Baselbieter Autor Ramseier gestorben

Der Baselbieter Schriftsteller Markus Ramseier ist gestorben. Er war 2014 mit dem Basellandschaftlichen Kulturpreis ausgezeichnet worden.

Ramseier sei im Alter von 63 Jahren gestorben, bestätigte ein Freund gegenüber dem Regionaljournal von Radio SRF. Ramseier veröffentlichte Romane, Mundarttexte und Erzählungen. Sein letzter Roman «In einer unmöblierten Nacht» erschien 2018. Er arbeitete unter anderem auch als Lehrer, Journalist und für die Stiftung für Orts- und Flurnamen-Forschung Baselland.

Der Autor gab zwischen 2004 und 2007 für jede der 86 Baselbieter Gemeinden eine Ortsmonographie mit Deutungen der noch gebräuchlichen Flurnamen heraus.

Videokünstlerin Elodie Pong geehrt

Der Förderpreis 2019-2021 der Erna und Curt Burgauer Stiftung in Zürich geht an die Video- und Konzeptkünstlerin Elodie Pong. Die Auszeichnung ist mit 30'000 Franken dotiert.

Die Walliserin Elodie Pong wurde in Boston/USA geboren und lebt in Zürich. Pong hat sich international als Kunstfilmerin einen Namen gemacht. In den letzten Jahren setzte sie sich in ihrer Arbeit das Ziel, vermeintlich unsichtbare Phänomene wie den Geruch sichtbar zu machen.

Der Preis der Erna und Curt Burgauer Stiftung wird über drei Jahre ausgerichtet und ist im dritten Jahr mit der Realisation eines Werkes verbunden.

60'000 an Moon & Stars in Locarno

Das Festival Moon & Stars 2019 ist zu Ende gegangen. Rund 60'000 Musikfans besuchten die 20 Konzerte auf der Piazza Grande in Locarno.

Dank der Food & Music Street seien insgesamt 130'000 Besucher an die Veranstaltung ins Tessin gereist, teilten die Veranstalter mit. Im Vorjahr waren es rund 120'000 Personen gewesen.

Highlights auf der Bühne der Piazza Grande waren dieses Jahr die Konzerte von Eros Ramazzotti, Andreas Bourani, Christina Aguilera und das Gratis-Konzert von Liam Gallagher. Auch der Schlussabend – Patent Ochsner standen mit Stephan Eicher auf der Bühne – sei etwas ganz Besonderes gewesen, teilten die Veranstalter weiter mit.

Avengers schreiben Kino-Geschichte

Der Superhelden-Film «Avengers: Endgame» ist seit dem Wochenende der weltweit erfolgreichste Film der Kinogeschichte.

Er hat laut vorläufigen Zahlen der Branchenseite Box Office Mojo rund 2,790 Milliarden Dollar eingespielt und damit die alte Bestmarke von «Avatar» in Höhe von 2,789 Milliarden Dollar überboten.

Rechnet man historische Daten auf heutige Preisniveaus hoch, ist immer noch «Vom Winde verweht» (1939) der Spitzenreiter in den USA und Kanada. Dessen damals und bei Wiederaufführungen dort eingenommene rund 200 Millionen Dollar entsprächen heute rund 1,8 Milliarden Dollar.

76'000 Gäste auf dem Gurten

Ms. Lauryn Hill bei ihrem Auftritt am Freitagabend.
Keystone Ms. Lauryn Hill bei ihrem Auftritt am Freitagabend.

Die Veranstalter des diesjährigen 36. Gurtenfestivals blicken auf ein friedliches und erfolgreiches Festival zurück. Die Konzerte waren von Donnerstag bis Samstag ausverkauft.

"Wir hatten bisher super Wetter und bei der Sanität war alles ruhig", sagte Mediensprecher Simon Haldemann. Zu den musikalischen Highlights am Gurtenfestival gehörten dieses Jahr Acts wie die Pop-Rock-Band AnnenMayKantereit, das Rockduo Twenty One Pilots und die ehemalige Fugee-Sängerin Lauryn Hill.

Auch viele Schweizer Bands sorgten für gute Stimmung auf dem Gurten. So spielten etwa die Berner Patent Ochsner am Freitagabend vor tausenden Fans.

Ungarische Philosophin Agnes Heller tot

1956 stellte Heller den sogenannten real existierenden Sozialismus in Frage.
Keystone/Archiv 1956 stellte Heller den sogenannten real existierenden Sozialismus in Frage.

Die ungarische Philosophin und Soziologin Agnes Heller ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Dies bestätigte die Ungarische Akademie der Wissenschaften (MTA). Sie hatte in deren Ferienheim Urlaub gemacht, als sie starb.

Heller war eine Schülerin des ungarischen marxistischen Philosophen Georg Lukacs. 1977 emigrierte sie nach Repressionen des damaligen kommunistischen Regimes nach Australien. Nach der demokratischen Wende 1989 kehrte sie nach Ungarn zurück.

Auf Deutsch erschienen von ihr unter anderen «Theorie der Gefühle», «Der Mensch der Renaissance», «Der Affe auf dem Fahrrad. Eine Lebensgeschichte» und zuletzt «Paradox Europa».

Neuer Opernpreis in Deutschland

Gekürt werden die Gewinnerinnen und Gewinner von einer Jury.
Keystone/Archiv Gekürt werden die Gewinnerinnen und Gewinner von einer Jury.

Ein neuer Preis soll die besten deutschen und internationalen Opernproduktionen ehren. Mit den «Oper! Awards» würden am 21. September im Konzerthaus Berlin die Protagonistinnen und Protagonisten vor und hinter den Kulissen ausgezeichnet, teilte das Magazin «Oper!» mit.

Gekürt werden die Preisträgerinnen und Preisträger von einer Jury mit acht Journalistinnen und Journalisten in 20 Kategorien.

Deutschland habe die höchste Dichte an Opernhäusern weltweit, bislang aber keinen Preis für die Branche, hiess es zur Begründung. Von rund 560 Opernhäusern weltweit sind mehr als 80 in Deutschland.

Keller-Kunstparcours in Zürich

In Zürich steht auch das Gottfried Keller-Denkmal.
Keystone/Archiv In Zürich steht auch das Gottfried Keller-Denkmal.

Zum 200. Geburtstag von Gottfried Keller am 19. Juli führt der Kunstparcours «Der grüne Henry» zu sechs Stationen in Zürich. Dort reagieren bis 1. September sechs Künstlerinnen und Künstler auf Kellers Roman «Der grüne Heinrich».

Eingeladen wurde von der Initiantin und Projektleiterin Angelika Affentranger-Kirchrath die Bündner Künstlerin Ursula Palla. Ebenso Judith Albert, Isabelle Krieg, Rémy Markowitsch, Yves Netzhammer und Mario Sala.

Neben den Kunstprojekten bietet «Der grüne Henry» gemäss Mitteilung eine Reihe von zusätzlichen Veranstaltungen mit Experten. Gottfried Keller wurde am 19. Juli 1819 in Zürich geboren.