Historische Schweizer Medaillen

Martin Fuchs auf Clooney und Steve   Guerdat auf Bianca haben an der WM in Tryon/USA Silber und Bronze im Springreiten geholt. Die beiden Schweizer mussten sich nur von der Deutschen   Simone Blum auf Alice bezwingen lassen.

Fuchs und Guerdat gelangen am Finaltag zwei Nullfehler-Ritte. Sie reagierten damit eindrücklich auf die Enttäuschung mit der verpassten Medaille im Team und holten sich stattliche Preisgelder (70'760 bzw. 51'860 Dollar) ab.

Es sind die ersten Schweizer Einzel- medaillen im Springreiten an den seit 1990 ausgetragenen Weltreiterspielen.

Silber für Team Lütisburg

Das Voltige-Team Lütisburg hat an den Weltreiterspielen in Tryon die Silbermedaille gewonnen. Die Mannschaft mit Longenführerin Monika Winkler-Bischofberger hatte Goldambitionen gehegt, nahm sie doch den dritten und letzten Wettkampfteil mit nur einem Hundertstelpunkt Rückstand in Angriff.

Deutschland sicherte sich mit 8,638 Punkten Gold. Die Schweiz (8,433) verteidigte Silber gegenüber Österreich (8,198) erfolgreich.

Die Schweiz hatte bereits Silber im Nationenwettkampf geholt.

Joshua besiegt Powetkin

Technischer K.O. in der 7. Runde
Keystone Technischer K.O. in der 7. Runde

Anthony Joshua hat seine WM-Titel nach WBA-Super-, WBO- und IBF-Version erfolgreich verteididgt. Vor rund 85'000 Zuschauern im Londoner Wembley-Stadion besiegte er seinen russischen Pflichtherausforderer Alexander Powetkin durch technischen K.o. in der 7. Runde.

Für Joshua war es der 21. vorzeitige Erfolg bei 22:0 Siegen als Profi. Powetkin hingegen erlitt die 2. Niederlage bei 34 Siegen.

Von den vier bedeutendsten WM-Titeln fehlt Joshua immer noch der WM-Gürtel nach WBC-Version. Diesen hält aktuell Deontay Wilder/USA.

Brägger und Käslin holen Titel

Pablo Brägger und Ilaria Käslin haben sich in Frauenfeld zu den Schweizer Meistern im Mehrkampf gekürt.

Reck-Europameister Brägger musste an seinem Paradegerät sowie am Sprung jeweils einen Sturz in Kauf nehmen. Dank einer starken Barren-Übung reichte es ihm dennoch zu seinem 3. Mehrkampf-  Titel nach 2011 und 2015. Silber ging an Benjamin Gischard, Bronze an Christian Baumann.

Käslin siegte in Abwesenheit der verletzten Giulia Steingruber vor den erst 15-jährigen Aargauerinnen Leonie Meier und Anina Wildi.

Abraham und Schlumpf siegen

Tadesse Abraham
Imago/Archiv Tadesse Abraham

Die EM-Medaillengewinner Tadesse Abraham und Fabienne Schlumpf haben am Greifenseelauf in Uster für Schweizer Tagessiege gesorgt.

Der für den LC Uster startende Abraham gab sich in dem Halbmarathon keine Blösse und setzte sich in 1:03'07" eine halbe Minute vor den besten kenianischen Konkurrenten durch.

Schlumpf, die in Berlin über 3000 m Steeple Silber geholt hatte, trat erstmals seit 2012 am Greifensee an und lief in 1:15:30 Stunden überlegen zum Sieg. Ihr Vorsprung auf die schärfste Konkurrenz betrug über drei Minuten.

Schweizer Reiter ohne Medaille

Janika Sprunger auf Bacardi
key Janika Sprunger auf Bacardi

Nach einem verpatzten letzten Tag haben die Schweizer Springreiter an der WM in Tryon eine Medaille verpasst. Als Vierte schaffte die Equipe von Andy Kistler immerhin die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

Werner Muff handelte der Schweiz als Startreiter mit drei Abwürfen und einer Zeitüberschreitung 13 Strafpunkte ein. Als nach Muff Janika Sprunger auf Bacardi nach zwei Verweigerungen am zweiten Hindernis sogar eliminiert wurde, rückten die Medaillenplätze in Ferne.

Gold holten die USA im Stechen gegen Schweden, Bronze ging an Deutschland.

Schweizer Equipe in Führung

Janika Sprunger auf Bacardi.
ZVG Janika Sprunger auf Bacardi.

Die Schweizer Springreiter-Equipe greift an der WM in Tryon nach den Medaillen. Das Team von Andy Kistler liegt nach der 1. Runde im Springen mit 11,64 Punkten in Front. Der erste Verfolger USA hält sich mit 12,59 Zählern innerhalb eines Abwurfs (4 Strafpunkte) auf. Auf Deutschland hat die Schweiz schon einen Fehler Vorsprung.

Janika Sprunger überzeugte auf Bacardi mit nur einem Strafpunkt. Steve Guerdat mit Bianca und Martin Fuchs im Sattel von Clooney mussten sich je einen Abwurf notieren lassen. Werner Muff lieferte das Streichresultat. Die Entscheidung fällt am Freitag.

Wacker erkämpft sich Punkt

Wacker-Trainer Martin Rubin.
Keystone Wacker-Trainer Martin Rubin.

Wacker Thun hat im 2. Champions-League-Spiel den 1. Punkt geholt. Der Schweizer Meister erkämpfte sich zuhause gegen die Riihimäen Cocks aus Finnland ein 26:26-Unentschieden.

Lange hatte es für die Thuner nicht gut ausgesehen. Bis zur 28. Minute gerieten sie mit 10:15 in Rückstand. Danach steigerten sich die Berner Oberländer aber. In der 52. Minute glich Nicolas Suter zum 24:24 aus.

In der Folge legten die Finnen zweimal vor, ehe der rechte Flügel Jonas Dähler 25 Sekunden vor dem Ende für das 26:26 verantwortlich zeichnete.