Grauammer brütet mehr in der Schweiz

Die Grauammer hat in diesem Sommer deutlich häufiger in der Schweiz gebrütet als in den Jahren zuvor. Die Vogelwarte Sempach spricht deswegen von einem Hoffnungsschimmer für den vom Aussterben bedrohten Vogel.

Grauammern brüten am Boden in weiten, offenen Kulturlandschaften. Solche Gebiete sind durch die Intensivierung der Landwirtschaft praktisch verschwunden. Der Grauammerbestand ist deswegen europaweit stark zurückgegangen.

In der Schweiz sei er in den letzten zehn Jahren um 60 Prozent eingebrochen. Dieses Jahr gebe es jedoch gute Neuigkeiten: Während der Brutzeit seien so viele Exemplare gesichtet worden, wie seit über 20 Jahren nicht mehr.

Zürcher Kunsthausbetrieb eingeschränkt

Nach dem Brand in einem Packraum des Kunsthauses Zürich vor Wochenfrist dürfte der Betrieb voraussichtlich bis Ende Jahr eingeschränkt bleiben. Dabei bleiben die Ausstellungsräume im Altbau geschlossen.

Wie das Kunsthaus weiter mitteilt, müssen bis zu 400 Gemälde und Skulpturen gereinigt werden. Auch an den Decken, Wänden und Böden gebe es Russspuren.

Trotzdem soll die Ausstellung über Niki de Saint Phalle wie geplant am 2. September eröffnet werden. Der Brand war vermutlich durch ein batteriebetriebenes Gerät ausgelöst worden. Vom Brand nicht betroffen ist der Chipperfield-Bau mit der Ausstellung «Federico Fellini».

Früher Beginn und starke Blüte

Allergikerinnen und Allergiker haben 2022 besonders unter Pollen gelitten. Die Saison habe bei mildem Wetter ausserordentlich früh begonnen und sei stärker als in anderen Jahren gewesen, teilte das Allergiezentrum Schweiz mit.

Bereits Anfang Jahr flogen die Haselpollen, 20 bis 30 Tage früher als gewöhnlich. Die Messdaten zeigten eine starke bis sehr starke Blüte. Auch Erlen und Birken produzierten mehr Blüten und gaben grossen Pollenmengen ab.

Für starken Heuschnupfen sorgten bereits ab Mitte April auch die Gräser. Die Belastung war dabei in der Deutschschweiz höher als in der Westschweiz und im Wallis.

Korallen erholen sich

Grosse Teile des australischen Great Barrier Reef weisen den stärksten Korallenbewuchs seit 36 Jahren auf.

Die Zunahme wurde mittels eines Langzeit-Überwachungsprogramms in den nördlichen und zentralen Gebieten des grössten Riffs der Erde verzeichnet. In der südlichen Region machten vermehrte Vorkommen des Dornenkronenseesterns den Korallen hingegen zu schaffen, teilte das Australische Institut für Meereswissenschaften in seinem Jahresbericht mit.

Die Experten gaben trotz der teilweise guten Nachrichten keine Entwarnung. Die Korallen sind anfällig auf Wellenschäden.

Orban in den Ferien aus Seenot gerettet

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban ist laut einem Zeitungsbericht während seinen Ferien in Kroatien aus Seenot gerettet worden. Orban war demnach mit seinem Boot im Adriatischen Meer unterwegs.

«Sein Schlauchboot war kaputtgegangen und so habe ich ihn, seine Frau und seinen Leibwächter ans Ufer gebracht», berichtete der Journalist Boris Vrkic der kroatischen Tageszeitung «Slobodna Dalmacija».

Der Vorfall ereignete sich am Wochenende in einer Bucht der Insel Vis. Während der Rettungsaktion sei Orban guter Laune gewesen, führte Vrkic weiter aus. Anschliessend habe er ihm ein Fischrestaurant empfohlen.

Klimawandel fördert Krankheitserreger

Der Klimawandel verstärkt laut einer Studie die Ausbreitung von Krankheitserregern. Ein Team der Universität Hawaii kommt zum Schluss, dass 58 Prozent der von Krankheitserregern ausgelösten Leiden durch den Klimawandel verschlimmert werden können.

Das geschehe durch die Erwärmung an sich aber auch durch Dürren oder Überschwemmungen. Der Studie im Fachjournal «Nature Climate Change» lag eine Liste von 375 Krankheiten zugrunde, die von Erregern wie Viren, Bakterien oder Pilzen ausgelöst werden.

Die Forschenden fanden über 1000 einzelne Pfade, auf denen jeweils ein Erreger durch den Klimawandel gefördert wurde.

Daten dank Sensoren an Stühlen

Die Stadt Zürich will wissen, wie die Stühle auf Zürcher Plätzen genutzt werden. Daher testet die Stadt zusammen mit der ETH Zürich auf zwei Plätzen neuartige Sensoren. Bewähren sich diese, könnten sie für die Planung von öffentlichen Räumen eingesetzt werden.

Die Sensoren messen die Belegung und Verweildauer auf den jeweiligen Stühlen wie auch der Standort der Stühle, die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und der Lärmpegel.

Wie die Stadt mitteilt, soll der Test Aufschluss darüber geben, wie zuverlässig die Sensoren sind. Zudem werden Datenübertragung und -auswertung sowie die Nachhaltigkeit geprüft. Datenschutz und Privatsphäre seien gewährleistet.

Feuer bei Dresden brennt immer noch

Noch immer ist der Waldbrand südöstlich von Dresden nicht unter Kontrolle, wie die zuständigen deutschen Behörden mitteilten.

Seit rund zwei Wochen kämpfen Feuerwehrleute im Nationalpark Sächsische Schweiz gegen die Flammen auf einem Gebiet von etwa 150 Hektar. Rund 600 Feuerwehrleute stehen im Einsatz. Sie werden von Lösch-Helikoptern unterstützt. Hauptaufgabe sei die Bekämpfung von Glutnestern, die sich zum Teil tief unter der Erde befänden, hiess es.

Das Brandgebiet befindet sich im Grenzgebiet zu Tschechien. Auf tschechischer Seite gab die Feuerwehr an, sie hoffe, ihren Einsatz bis Ende nächster Woche abschliessen zu können.