Erstes Verbrechen vom Weltalll aus?

Eine Nasa-Astronautin soll von der internationalen Raumstation ISS aus illegalerweise auf das Bankkonto ihrer Ex-Partnerin zugegriffen haben.

Wie die «New York Times» berichtete, könnte es sich dabei um den ersten Vorwurf eines Verbrechens vom Weltraum aus handeln. Demnach gab Anne McClain, die im Juni nach einem sechsmonatigen Aufenthalt im All auf die Erde zurückgekehrt war, gegenüber Ermittlern zu, auf das Konto mit dem ihr bekannten Passwort zugegriffen zu haben.

Auf Nachfrage der Ex-Partnerin fand die Bank heraus, dass Zugriffe auf das Konto von einem Nasa-Netzwerk vorgenommen worden waren. Und zwar in der Zeit, in der McClain sich im All befunden hatte.

Andockproblem bei Raumstation ISS

An der Internationalen Raumstation ISS ist ein Andockmanöver gescheitert. Die russische Sojus-Kapsel hat sich laut der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos wieder leicht von der ISS entfernt. Man plane bereits einen weiteren Versuch. Die Raumfahrer rund 400 Kilometer über der Erde seien nicht in Gefahr.

Die Trägerrakete war am Donnerstag vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. Neben Nahrungsmitteln sollte die Kapsel auch Medikamente für die Besatzung sowie einen menschenähnlichen Roboter mit dem Namen Fedor mitbringen. In den kommenden Wochen sollen Fedors Fähigkeiten getestet werden.

Auf der ISS sind derzeit drei US-Amerikaner, zwei Russen und ein Italiener.

Eurojackpot geknackt

Der mit 90 Millionen Euro maximal gefüllte Eurojackpot geht nach Finnland.

Mit den Gewinnzahlen 15-18-19-41-42 und den beiden Eurozahlen 4 und 6 ist dort ein Spieler, oder eine Tippgemeinschaft, am Freitag auf einen Schlag zum Multimillionär geworden. Das teilte ein Sprecher von Westlotto nach der Ziehung der Zahlen im finnischen Helsinki mit. Es sei das vierte Mal, dass ein 90-Millionen-Gewinn an einen einzelnen Spieler oder eine einzelne Tippgemeinschaft gehe.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr war der Jackpot in der europäischen Lotterie auf seine Höchstsumme von 90 Millionen Euro angewachsen, weil er seit sieben Wochen in Folge nicht geknackt wurde.

Erster Toter durch E-Zigarette

Nach einer Welle von schweren Lungenproblemen nach der Benutzung von E-Zigaretten gibt es in den USA einen ersten Todesfall.

Am Donnerstag sei dem Gesundheitsministerium im Bundesstaat Illinois der Tod eines Erwachsenen gemeldet worden, der zuvor eine solche Zigarette benutzt hatte und mit «einer schweren, ungeklärten Atemwegserkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden war», sagte die leitende medizinische Angestellte des Ministeriums. Man untersuche den Fall mit weiteren Gesundheitsbehörden.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC teilte mit, dass die bundesweite Zahl der Betroffenen seit Ende Juni mittlerweile auf 193 in 22 US-Staaten gestiegen sei.

Ermittlungen zu Epstein eingeleitet

Im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen gegen den verstorbenen US-Financier Jeffrey Epstein hat die französische Justiz Ermittlungen eingeleitet.

Dabei sollen mögliche Vergehen gegen teils minderjährige Mädchen untersucht werden, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit. Neben möglichen französischen Opfern konzentrierten sich die Ermittlungen aber auch auf Verdächtige, die französische Staatsbürger seien, sagte ein Staatsanwalt.

Epstein, der nach Angaben des US-Justizministeriums vor zwei Wochen Suizid beging, hatte zahlreiche Verbindungen nach Frankreich. Er besass auch ein Luxusapartment nahe den Champs-Elysées.

Bewegliche Solarpanels entwickelt

Forscherinnen und Forscher der ETH Zürich haben ein neues Fassadensystem entwickelt, das mithilfe von beweglichen Solarpanels Strom produziert sowie Gebäude heizen oder kühlen kann. Damit könnten Häuser mehr Strom produzieren, als sie übers Jahr gesehen verbrauchen.

Die Fassade bestehe aus einem leichten Seilnetz mit reihenweise angeordneten Panels, die einzeln angesteuert und bewegt werden könnten, so die ETH.

So können die Panels Licht in die Räume lassen oder aber Schatten spenden. Dadurch muss weniger Energie aufgewendet werden, um Räume zu heizen oder zu kühlen. Bewegliche Solarpanels könnten zudem an einem Sommertag rund 50 Prozent mehr Energie erzeugen als unbewegliche.

Mars-Stein nach Rolling Stones benannt

Die Rolling Stones spielen in Pasadena, Kalifornien.
Keystone-SDA Die Rolling Stones spielen in Pasadena, Kalifornien.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat einen Stein auf dem Mars nach den Rolling Stones benannt. Der «Rolling Stones Rock» sei etwas grösser als ein Golfball, teilte die Nasa am Donnerstag im kalifornischen Pasadena mit.

Durch die Triebwerke des Nasa-Landers «Insight» in Bewegung gesetzt, sei er bei dessen Landung im November 2018 etwa einen Meter weit gerollt. Das zeigen Fotos von Spuren im orangeroten Boden. So weit habe es bisher noch kein Stein bei der Landung eines Nasa-Raumfahrzeugs auf einem anderen Planeten geschafft, teilte die Nasa mit.

«Das ist zweifellos ein Meilenstein in unserer langen und ereignisreichen Geschichte», freute sich die Band.

Eizellen von seltenem Nashorn entnommen

Das letzte Männchen namens Sudan starb letztes Jahr.
Reuters/Archiv Das letzte Männchen namens Sudan starb letztes Jahr.

Die Rettung des fast ausgestorbenen Nördlichen Breitmaulnashorns ist einen Schritt weiter. Wissenschaftler haben es geschafft, von den letzten überlebenden Tieren, zwei in Kenia lebenden Weibchen, zehn Eizellen zu entnehmen.

Das teilten Forscher des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung mit. Die Eier sollen nun mit eingefrorenen Spermien eines gestorbenen Bullen befruchtet werden. Ein Südliches Breitmaulnashorn soll den Nachwuchs dann als Leihmutter austragen.

Wilderer haben das Nördliche Breitmaulnashorn, das früher in grosser Zahl durch Ost- und Zentralafrika gezogen war, fast ausgerottet. Das letzte Männchen starb im vergangenen Jahr.