZZ am Sonntag» zu den Kosovo-Albanien-Gesten Xhakas und Shaqiris.

Es sei aber nicht im Sinne des Sports, aus den Emotionen nun eine Polemik entstehen zu lassen, so Parmelin, der beim Spiel gegen Serbien im Stadion war.

Aussenminister Ignazio Cassis sagte: «Ich zweifle nicht, dass man patriotische Emotionen für die Nation empfinden kann, die einen aufgenommen hat, ohne sein Heimatland zu vergessen.» Das CH-Team sei ein perfektes Beispiel für die Verschmelzung verschiedener Kulturen.

Früherer Familiennachzug

Der politischen Forderung, den Familiennachzug zu erschweren, erteilt Silvia Steiner, Präsidentin der kantonalen Erziehungsdirektorenkonferenz, eine Abfuhr.

«Das ist aus Sicht der Schule falsch», sagt die Zürcher CVP-Regierungsrätin der «Sonntags-Zeitung». Kinder von Migranten sollten früher in die Schweiz kommen, oder gar nicht. Damit möchte sie Defiziten entgegentreten, die Spätzuwanderer bei der Bildung aufweisen. Sie verfügen seltener über einen Lehrabschluss oder eine Matura.

«Wer erst mit 14 oder 15 ins Land kommt, hat nirgends eine richtige Heimat und kommt zum Teil mit schlechten Voraussetzungen hierher», so Steiner.

Demo für verfolgte Christen in Bern

Rund 1200 Personen haben in Bern gegen die Verfolgung von Christen in aller Welt demonstriert. Sie machten geltend, dass rund 100 Mio. Christen aufgrund ihres Glaubens unterdrückt und verfolgt würden. Zu der Kundgebung hatte die Schweizerische Evangelische Allianz aufgerufen.

Ausschreitungen in Zürich

Nach dem Schweizer Sieg gegen Serbien an der Fussball-WM ist es in der Stadt Zürich in der Nacht auf Samstag zu etlichen Ausschreitungen gekommen. Dabei wurden sechs Personen verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Gerufen wurde diese unter anderem wegen einer Schlägerei in einer Public-Viewing-Zone. Dort waren sich zwei Gruppen in die Haare geraten, drei Personen wurden verletzt.

Laut der Polizei gab es auch zahlreiche Sachbeschädigungen. So seien zum Beispiel vorbeifahrende Autos mit Gegenständen beworfen worden. Zu befassen hatte sich die Polizei weiter mit zahlreichen Klagen wegen Lärm.