Mit polizeilicher Poesie gegen Cybersex

Ungewöhnlich warnt die Polizei in Aachen/D vor Erpressern aus dem Internet: mit einem Gedicht über die Risiken von Cybersex.

Ein Auszug von der Facebookseite der Polizei: «Kriminell und voll bedacht/ hat die Dame Fotos gemacht/ Vom Unterleib des Herrn/ der sieht das gar nicht gern/ Soll dies nun aus der Welt/ muss er zahlen Geld.»

Opfer sollten nach Cybersex mit einer halbnackten Frau Hunderte Euro zahlen, ansonsten würden Bilder oder ein Video in sozialen Netzwerken landen. Wenn Erpressungsopfer nicht zahlten, seien ihre Aufnahmen auf Pornoseiten erschienen, teils verlinkt mit ihrem Facebook-Profil, so die Polizei.

In Madrid gehen Haustiere zur Kirche

In Spanien sind am Mittwoch tausende Haustiere in die Kirche gegangen, am Tag des katholischen Festes des heiligen Antonius, dem Schutzheiligen der Tiere.

In Madrid nehmen Herrchen und Frauchen den Ehrentag besonders ernst und erdulden in der Kirche San Antón teils stundenlange Wartezeiten, damit ihre Vierbeiner gesegnet werden.

Das exotischste Tier in dem Gotteshaus sei in diesem Jahr ein Meerschweinchen namens Molly gewesen, berichteten spanische Medien. Das Nagetier sei schwer krank gewesen und vom heiligen Antonius wundersam geheilt worden, sagte die Besitzerin.

Bärin erhält Geburtstagstorte

Die syrische Braunbärin Fränzi, die im Natur- und Tierpark Goldau/SZ lebt, ist am Mittwoch mit einer Geburtstags-Rüeblitorte überrascht worden. Fränzi feierte ihren 35. Geburtstag. Sie ist damit die älteste Bärin des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms.

Fränzi sei eine ruhige ältere Dame, erklärte Tierpark-Veterinär Martin Wehrle auf Anfrage. Sie wurde 1983 im Tierpark Dählhölzli in Bern geboren und kam als Jungtier nach Goldau.

Seit 2009 lebt die Jubilarin in der Gemeinschaftsanlage für Bär und Wolf. Sie habe sich gut an die neue Umgebung gewöhnt und fühle sich in ihrem Teil der Anlage sehr wohl, teilte der Tierpark mit.

14 Jahre Haft für Priester in Russland

Ein Priester in Russland ist zu 14 Jahren Lagerhaft verurteilt worden, weil er minderjährige Mädchen sexuell missbraucht hat. Der orthodoxe Geistliche habe in St. Petersburg als engagierter Jugendpriester gegolten, schreibt die Agentur Interfax. Mit dem Urteil endet ein mehrjähriges Verfahren.

Der Beschuldigte flüchtete 2013 nach Israel und wurde erst 2016 wieder nach Russland ausgeliefert.

Die Russisch orthodoxe Kirche hat angekündigt, auch ein Kirchengericht werde sich mit dem Fall befassen und darüber entscheiden, ob dem Mann die Priesterwürde aberkannt wird.

Weltlängste Unterwasserhöhle in Mexiko

Robert Schmittner: «Eine Arbeit von mehr als 20 Jahren.»
Key Robert Schmittner: «Eine Arbeit von mehr als 20 Jahren.»

Ein deutscher Höhlenforscher hat auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan die längste Unterwasserhöhle der Welt entdeckt. Das Unterwasser-System ist knapp 350 Kilometer lang.

Die Höhlentaucher entdeckten aber nicht eine neue Höhle, sondern konnten beweisen, dass zwei bereits bekannte Höhlen miteinander verbunden sind. «Das war eine Arbeit von mehr als 20 Jahren», teilte der deutsche Wissenschaftler Robert Schmittner mit.

Im gesamten mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo gibt es hunderte Unterwasserhöhlen. Man wolle nun weitere Verbindungen zwischen den Höhlen-Systemen finden, teilen die Forscher mit.

Trump-Beraterin Conway hat's erfunden

Mit der Formulierung «alternative Fakten» bezeichnete Trump-Beraterin Conway die falsche Behauptung, zur Amtseinführung des US-Präsidenten Anfang 2017 seien so viele Feiernde auf der Strasse gewesen wie nie zuvor bei entsprechender Gelegenheit.

Ziel der 27. Wahl zum «Unwort des Jahres» ist es, auf öffentliche Formen des Sprachgebrauchs aufmerksam zu machen und dadurch das Bewusstsein und die Sensibilität für Sprache zu fördern.

Die Jury wählt Formulierungen aus der öffentlichen Kommunikation, die gegen sachliche Angemessenheit oder die Humanität verstossen. Die Wörter sollen zudem eine «gewisse Aktualität» haben, und der Kontext muss belegt sein.

Ausdruck «alternative Fakten» prämiert

Das «Unwort des Jahres» 2017 in Deutschland heisst «alternative Fakten». Das gab die Sprecherin der unabhängigen Jury, die Linguistik-Professorin Nina Janich, in Darmstadt bekannt.

«Die Bezeichnung ist der verschleiernde und irreführende Ausdruck für den Versuch, Falschbehauptungen als legitimes Mittel der öffentlichen Auseinandersetzung salonfähig zu machen», hiess es in der Begründung.

Zum Unwort des Jahres wird in Deutschland jeweils ein Begriff gekürt, der nach Ansicht der Jury gegen das Prinzip der Menschenwürde oder Prinzipien der Demokratie verstösst.

Nase und Mund beim Niesen offen lassen

Wer einen Nieser herannahen fühlt, sollte ihn frei herauslassen. Versucht man, den Nieser zu bremsen, indem man gleichzeitig die Nasenflügel zukneift und den Mund geschlossen hält, riskiert man erhebliche Verletzungen. Darauf weisen britische Ärzte hin.

Einer ihrer Patienten musste nach so einem Nies-Unfall eine Woche künstlich ernährt und mit Antibiotika behandelt werden.

Wegen des aufgestauten Drucks habe er sich einen Riss in der Rachenmuskulatur zugezogen, berichten die britischen Ärzte im Fachblatt «British Medical Journal».