Bibel-Rückgabe an Namibia

Das deutsche Bundesland Baden-Württemberg gibt Namibia eine zu Kolonialzeiten gestohlene Bibel und eine Peitsche zurück. Das Verfassungsgericht in Baden-Württemberg hat einen Antrag der Vereinigung der Nama-Stammesältesten zurückgewiesen, die die Rückgabe verhindern wollte.

Die Nama-Stammesältesten hätten die Ansicht vertreten, dass die Gegenstände an sie und nicht an Namibia zurückzugeben seien. Dieser Antrag ist nach Ansicht des Gerichts unzulässig.

Die Bibel und die Peitsche, die im Linden-Museum in Stuttgart lagerten, haben dem namibischen Nationalhelden Hendrik Witbooi gehört. Dessen Nachkommen planen ein Museum zu errichten.

Museum muss Strafe wegen Video zahlen

Ein Video mit Werken von Salvador Dalí kommt das Museum Dalí Berlin teuer zu stehen: 30'000 Euro muss das Kunsthaus wegen Urheberrechtsverletzungen zahlen.

Das Museum zog seine Berufung vor dem Oberlandesgericht in München zurück. Damit gilt das erstinstanzliche Urteil.

Das Museum hatte von Ende April 2011 bis Mitte März 2015 mit einem 31-sekündigen Video bei YouTube auf seine Ausstellung hingewiesen, welches knapp 28'000 Mal angeklickt wurde. Darin wurden surrealistische Motive des spanischen Künstlers mit Berliner Sehenswürdigkeiten kombiniert. Der Argumentation, es handle sich nicht um ein Werbevideo, folgte das Landesgericht nicht.

Genfer Regisseur Claude Goretta ist tot

Goretta lancierte Hupperts Karriere.
Keystone Goretta lancierte Hupperts Karriere.

Der Genfer Regisseur Claude Goretta ist am Mittwochnachmittag im Alter von 89 Jahren gestorben. Er sei im Kreise seiner Liebsten friedlich eingeschlafen, teilte seine Familie schriftlich mit.

"La Dentellière" (1977) wurde zu Gorettas grösstem Publikumserfolg, und für Schauspielerin Isabelle Huppert zum Startschuss für eine bedeutende Karriere. Die Französin gewann für ihre Rolle mehrere Preise, der Film selber wurde unter anderem in Cannes ausgezeichnet.

Seinen letzten Film drehte Goretta im Jahr 2006: die zweiteilige Fernsehproduktion "Sartre, l'âge des passions" über Jean-Paul Sartre, eine Mischung aus Fiktion und Dokumentarfilm.

Impressionisten-Sammlung in Paris

Die Privatsammlung des verstorbenen englischen Industriellen Samuel Courtauld ist in der Pariser Fondation Louis Vuittonzu sehen.

Laut dem Privatmuseum verfügte Samuel Courtauld über eine der bedeutendsten Privatsammlungen impressionistischer und postimpressionistischer Werke. Unter anderem werden das «Selbstporträt mit verbundenem Ohr» von Vincent van Gogh und «Die Kartenspieler» von Paul Cézanne präsentiert. Für Courtauld hatte Kunst die Rolle, die kulturellen Gräben zu überwinden und Menschen zusammenzuführen.

Die Ausstellung ist noch bis am 17. Juni zu sehen. Zuletzt wurde die Sammlung in Paris 1955 gezeigt.

Ariana Grande mit Charts-Rekord

Ariana Grande tritt in die Fussstapfen der Beatles.
Keystone Ariana Grande tritt in die Fussstapfen der Beatles.

Der Popsängerin Ariana Grande ist es gelungen, in den US-Singlecharts gleichzeitig die drei obersten Ränge zu belegen, mit den Hits «7 Rings», «Break Up With Your Girlfriend, I'm Bored» und «Thank U, Next».

In der 60-jährigen Geschichte der «Billboard-Charts» haben dies bislang erst die Beatles geschafft. Ihnen gelang das Kunststück im Jahr 1964 mit «Can't Buy Me Love», «Twist and Shout» and «Do You Want to Know a Secret».

Ariana Grande stellte zugleich einen neuen Rekord mit der Zahl ihrer Titel unter den ersten 40 der Liste auf: Als erste weibliche Künstlerin ist sie dort mit elf Songs vertreten.

Karl Lagerfeld...

...über seine Haut: «Ich gehe nicht mehr in die Sonne. Schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Ich will nicht aussehen wie eine alte Schildkröte.»

...über Topmodel Heidi Klum: «Die war nie in Paris, die kennen wir nicht.»

...über Freizeitkleidung: «Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.»

...über seine Ausbildung: «Ich habe im Grunde ja nie etwas gelernt. Ich habe nicht einmal Abitur gemacht und nix.»

...über den Umgang mit ihm: «Ich finde, wenn ich jemandem keinen Privatjet wert bin, muss ich auch nicht hin zu dem.»

Modeschöpfer Karl Lagerfeld ist tot

Der deutsche Modeschöpfer Karl Lagerfeld ist tot. Er starb im Alter von 85 Jahren in Paris, wie Chanel mitteilt.

Lagerfeld war dort seit den 80er-Jahren als Kreativdirektor tätig. Seine Markenzeichen waren die dunkle Sonnenbrille, sein weisser Zopf und oft Handschuhe. In der Welt der Mode galt er seit dem Tod von Yves Saint Laurent als Alleinherrscher. Seit 1983 war er für Chanel tätig, noch länger entwarf er Damenmode für das italienische Haus Fendi.

Lagerfeld war bereits bei einer Modeschau von Chanel in Paris im Januar nicht aufgetreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand ausgelöst hatte.

Foto-Sonderausstellung über Chaplin

In «Chaplin's World» in Corsier sur Vevey sind vom 20. Februar bis am 5. April Bilder von Charlie Chaplin und seiner Familie zu sehen, von welchen viele noch nie einer grösseren Öffentlichkeit gezeigt wurden, wie das Museum mitteilt.

Die Bilder stammen von Yves Debraine, der offizieller Fotograf der Chaplins in der Schweiz war. Er begleitete die Familie rund 20 Jahre lang.

In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag von Charlie Chaplin zum 130. Mal. 1952 kam der britische Schauspieler nach Lausanne, wo er Fotograf Yves Debraine traf. Die Foto-Sonderausstellung in «Chaplin's World» wurde von dessen Sohn Luc Debraine eingerichtet.