300 Künstler kämpfen um U-Bahn-Auftritt

Mehr als 300 Musiker und Bands haben sich in diesem Jahr um eine Auftrittsgenehmigung für die U-Bahn in New York beworben.

Rund 70 durften im Hauptbahnhof vor Jury und Publikum auftreten. Von den 70 Finalisten werden in diesem Jahr ca. 20 in das Programm aufgenommen, welches insgesamt rund 350 Bands umfasst. Für jeweils fünf Minuten präsentierten sich unter anderem ein Panflötenspieler, eine Band aus Brasilien und ein Gitarren-Trio.

Die Jury bewertet die Kandidaten bezüglich ihres musikalischen Talents, aber auch danach, ob sich die Auftritte für die Bahnstationen eignen. Die Entscheidung wird im Juni bekanntgegeben.

«GoT»: Stars ärgern sich über Petition

Weit mehr als eine Million Zuschauer der Fantasy-Saga «Game of Thrones» haben sich für eine Neufassung der letzten Staffel ausgesprochen.

HBO hat bislang nicht auf die Petition reagiert, die Stars der Serie hingegen schon. «Ich halte das für respektlos gegenüber der Crew, den Schreibern und den Machern, die über zehn Jahre unermüdlich gearbeitet haben, allein elf Monate Dreh für die letzte Staffel», sagte Sophie Turner am Montag der «New York Times».

Isaac Hempstead-Wright nannte die Fanforderungen im «Hollywood Reporter» absurd. «Es ist lächerlich, dass Leute glauben, sie können ein anderes Ende einfordern, weil sie es nicht mögen.»

Petition fordert Ausschluss von Island

Nach der politisch motivierten Aktion der isländischen Gruppe Hatari beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv fordern Tausende im Netz den Ausschluss Islands von dem Wettbewerb 2020.

Die antikapitalistische Performancegruppe hatte bei der Punktevergabe Palästinenserfahnen in die Kamera gehalten. Eine entsprechende Petition zum Ausschluss von Island im nächsten Jahr hatten bis zum Dienstagnachmittag mehr als 33'000 Menschen unterzeichnet.

Die Europäische Rundfunkunion als Veranstalterin EBU prüft nach eigenen Angaben Schritte gegen Island. Die EBU hat immer wieder betont, dass der Gesangswettbewerb unpolitisch sein solle.

Wagner-Schriften werden digitalisiert

An der Sächsischen Landesbibliothek in Dresden werden 78 Opernhandschriften des Komponisten Richard Wagner digitalisiert. Sie stammen aus dem Staatsopern-Notenarchiv in Dresden.

Zum Auftakt des grossangelegten Projekts seien mit «Tannhäuser» und «Die Meistersinger von Nürnberg» die ersten Aufführungsmaterialien frei zugänglich, teilten die Bibliothek und die Semperoper mit. Das digitale «Tannhäuser»-Material enthält auch Änderungen Wagners nach der nicht ideal gelaufenen Uraufführung vom Oktober 1845.

Die Opernhandschriften ergänzen die schon verfügbaren Hofopernbestände mit 1200 Handschriften zu 650 Opern von 1765 bis 1900.

Prado will Kunstwerke besser schützen

Mitarbeiter des Prado hängen Goya's «El dos de mayo de 1808»
Keystone/Archiv Mitarbeiter des Prado hängen Goya's «El dos de mayo de 1808»

Das weltberühmte Prado-Museum in Madrid will seine Kunstwerke in Zukunft besser vor Diebstahl, Feuer oder Terroranschlägen schützen, wie die spanische Zeitung «El País» berichtet.

Eine Expertin der Universität Complutense werde in den nächsten 22 Monaten einen speziellen Evakuierungsplan für die wichtigsten Gemälde und Skulpturen ausarbeiten. Dabei werde auch eine Prioritätenliste erstellt, nach welcher die Kunstwerke gerettet werden sollen.

Das Prado-Museum feiert dieses Jahr sein 200-jähriges Bestehen. Das Museum beherbergt Tausende Meisterwerke, unter anderem von Rubens, Raffael oder Dürer. Letztes Jahr besuchten fast 2,9 Millionen Kunstfans aus aller Welt den Prado.

Bund öffnet Archiv

Der Bund macht über 4000 historische Luftbilder der Schweiz online zugänglich. Die Fotos wurden von US-Kampfflugzeugen aufgenommen, die die Schweiz 1946 in friedlicher Mission überflogen.

Die Bilder zeigen eine Schweiz, die damals noch sehr stark von der Landwirtschaft mit vielen Äckern und Obstbäumen geprägt war. Es gab noch keine Autobahnen, und auch vom Flughafen in Kloten ist beispielsweise noch keine Spur zu sehen.

Nach Jahren im Archiv des Bundesamtes für Landestopografie wurden die Bilder 2015 komplett restauriert und digital aufbereitet. Sie sind nun einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Whitney Houston: Hologramm-Tour geplant

Sieben Jahre nach ihrem Tod steht Whitney Houston möglicherweise vor einer Wiederauferstehung als Hologramm. Das Unterhaltungsunternehmen Primary Wave Music Publishing gab bekannt, dass es den Erben der Popsängerin 50 Prozent ihres Besitzes abgekauft habe.

Pat Houston, Schwägerin und Nachlassverwalterin der Sängerin, sagte der «New York Times», eine Tournee mit einem Hologramm der Sängerin aus Laserstrahlen sei das dringlichste Projekt. Auch ein Broadwaymusical und Werbeverträge seien angedacht.

Whitney Houston verkaufte zu Lebzeiten mehr als 170 Millionen Platten, mit Songs wie «I Will Always Love You» wurde sie weltbekannt.

Kunstsammler beschenkt Spanien

Der kubanisch-amerikanische Millionär Roberto Polo schenkt Spanien einen Teil seiner Kunstsammlung. Konkret überlässt er dem Staat für mindestens 15 Jahre 471 Werke im Wert von geschätzten 400 Millionen Euro.

Ein erster Teil dieser Sammlung wird ab sofort in der Touristen-Hochburg Toledo in der Nähe der Hauptstadt Madrid ausgestellt, in einem eigens dafür geschaffenen Museum. Weitere Museen sollen in den nächsten Jahren folgen.

Roberto Polo erklärte, viel Vertrauen in seine Partner zu haben und nicht auszuschliessen, noch mehr seiner Werke abzugeben. Erst müsse man aber sehen, wie sich das Ganze gestalte, sagte er der Nachrichtenagentur DPA.