Abschied von Sir Simon Rattle in Berlin

An seinem letzten Konzert mit den Berliner Philharmonikern: Sir Simon Rattle.
Keystone An seinem letzten Konzert mit den Berliner Philharmonikern: Sir Simon Rattle.

Letzter Auftritt als Chef der Berliner Philharmoniker und ein Versprechen: Mit dem diesjährigen Waldbühnen-Konzert hat sich Sir Simon Rattle am Sonntagabend noch einmal von seinem Orchester und dem Berliner Publikum verabschiedet.

Nach 16 Jahren ist er damit als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker abgetreten. In der ausverkauften Waldbühne versprach der 63-Jährige aber auch: «See you very soon» (Wir sehen uns bald wieder). Vergangene Woche hatte er bereits in der Philharmonie, dem Stammhaus des Orchesters am Berliner Tiergarten, ein Abschiedskonzert gegeben.

Kirill Petrenko, aktuell bei der Bayerischen Staatsoper, wird Rattles Position übernehmen, aber erst 2019/2020.

55'000 am Trucker- und Country-Festival

Auf dem Flugplatz Interlaken/BE haben an diesem Wochenende rund 55'000 Menschen das Trucker&Country-Festival besucht. Damit verzeichnete das Festival zum 25-jährigen Jubiläum einen Besucherrekord, wie die Organisatoren mitteilten.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Festivals sei das Festzelt am Freitag an der «Alpenrock Party Night» sowie auch am Samstag an der «American Country Night» brechend voll gewesen, so die Organisatoren. Auf der Bühne standen neben dem Schweizer Trauffer etwa auch die Bellamy Brothers aus den USA.

Ausgabe Nummer 26 des Festivals soll vom 28. bis zum 30. Juni 2019 auf dem Flugplatz in Interlaken stattfinden.

Unesco-Welterbekomitee tagt in Bahrain

In der bahrainischen Hauptstadt Manama ist am Sonntagabend die Tagung des Unesco-Welterbekomitees eröffnet worden. Die Direktorin der bahrainischen Behörde für Kultur und Kunst, Scheicha Hala Bint Mohammed al-Chalifa erklärte, das Treffen in Bahrain sei wichtig für eine Region, die unter Terror leide, der die Kultur der Welt angreife.

Das Komitee entscheidet nach Unesco-Angaben über 30 Nominierungen. Dazu zählen etwa das viktorianische und Art Déco-Ensemble von Mumbai sowie der prähistorische Fundort Göbekli Tepe in der Türkei.

Die Tagung in Bahrain dauert bis zum 4. Juli.

Zehntausende am Genfer Musikfest

Die 27. Ausgabe der Fête de la Musique in Genf hat in diesem Jahr zehntausende Menschen angelockt. Während dreier Tage standen 562 Veranstaltungen an 28 Standorten auf dem Programm.

Die Organisatoren des Musikfestes zogen eine positive Bilanz. Die Atmosphäre sei fröhlich, das Wetter fast perfekt gewesen, hiess es in einer Mitteilung vom Sonntagabend. Negative Zwischenfälle seien nicht zu verzeichnen gewesen. Die Fête de la Musique habe ihren Status als eine wichtige kulturelle Veranstaltung für Künstler und Publikum bestätigt, so die Organisatoren weiter.

Die nächste Ausgabe wird vom 21. bis zum 23. Juni 2019 stattfinden.

Erfolg für Zentralschweizer Jodlerfest

Mit einem grossen Festumzug mit 1600 Teilnehmenden und rund 29'000 Zuschauern ist am Sonntagnachmittag das 62. Zentralschweizerische Jodlerfest zu Ende gegangen. Insgesamt 75'000 Personen besuchten während dreier Tage die Veranstaltungen in Schötz/LU.

Laut den Gesamtobmännern der Sparten Jodeln, Fahnenschwingen sowie Alphorn- und Büchelblasen ist der Jodelgesang auf gewohnt hohem Niveau präsentiert worden. Beim Alphorn- und Büchelblasen sowie Fahnenschwingen habe sich die Qualität auf einem hohen Niveau stabilisiert.

Das nächste Zentralschweizer Jodlerfest geht vom 28. bis 30. Juni 2019 in Horw/LU über die Bühne.

Pantera-Schlagzeuger gestorben

Der Schlagzeuger und Mitgründer der Metal-Band Pantera ist tot. Vinnie Paul sei im Alter von 54 Jahren gestorben, teilte Pantera am Samstag mit. Details über Pauls Todesumstände nannte sie nicht.

Der in Texas als Vincent Paul Abbott geborene Musiker hatte Pantera 1981 mit seinem Bruder Dimebag Darrell gegründet und mit Sänger Phil Anselmo mit zum Erfolg geführt. Der Durchbruch kam mit dem Album «Vulgar Display of Power» von 1992, das die Band neben grossen Namen wie Metallica, Megadeth und Slayer etablierte.

Pantera wurde für vier Grammys nominiert, das Album «Far Beyond Driven» von 1994 gilt unter Fans als Klassiker.

Rolling Stones rocken Berlin

Vor etwa 67'000 Fans haben die Rolling Stones am Freitagabend im Berliner Olympiastadion gespielt.

"Tag, Tag Berlin, es ist grossartig in Deutschland zu sein!", begrüsste der 74-jährige Rockstar Mick Jagger sein jubelndes Publikum. Um kurz vor 21 Uhr legten die Stones mit "Street Fighting Man" und "It's Only Rock‘n‘Roll" los. Volle zwei Stunden spielten Jagger & Co., Hits wie "Paint It Black" und "Brown Sugar" durften nicht fehlen.

Die Stones hatten bereits 2017 ihre "No Filter"-Tour in Hamburg gestartet, in diesem Jahr legten sie dann nach einer Pause wieder in Dublin los. Am 30. Juni spielt die Band in Stuttgart. Abschluss der Tournee ist am 8. Juli in Warschau.

Neuer Ballettchef in Wien ist Schweizer

Der Schweizer Tänzer und Choreograf Martin Schläpfer wird ab September 2020 künstlerischer Leiter des Balletts an der Wiener Staatsoper und der Volksoper Wien.

Schläpfer ist derzeit künstlerischer Direktor und Chefchoreograf des Balletts der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Er studierte Ballett in St. Gallen und an der Royal Ballet School in London. 1977 wurde er vom Basler Ballett engagiert, wo er zum Solisten avancierte. 1994 wurde er als Direktor zum Berner Ballett berufen.

Er werde die wunderbare Herausforderung in Wien mit seiner ganzen schöpferischen Kraft angehen und zu füllen versuchen, wird Schläpfer zitiert.