Länger Blinzeln fördert das Verständnis

Die Art zu Blinzeln hat Einfluss auf das Redeverhalten eines Gesprächspartners. Darauf weisen Ergebnisse vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen hin.

Das Forscherteam konnte mittels computergenerierten Gesprächspartnern zeigen, dass Probanden kürzere Antworten auf Fragen gaben, wenn die einzelnen Lidschläge ihres Gegenübers länger dauerten. Langsameres Blinzeln signalisiere möglicherweise dem Gesprächspartner, dass man dessen Antwort verstanden habe.

Menschen blinzeln im Schnitt mehr als 10 000 Mal am Tag. Die Lidschläge dienen unter anderem dazu, die Augäpfel zu benetzen, damit sie nicht austrocknen.

Bemanntes Flugzeug fliegt ins All

Zum ersten Mal hat ein privates Raumfahrtunternehmen laut eigenen Angaben ein bemanntes Flugzeug ins All geschickt. Die Piloten des Unternehmens Virgin Galactic erreichten bei ihrem Testflug eine Höhe von 82,7 Kilometern.

Das ist so hoch, dass die Piloten die Schwerelosigkeit spüren und die Erdkrümmung sehen konnten. Nach US-Definition liegt die Grenze zum Weltraum bei etwa 80,4 Kilometern, laut internationalen Standards liegt sie bei 100 Kilometern.

Virgin Galactic will künftig Privatleute für 250'000 Dollar pro Flug ins All bringen. Bereits 600 Kunden zahlten die Gebühr, um sich einen Platz für einen Flug ins All zu sichern.

Stereotypen in der Werbung gestoppt

Eine Frau, die nicht parkieren kann, oder ein Mann, der Mühe hat, eine Windel zu wechseln: Solche Stereotypen soll es in britischen Werbespots im Fernsehen und im Netz nicht mehr geben.

Das hat die zuständige Aufsichtsorganisation der Werbebranche entschieden. Stein des Anstosses war eine Werbekampagne für Diätprodukte, die sich gezielt an Frauen richtete und eine perfekte Bikini-Figur als selbstverständlich darstellte. Frauenrechtlerinnen begrüssten die neue Regelung.

Allerdings gab es auch Kritik, unter anderem von einer konservativen Abgeordneten. Sie twitterte: Als nächstes werde es wohl Vorgaben zur politischen Korrektheit von Comedyshows geben.

"Heisszeit" deutsches Wort des Jahres

"Heisszeit" ist zum deutschen Wort des Jahres 2018 gekürt worden. Das teilte die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) mit. Der Begriff umschreibe nicht nur den extremen Sommer, sondern beziehe sich auch auf den Klimawandel.

Ausserdem sei "Heisszeit" mit der lautlichen Ähnlichkeit zu "Eiszeit" eine interessante Wortbildung, urteilten die Sprachexperten in Wiesbaden. Auf den zweiten Platz wählte die Jury "Funklochrepublik". Spätestens seit dem Bundestagswahlkampf 2017 sei die teils schlechte Mobilnetzabdeckung auf dem Land ein politisches Thema.

Dahinter folgt der Begriff "Ankerzentren" - laut Experten eine Art Akronym aus den Anfangssilben anderer Wörter.

US-Jet kehrt um: Spenderherz vergessen

Landeanflug mit vergessenem Spenderherz an Bord
reuters Landeanflug mit vergessenem Spenderherz an Bord

Wegen eines an Bord vergessenen Spenderherzens hat ein Passagierflugzeug in den USA auf halber Strecke kehrtmachen müssen.

Die Southwest-Maschine befand sich auf dem Weg von Seattle nach Dallas, als die "lebenswichtige Frachtsendung" entdeckt wurde. Laut Airline war das Spenderherz zuvor von Kalifornien nach Seattle geflogen worden und war für ein dortiges Spital bestimmt. In Seattle wurde das Organ aber nicht von Bord gebracht, und startete deswegen mit der Maschine Richtung Dallas.

"Als wir den Fehler bemerkt haben, haben wir sofort die Rückkehr nach Seattle eingeleitet", betonte die Fluglinie.

Virgin Galactic: Testflug erfolgreich

Unternehmer Richard Branson (Mitte) feiert mit den Piloten.
Keystone Unternehmer Richard Branson (Mitte) feiert mit den Piloten.

Der private Raumfahrt-Tourismus ist ein Stück näher gerückt. Im US-Bundesstaat Kalifornien hat erstmals ein bemanntes Raumfahrzeug von Virgin Galactic bei einem Testflug das All erreicht.

Das «Space Ship Two» stieg bis in eine Höhe von 83 Kilometern auf, sodass die Piloten die Erdkrümmung sehen und die Schwerelosigkeit spüren konnten. Wie die Einsatzleitung bekanntgab, ging die Raumfähre darauf in einen Sinkflug über und landete auf einer Rollbahn in der Mojave-Wüste im US-Staat Kalifornien.

Schon jetzt haben fast 700 Personen Geld für einen Weltraumflug mit Virgin hinterlegt, darunter Leonardo Di Caprio und Justin Bieber. Ein 90-minütiger Flug soll 250'000 US-Dollar kosten.

Sonne lässt Planeten verdampfen

Lange fragten sich Astronomen, warum es in der Nähe von Sternen keine mittelgrossen Planeten gibt. Nun haben Forschende der Universität Genf eine mögliche Antwort gefunden: die Nähe zur Sonne lässt sie verdampfen.

Durch Beobachtungen mit dem Hubble-Weltraumteleskop fanden die Astronomen heraus, dass ein Planet durch die Strahlung seines Sterns rasant Wasserstoff aus seiner Atmosphäre verliert und somit auch an Masse.

Die Entdeckung stützt die Theorie, dass heissere Planeten, die näher bei den Sternen liegen entweder schrumpfen oder komplett erodieren, bis nur noch ihre Planetenkerne aus Gestein übrig sind.

Geldscheine fliegen auf Autobahn

Wegen umherfliegender Geldscheine hat die Polizei im Deutschen Bundesland Baden-Württemberg kurzzeitig eine Autobahn gesperrt.

Ein Autofahrer berichtete den Ordnungshütern von dem Geldregen auf der A98 bei Eimeldingen und warnte vor der damit verbundenen Unfallgefahr, wie die Polizei mitteilte. Die Polizisten stoppten daraufhin für kurze Zeit den Verkehr und sammelten die Geldscheine auf.

"Es handelte sich um einen grösseren Geldbetrag", heisst es im Polizeibericht. Die Beamten wollen nun den Verlierer oder die Verliererin ausfindig machen.