Künstler isst 120'000 Dollar-Banane

Ist das Kunst oder kann das weg? Ein Aktionskünstler entschied sich für letzteres.
Keystone Ist das Kunst oder kann das weg? Ein Aktionskünstler entschied sich für letzteres.

An der Art Basel in Miami verspeiste ein amerikanischer Aktionskünstler eine Banane. Das Kuriose daran: Die Banane war Teil einer Installation, die für 120'000 Dollar versteigert worden war.

Ungehindert vom Sicherheitsdienst schnappte sich der Aktionskünstler David Datuna die Banane, die mit Klebeband an der Wand befestigt war, und ass sie vor den Augen der perplexen Besucher. «Ich liebe diese Installation,» kommentierte er seine Performance, die er als «Hungry Artist» bezeichnete. «Sie ist wirklich köstlich.»

Die Verantwortlichen reagierten gelassen. Die Banane an sich sei austauschbar. Ein Besucher hatte sogleich eine Ersatzbanane zur Hand.

«Der europäische Oscar»

Der Europäische Filmpreis wird jährlich wechselnd in Berlin und in einer anderen europäischen Stadt vergeben.

Die mehr als 3600 Mitglieder der Europäischen Filmakademie stimmen über viele der Preisträger ab. Im vergangenen Jahr hatte das Drama «Cold War - Der Breitengrad der Liebe» von Pawel Pawlikowski gewonnen.

2020 wird der Filmpreis im isländischen Reykjavik vergeben. Die Auszeichnung für den besten europäischen Film hatten in der Vergangenheit schon mehrere deutsche Regisseure geholt, etwa Fatih Akin mit «Gegen die Wand» und Maren Ade mit «Toni Erdmann».

Filmpreise für «The Favourite»

«The Favourite» ist der beste europäische Film des Jahres. An der 32. Vergabe der europäischen Filmpreise ging ein wahrer Preisregen auf «The Favourite» nieder.

Der Film wurde auch zur besten Komödie gekürt. Yorgos Lanthimos wurde als bester Regisseur ausgezeichnet. Olivia Coleman holte sich für die Hauptrolle als Queen Ann den Preis als beste Schauspielerin. Auch für Kamera, Schnitt, Kostüm und Maske gab es Preise für «The Favourite».

Zudem wurde der deutsche Regisseur Werner Herzog mit einem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Robert Walker Jr. ist verstorben

Der US-amerikanische Schauspieler Robert Walker Jr., der in den 1960er Jahren in der TV-Serie «Raumschiff Enterprise» mitspielte, ist tot.

Er starb mit 79 Jahren im kalifornischen Malibu, wie das US-Branchenblatt «Hollywood Reporter» unter Berufung auf Walkers Familie berichtete. In der «Star Trek»-Episode «Charlie X» (1966) spielte er einen rebellischen Jugendlichen, der als einziger ein Shuttle-Unglück überlebt.

Der Sohn der Hollywood-Schauspieler Robert Walker und Jennifer Jones stand auch für TV-Serien wie «Bonanza» und «Dallas» vor der Kamera.

Zwei CH-Kandidaturen

41 Bräuche, Feste, Anlässe und Rituale stehen im Rennen um den Titel eines immateriellen Kulturerbes der Unesco. An der Unesco-Jahrestagung, die nächste Woche in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota stattfinden wird, werden auch 2 Vorschläge aus der Schweiz behandelt.

Es sind dies die historischen Karwoche-Prozessionen in Mendrisio/TI und der Alpinismus. Diese Prozessionen erinnern an das letzte Abendmahl und die Kreuzigung Christi. Die feierlichen Umgänge sind seit dem 17. Jahrhundert belegt.

Schweizer Bergsteiger- und Bergführervereine haben gemeinsam mit italienischen und französischen Kollegen und Vereinen ein Dossier für die Kandidatur des Alpinismus für die Liste erstellt.

Peter Handke verteidigt sich

Vor der Übergabe des Literatur-Nobelpreises hat sich Schriftsteller Peter Handke in Stockholm zu Kritik an seiner Person geäussert.

Der Österreicher hatte sich im Zusammenhang mit den Balkan-Kriegen lautstark auf die Seite Serbiens gestellt. Kritiker sagen, er habe Kriegsverbrechen bagatellisiert oder geleugnet.

Vor Journalisten sagte Handke nun, er habe niemals eine Meinung gehabt. Er möge Literatur, nicht Meinungen. Er glaube jedoch nicht, dass ein Dialog mit Kritikern möglich sei. Zur Nobelpreisvergabe am Dienstag in Stockholm sind Proteste gegen Handke angekündigt worden.

Coninx-Werke werden in Chur ausgestellt

Das Bündner Kunstmuseum zeigt Werke der Werner Coninx Stiftung. Der 1980 verstorbene Coninx entstammte der gleichnamigen Zürcher Verlegerfamilie. Er war Kunstmaler und Kunstsammler.

Die Stiftung übergab letztes Jahr dem Kunstmuseum in Chur grosse Teile der Grafiksammlung mit fast 1000 Werken als Dauerleihgabe. Dem Bündner Kunstmuseums zufolge handelt es sich um eine der bisher wichtigsten Erweiterungen der hauseigenen Sammlung.

Auch andere Museen in der Schweiz erhielten Dauerleihgaben aus der Coninx-Sammlung, darunter das Aargauer Kunsthaus, das Kunstmuseum Winterthur, das Musée Jenisch in Vevey und das Kunsthaus Zürich.

Ob- und Nidwalden vergeben Förderpreis

Die in Sarnen/OW lebende Sitara Abuzar Ghaznawi wird von den Kantonen Ob- und Nidwalden mit dem Werkbeitrag 2019 ausgezeichnet. Die 24-Jährige erhält den mit 10'000 Franken dotierten Förderpreis für ihr Projekt «Von der Fläche zum Raum».

Abuzar Ghaznawi ist im Mittelland aufgewachsen und lebt seit 2014 in Sarnen, wie Obwalden am Freitag mitteilte. Ihre Werke wurden nicht nur in Schweizer Städten wie Basel, Zürich oder Lausanne gezeigt, sondern auch in Metropolen wie Wien, Paris oder Mexiko-Stadt.

Ihr aktuellstes Werk ist gegenwärtig in der Gruppenausstellung «A Home is not a House» in der Kunsthalle Freiburg zu sehen.