Baby Neve am UNO-Friedensgipfel

Keystone

Ein Säugling hat zum Auftakt der UNO-Treffen in New York der politischen Prominenz aus aller Welt zeitweise die Schau gestohlen. Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern brachte ihre dreimonatige Tochter Neve mit. Ihre Anwesenheit lockerte das diplomatische Protokoll auf.

Begleitet wurde die Regierungschefin von ihrem Ehemann Clarke Gayford. Er kümmerte sich um die Tochter, als seine Frau an der Reihe war, während des Gipfels eine Rede zu halten.

Gayford veröffentlichte auch im Kurzbotschaftendienst Twitter ein Foto des UNO-Zutrittspasses von Neve, auf dem steht: «Neuseeland First Baby».

Schiffbrüchiger Jugendlicher gerettet

In Indonesien ist ein Teenager nach sieben Wochen auf dem Meer gerettet worden. Er wurde 2500 Kilometer entfernt vor der Küste Guams gefunden, gab seine Familie bekannt.

Der Jugendliche hatte zuvor auf einem Fischerboot ohne Motor und oder Ruder gearbeitet, das verankert war, aber vom Sturm losgerissen wurde.

Er überlebte, indem er Fische briet und Wasser aus seiner durchnässten Kleidung saugte, sagte der indonesische Generalkonsul der Zeitung «Jakarta Post». Als dem Teenager das Gas für den Kocher ausging, verbrannte er demnach die Holzausrüstung des Bootes. 

Wieder mehr frei lebende Tiger

Die Zahl der Tiger in freier Wildbahn hat in Nepal zugenommen: Innert fünf Jahren von 198 auf 235. Dies teilt das Ministerium für Wald und Umwelt mit, das die Tiere zählen liess.

Nepal ist einer von 13 Staaten, die sich verpflichtet haben, Schutzzonen für Grosskatzen einzurichten. So soll die Zahl der wild lebenden Tiger weltweit bis 2022 verdoppelt werden. Derzeit gibt es geschätzte 3900 Tiger in freier Wildbahn.

Die Umweltschutzorganisation WWF lobt die Entwicklung in Nepal. Allerdings sei die Population in einigen nepalesischen Gebieten parallel kleiner geworden.

Alternativer Nobelpreis vergeben

Für ihren Kampf gegen die Dürre in Afrika erhalten zwei Aktivisten den alternativen Nobelpreis. Geehrt werden der Bauer Yacouba Sawadogo aus Burkina Faso und der australische Agrarwissenschaftler Tony Rinaudo. Beide setzten sich dafür ein, dass trockenes Land in Afrika wieder landwirtschaftlich genutzt werden kann.

Weiter zeichnet die Stiftung «Right Livelihood Award» zum ersten Mal auch Menschenrechtsaktivisten aus Saudi-Arabien aus. Die drei Preisträger sitzen im Gefängnis und wollten laut Stiftung das autoritäre System in ihrem Land friedlich reformieren.

Das Preisgeld beträgt insgesamt rund 300'000 Franken.

Waschbären als Staatsfeinde in Japan

Die Waschbären-Population sei in Japan regelrecht explodiert, berichtete die Tageszeitung «Asahi Shimbun». In zehn Jahren hätten die ursprünglich als Haustiere aus Amerika ins Land gekommenen Waschbären ihren Lebensraum um das Dreifache vergrössert. Die Raubtiere sind inzwischen verwildert.

Seit Jahren schon klagen Japans Landwirte über zunehmende Schäden. Hinzu kommt, dass sich die Tiere in Japans traditionellen Holzhäusern sowie den Tempeln und Schreinen des Landes ihr eigenes Zuhause einrichten und auch dort Schäden anrichten.

Die Regierung in Tokio erklärte sie zu «invasiven Arten» und damit zum Staatsfeind.

Halbe Million Menschen an SlowUps

Das schöne Wetter diesen Sommer hat SlowUp eine Rekordteilnahme beschert. Über 530'000 Erwachsene und Kinder waren während dieser Saison unterwegs.

Damit hat die Zahl der Teilnehmenden im Vergleich zu 454'000 im Vorjahr nochmals zugelegt. Zudem freuen sich die Veranstalter darüber, dass es keine «gravierenden Zwischenfälle» gegeben habe, wie es in einer Mitteilung zum Ende der 19. SlowUp-Saison heisst.

Den Schluss machte traditionsgemäss der SlowUp um den Zürichsee. Davor lagen 16 Sonntage, an denen Strassen autofrei waren für Velofahrer, Inlineskater oder Fussgänger. Laut Gesundheitsförderung Schweiz, Schweiz Mobil und Schweiz Tourismus beteiligten sich 18 Regionen.

Bande schneidet Frau Ohrläppchen ab

Bei einem Überfall in einer Villa in Lanciano in der italienischen Region Abruzzen ist ein Ehepaar schwer misshandelt worden. Vier vermummte Täter verwüsteten das Haus und fesselten das Paar. Der Frau wurde das rechte Ohrläppchen abgeschnitten.

Damit wollte die Bande das Ehepaar zwingen, ihnen Kreditkarten und den Code des Tresors zu geben, wie italienische Medien berichteten. Der behinderte Sohn des Paares wurde nicht gefesselt.

Zwei Mitglieder der Bande fuhren zu einem Geldautomaten und hoben Geld ab, bevor sie ihren Opfern die Kreditkarten zurückgaben. Der 69-jährige Hausbesitzer erlitt durch Misshandlungen eine Gehirnerschütterung.

Portugal findet altes Handelsschiff

In Portugal ist das Wrack eines historischen Schiffes entdeckt worden. Das Schiff verkehrte einst auf der Gewürzroute nach Indien und sei in der Mündung des Tajo entdeckt worden, teilten die portugiesischen Behörden mit.

Es sei vermutlich zwischen 1575 und 1625 gesunken. Die Wrackteile seien in zwölf Metern Tiefe gefunden worden. Zum Schiff gehörten neun Kanonen aus Bronze mit dem portugiesischen Wappen.

Es handle sich «um den bedeutendsten archäologischen Fund in Portugal seit 1994.» Damals war in derselben Region ein Schiff aus dem frühen 17. Jahrhundert gefunden worden.