Erhöhtes Potenzial für Wasserkraft

Das Abschmelzen der Gletscher durch die Klimaerwärmung könnte zu einer Erhöhung der Energiegewinnung aus Wasserkraft führen. Laut einem Team der ETH Zürich und der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL beträgt das weltweite Potenzial 13%.

Zudem könnte durch Stauseen an der Stelle der geschmolzenen Gletscher nicht nur Energie gewonnen, sondern auch die schwindende Funktion der Gletscher als Wasserspeicher teilweise kompensiert werden.

Das Potenzial ist von Land zu Land unterschiedlich. Während etwa in Tadschikistan solche neuen Stauseen rund 80% des Energiebedarfs decken könnten, wären es in der Schweiz rund 10%.

Gravierende Hochwasser-Schäden

Das Hochwasser in Venedig führe zu gravierenden Schäden an historischen Bauten, so etwa am Markusdom. Das teilte Stadtpräsident Luigi Brugnaro am Mittwoch mit.

Die Krypta im Markusdom war laut Staatsanwaltschaft zeitweise rund 1,20 Meter unter Wasser gestanden. Dank Wasserpumpen sei der Dom inzwischen wieder trockengelegt, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA. Die Wasserschäden würden nun untersucht.

Der italienische Regierungschef Giuseppe Conte sprach von einer dramatischen Situation und will nach Venedig reisen. Das Wasser stieg in der Nacht auf Mittwoch so hoch wie seit über 50 Jahren nicht mehr.

12 römische Silbermünzen entdeckt

Im Kanton Zug haben Archäologen einen römischen Münzschatz entdeckt und geborgen. Die zwölf Silbermünzen wurden zwischen 241 und 255 nach Christus geprägt. Die Geldstücke wurden bei Erkundungsgängen in einem abgelegenen Waldstück auf dem Zugerberg entdeckt.

Bei den Münzen handle es sich um Antoniniane, teilte die Direktion des Innern mit. Diese seien von Kaiser Caracalla 215 nach Christus als Zahlungsmittel eingeführt worden. 

Auf den Münzen sind die Kaiser Gordian III., Volusian und Valerian I. sowie Kaiserin Otacilia Severa abgebildet. Auf der Rückseite sind die Gottheiten Sol, Jupiter, Mars, Concordia und Victoria zu sehen.

Höchster Wasserstand seit 1966

Venedigs Stadtpräsident Luigi Brugnaro auf dem Markusplatz.
Reuters Venedigs Stadtpräsident Luigi Brugnaro auf dem Markusplatz.

Heftige Regenfälle haben in Venedig zu schweren Überschwemmungen geführt. Stadtpräsident Luigi Brugnaro sprach von einer «Katastrophe» und mobilisierte am Dienstagabend alle Einsatzkräfte. Die schweren Überschwemmungen seien eine direkte Folge des Klimawandels, twitterte Brugnaro.

Das italienische Kulturministerium hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Diese soll Massnahmen ergreifen, um die Kunstschätze der Unesco-Welterbestadt zu schützen.

Das Wasser stieg in der Nacht auf Mittwoch vorübergehend auf 187 Zentimeter über dem Meeresspiegel, so hoch wie seit 1966 nicht mehr. Mehr als 80% der Stadt wurden überflutet.

Kokain am Strand angespült

An den Atlantikstränden in Frankreich wird im Moment kiloweise Kokain angespült. Laut der Staatsanwaltschaft der Stadt Rennes sind es bisher über Tausend Kilogramm Kokain, in kleinen Plastikpaketen abgefüllt.

Da es sich um reines Kokain handle, sei es besonders gefährlich und dürfe keinesfalls konsumiert werden, so die Staatsanwaltschaft weiter. 

Die Ermittler rätseln, woher die Päckchen, die etwa die Grösse eines Schuhkartons haben, stammen. Sie könnten beispielsweise bei einem Sturm über Bord gegangen sein. Ein Grund könnte auch eine Schiffshavarie sein.

Ratte in indischem Flugzeug

Wegen einer Ratte im Passagierraum ist ein Inlandflug in Indien mit knapp zwölf Stunden Verspätung gestartet. Das berichteten örtliche Medien.

Demnach sollte der Air-India-Flug am frühen Sonntagmorgen vom südlichen Hyderabad in Richtung Visakhapatnam an der Ostküste des Landes fliegen, als das Nagetier in der Kabine gesichtet wurde. Die Passagiere mussten demnach am Flughafen warten, bis die Mitarbeiter der Airline das Tier aus der Maschine entfernt hatten. Nach einer Desinfektion hätten die Fluggäste schliesslich an Bord gehen können.

Air India bestätigte der Deutschen Presse-Agentur den Vorfall, nannte aber keine weiteren Details.

Formel 1 kündigt Umweltprogramm an

Die Formel 1 will etwas für den Umweltschutz tun. Der Vorstandsvorsitzende Chase Carey erklärte, das Ziel sei es, in Zukunft ausschliesslich nachhaltige Materialien zu benutzen und Einweg-Plastik zu verbannen. Für Fans wolle man Anreize schaffen, um auf «grünerem Weg» zu den Strecken der Formel 1 zu gelangen. Bis 2025 sollten alle Veranstaltungen nachhaltig sein.

An dem Plan wurde ein Jahr gearbeitet. Beteiligt waren neben Vertretern des Automobilweltverbandes auch Nachhaltigkeitsexperten und Veranstalter.

Zuletzt hatte die Formel 1 allerdings mitgeteilt, den Rennkalender auf eventuell 25 Rennen auszuweiten.

Hirschferkel-Art wieder gesichtet

Fast 30 Jahre lang galt es als verschollen: Nun haben Forscher erstmals wieder ein Vietnam-Kantschil in freier Wildbahn gesichtet.

Das Huftier aus der Familie der Hirschferkel, das etwa so gross wie ein Hase ist, sei im Osten Vietnams in eine Kamerafalle getappt, berichtet ein Team der Organisation «Global Wildlife Conservation» in den USA im Fachjournal «Nature Ecology and Evolution».

Der letzte bekannte Artgenosse des Tieres sei im Jahr 1990 von einem Jäger erschossen worden. Das Expertenteam war Tipps von Bewohnern in der Nähe der Küstenstadt Nha Trang nachgegangen, die das Tier mit dem silbergrauen Rückenfell gesehen hatten.